14. Tag: Point Lobos State Reserve & San Francisco

Nach unserer Runde durch Utah und Arizona hatten wir die letzten Tage ein klein wenig das Gefühl, die größten Highlights des Urlaubs schon hinter uns zu haben – lange Wanderungen in der Natur machen uns einfach am meisten Spaß.

Aber das Gefühl trügt natürlich, denn wir fahren ja noch nach Yosemite und heute geht es nacheinander in unseren Lieblingspark und in unsere Lieblingsstadt im Südwesten…

Point Lobos State Park

Point Lobos im Nebel

Die wichtigste Nachricht aber vorab: Es bleibt auch heute angenehm kühl!

Als wir nach dem Aufwachen in Monterey aus dem Fenster blicken, werden wir sogar erneut – am dritten Tag in Folge – von dicken Nebelschwaden begrüßt, was für Wanderungen an der Küste grundsätzlich zwar nicht optimal sein mag, aber es ist mal etwas anderes und wir haben an unserem ersten Ziel ohnehin jeden Trail schon mindestens einmal bei Sonnenschein gesehen. Vielleicht tun sich bei Nebel ja ganz neue Anblicke auf!

Point Lobos Point Lobos

Bei unserem ersten Ziel handelt es sich um die Point Lobos State Reserve, nur knapp fünfzehn Minuten von unserem Motel entfernt. Wir stehen um 7:50 Uhr vor dem Eingang (die Reserve öffnet erst um 8 Uhr), sind aber nicht die einzigen, die hier schon warten, im Gegenteil: Wir erwischen gerade so noch den letzten Platz runter vom Highway.

Point Lobos Point Lobos

Eine Viertelstunde später im Park angekommen, stellen wir unser Auto nahe Piney Woods ab und steuern dann zunächst den Sea Lion Point an, wo die Seelöwen gerade mal wieder fleißig Nachwuchs großziehen, weshalb wir auf Distanz bleiben müssen. Sie sind jedoch nicht zu übersehen, ihr Geblöke ist nicht zu überhören und der Fisch nicht zu überriechen. Besser als jeder Zoo!

Seelöwen Point Lobos

Anschließend geht es weiter in die Gegenrichtung, wo wir eine Runde um Bird Island drehen; auch hier wird fleißig gebrütet. Und tatsächlich sorgen die Nebelschwaden für eine ganz andere, besondere, etwas rauere Atmosphäre, die auf den Fotos hoffentlich einigermaßen rauskommt.

Bird Island

Zurück geht es über den South Plateau Trail durch den Wald, bevor wir zum Abschluss noch kurz bei Whaler’s Cover vorbeischauen, wo trotz des Wetters schon wieder etliche Taucher unterwegs sind. Was man da wohl sieht?

Point Lobos

Vom Presidio bis Pier 39

Anschließend fahren wir nach San Francisco weiter, vorbei an Apple und Google in Cupertino und Mountain View. In Letzterem stoppen wir auch mal wieder kurz bei In-N-Out, um uns mit einem kleinen Mittagesssen für den Nachmittag zu stärken.

Die Fahrt geht erstaunlich zügig voran, viel länger als zwei-, zweieinhalb Stunden sind wir nicht unterwegs. Ob wir gegen 13:30 Uhr schon in unser Motel einchecken können?

Cow Hollow Motor Inn

Wir können! Das Cow Hollow Inn liegt, wie so viele Motels, in der Lombard Street, ist recht bezahlbar, verfügt über eine kostenlose Tiefgarage und geräumige, saubere, ausreichend moderne Zimmer. Ganz ruhig ist es aufgrund der Nähe zur großen Straße zwar nicht, aber für zwei Nächte lässt es sich ertragen.

Praktisch ist vor allem die Lage: Mit dem Bus ist man in gut zwanzig Minuten im Zentrum, aber auch zu Fuß kann man zumindest bis Fisherman’s Wharf problemlos laufen. Wir steuern jedoch zunächst das Presidio im Westen an, das in etwa einer Viertelstunde erreicht ist.

Palace of Fine Arts Presidio of San Francisco

Highlight des heute relativen ruhigen, ehemaligen Militärstützpunktes ist der Ausblick auf die Golden Gate Bridge, aber auch der Palace of Fine Arts, der ursprünglich zu einer Expo vor gut 100 Jahren errichtet wurde, dann seltsamerweise verfiel, in den 50er-Jahren jedoch neu und langfristig wieder aufgebaut wurde.

Der Vorteil, wenn man erst einmal hier ist: Man kann weiter am Meer entlang- und somit nahezu allen Hügeln entgehen, die man ein paar Straßen weiter südlich antrifft. So fällt der Weg über den Ghirardelli Square und Fisherman’s Wharf bis zum Pier 39 nicht schwer. Je näher man dem Touristenviertel kommt, desto voller wird es, dennoch hält sich der Andrang unserem Gefühl nach heute einigermaßen in Grenzen.

Pier 39 Alcatraz Island

Nach einer Runde über den Pier (wo derzeit erstaunlich wenig Seelöwen auf den Floßen liegen) suchen wir uns noch etwas zu essen – die lange Wanderung hat arg hungrig gemacht – und begeben uns dann auf den Weg zum Motel zurück.

Morgen steuern wir Alcatraz an und drehen danach eine typische Runde durch die Stadt, über Embarcadero, Market Street und Union Square, durch Chinatown und zurück!

Gefahrene Strecke: ca. 250 km
Essen: In-N-Out, schon wieder, und ein Snack in San Francisco
Hotel: Cow Hollow Motor Inn, ordentlich und bezahlbar

Und jetzt?
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