10. Tag: Bryce Canyon, Cedar Breaks & Las Vegas

Schon wieder beginnen wir unseren Tag recht früh, dieses Mal jedoch aus gutem (oder noch besserem) Grund: Zum Sonnenaufgang geht es noch einmal in den Bryce Canyon National Park hinein.

Dafür ist das Ruby’s Inn als Unterkunft wirklich praktisch, auch wenn der riesige Komplex nicht so recht zu unserem Verständnis von National Park passen will – etwas Vergleichbares gibt es eigentlich nur in Yosemite. Immerhin haben wir recht gut geschlafen, nachdem wir am Abend ob des enormen Lärms noch so unsere Sorgen diesbezüglich hatten.

Bryce Canyon Nacht

Obwohl wir in diesem Urlaub immer sehr früh aufgestanden sind, mussten wir noch nie im Dunkeln fahren, heute ist also Premiere – und dann auch noch gleich in einem Park, in dem es natürlich weit und breit keine Lampen gibt, dafür umso mehr Hörnchen, Rehe und anderes Getier. Doch bei gemächlichem Tempo haben wir die Straße zum Glück für uns und sind gegen 5:35 Uhr sogar die ersten, die Sunrise Point erreichen.

Bryce Canyon Sonnenaufgang

Das bleibt aber nicht lange so und auch am Sunset Point sowie in Richtung Bryce Point ist das Gedränge groß. Trotz der frühen Stunde und trotz Temperaturen um die 0° C, welche die knapp 60 Minuten, die wir hier verbringen, deutlich länger erscheinen lassen.

Aber: Wartezeit und Frostbeulen sind ein kleiner Preis, den man zahlen muss und der spätestens vergessen ist, als die ersten Sonnenstrahlen gegen 6:10 Uhr den Rim erreichen und man ihnen wirklich zuschauen kann, wie sie eine Felsspitze nach der anderen aufwecken.

Sunrise Point

Ab nach Las Vegas

Danach geht es zum Aufwärmen noch einmal ins Hotel, wo wir zum ersten und wohl einzigem Mal in diesem Urlaub die Klimaanlage tatsächlich auf „Heating“ stellen und der Dusche auch die enormen Schwankungen zwischen warm, heiß und „Aaaaaah!“ verzeihen.

Eigentlich wollten wir anschließend über den Cathedral Gorge State Park nach Las Vegas fahren, doch angesichts der zu erwartenden Hitze und den uns noch in den Knochen steckenden Wanderungen der letzten Tage nehmen wir davon Abstand.

Stattdessen planen wir, nur noch einen kurzen Abstecher zum Cedar Breaks National Monument zu unternehmen, der mit keinem großen Aufwand verbunden ist, und anschließend in Las Vegas ein paar Stunden zu entspannen. Soweit das bei 105° F und aufwärts möglich ist.

Cedar Breaks Elevation

Zunächst aber wird es erstmal noch ein bisschen kühler, denn Cedar Breaks liegt auf etwa 10350 Fuß, ist deshalb nur im Sommer geöffnet und die Straße hinauf von zahlreichen Warnschildern gesäumt, mit wertvollen Hinweisen wie: „This is NOT Highway 89!“.

Cedar Breaks Panorama

Das National Monument ist den kleinen Umweg aber durchaus wert, auch wenn es Bryce Canyon natürlich sehr ähnelt. Die Umgebung ist jedoch deutlich grüner, die Hoodoos sind etwas weniger zahlreich, dafür überwiegend recht rot und breit aufgestellt. Weil die Trails derzeit noch geschlossen sind, ist es mit zwei Ausblicken jedoch getan.

Cedar Breaks Viewpoint

Anschließend geht es über die I-15 nach Süden, schon wieder mit Tempo 80, was auch daran liegt, dass wir den größten Teil der Strecke schon vor, uff, acht Tagen auf dem Weg zu Kolob Canyons gefahren sind.

Aufgrund der Zeitumstellung – der fünften und letzten innerhalb dieser Rundreise – erreichen wir Las Vegas so schon gegen Mittag, weshalb wir uns spontan entscheiden, einen Abstecher ins ganz nette Outlet im Norden zu unternehmen. Erstaunlich leer ist es hier, was mit dem Wochentag, aber auch mit der wirklich unerträglichen Hitze zusammenhängen mag. Man kann wirklich nur von Laden zu Laden rennen und genau das machen wir, werden dabei allerdings weniger Geld los als befürchtet. Oder erhofft?

Danach noch einmal schnell „Großeinkauf“ bei Walmart, bevor wir unser erstes Büffet dieses Urlaubs in Angriff nehmen: Das Studio B Buffet im M Resort, ganz im Süden von Las Vegas und nur mit dem Auto zu erreichen. Nach Bacchanal und Wicked Spoon unser drittliebstes Büffet, in Hinblick auf Preis / Leistung klarer Sieger; für 25$ (plus Tax und Tip) pro Person bekommt man hier eine große Auswahl sehr guter Gerichte und sogar Bier und Wein kostenlos.

M Resort Buffet M Resort Buffet Essen

Bei der Konkurrenz zahlt man das Doppelte oder mehr, lediglich die Präsentation der Speisen kann es mit Caesars und Cosmopolitan nicht aufnehmen – aber die heben wir uns noch für das Ende der Reise auf.

Unsere Unterkunft für die heutige Nacht ist das nicht weit entfernte South Point Hotel. Ein schönes Hotel mit recht niedrigen Preisen, aber riesigen Räumen und enorm hohem Besucheraufkommen. Sogar einen Hauch von Ausblick auf den Strip haben wir von unserem Zimmer im zehnten Stock aus!

Morgen geht es aber erstmal weiter durch die Mojave-Wüste zum Joshua Tree National Park. Ob das bei 105° F und aufwärts so eine gute Idee ist, wird sich noch herausstellen. Es ist aber der hoffentlich letzte wirklich heiße Tag der nächsten anderthalb Wochen…

Gefahrene Strecke: ca. 400 km
Essen: Studio B Buffet, großartige Auswahl, sehr gutes Essen
Hotel: South Point Casino, gute Wahl im Süden von Las Vegas

Und jetzt?
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