Arches National Park

Der Arches National Park liegt im Osten Utahs, direkt neben der Kleinstadt Moab, die Ausgangspunkt für einen Besuch des Arches sowie des Canyonlands National Parks ist.

Besonders sehenswert im Park sind – wie der Name schon sagt – natürlich die großartigen roten Steinbögen, über Millionen Jahre hinweg geformt, die es in verschiedensten Formen und Größen gibt. Sie lassen sich zum Teil ohne großen Aufwand, zum Teil aber auch nur über lange und sehr schöne Wanderwege erreichen, so dass für nahezu jeden Geschmack etwas geboten wird.

Arches National Park

Anfahrt & Ablauf

Unmittelbar hinter dem Eingang des Parks liegt das Visitor Center, das jedoch dieses Mal nicht unbedingt einen Stopp wert ist – eine Karte und Infomaterial bekommt man in der Regel schon an der Einfahrt in die Hand gedrückt.

Die lange Straße führt zunächst vorbei an mehreren schon sehr sehenswerten Viewpoints sowie ersten schönen Gesteinsformationen, darunter der Tower of Babel und der von zahllosen Fotos bekannte Balanced Rock.

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Erst nach etwa 17 Kilometern erreicht man eine Abzweigung, an der es eine erste Entscheidung zu treffen gilt: Im Osten liegen das North und das South Window sowie der Double Arch, während es geradeaus weiter zum Delicate Arch, Fiery Furnace und in den Devil’s Garden geht.

Alles ist einen Besuch wert und der genaue Ablauf abhängig von der Tageszeit, Zeitaufwand und auch Besucheraufkommen, denn im Arches National Park wird es leider oft verdammt voll und bereits am späten Vormittag werden selbst in der Nebensaison häufig die Parkplätze knapp.

Arches National Park

Der bestmögliche Ablauf ist daher durchaus strittig, weil Lichtverhältnisse, Besucheraufkommen und Sehenswert der einzelnen Bögen in Konflikt zueinander stehen.

Haben Sie lediglich einen Tag für den Parkbesuch eingeplant, ist es sinnvoll, zunächst den Devil’s Garden anzusteuern, in dem man die größte Anzahl verschiedenster Bögen in relativ kleinem Zeitrahmen sehen kann – zumal dieser Parkbereich ein absolutes Muss darstellt.

Als „relativ kleiner Zeitrahmen“ ist hier aber durchaus ein halber Tag zu betrachten. Gegen Nachmittag könnte man dann, sofern das Besucheraufkommen es zulässt, sich bei den Windows erholen, um am Abend den weiten Weg zum bei Sonnenuntergang besonders schönen Delicate Arch anzutreten.

Steht ein zweiter oder zumindest noch ein zusätzlicher halber Tag zur Verfügung, kann man es etwas ruhiger angehen lassen und Devil’s Garden sowie Delicate Arch auf zwei Tage verteilen – oder aber dem schönen, jedoch zeitaufwendigen Fiery Furnace einen Besuch abstatten.

Arches National Park Foto Arches National Park Foto

Trails & Viewpoints

Absolute Pflicht ist, wie bereits erwähnt, der Devils Garden Primitive Loop, der an vielen der besten Arches vorbeiführt. Insgesamt schlägt der Rundweg mit knapp 12 Kilometern zu Buche, für die man normalerweise vier bis fünf Stunden benötigt.

Ausreichend Wasser und Verpflegung sind wie üblich natürlich Voraussetzung, der Weg ist aber nicht so anstrengend wie seine Länge vermuten lässt. Es gibt ein paar Abhänge, aber auch mit Höhenangst sollte sich der Trail bewältigen lassen – wenn überhaupt, stellt die im Sommer spätestens gegen Mittag große Hitze ein kleines Problem dar.

Ebenfalls sehr empfehlenswert ist der Delicate Arch Trail, der mit knapp 5 Kilometern zwar kürzer, aber aufgrund starker Steigungen und kaum befestigter bzw. erkennbarer Wege nicht weniger anstrengend ausfällt. Dafür führt er zu dem sehr schönen Bogen, den man ansonsten nur aus großer Ferne vom Parkplatz aus sehen kann.

Auch für Familien mit Kindern bestens geeignet ist der etwa 2 Kilometer lange Trail zum Double Arch sowie den Windows, der ohne nennenswerte Anstiege auskommt und schon fast als Erholung bezeichnet werden kann.

Exakt das Gegenteil davon ist Fiery Furnace, an der Straße zwischen Delicate Arch und Devil’s Garden gelegen, das man auf eigene Faust oder – bei einem ersten Besuch besser – im Rahmen einer Ranger-geführten Tour besuchen kann. Und das sowohl die Muskeln als auch die Nerven vor so manche Herausforderung stellt, die aber mit tollen Ausblicken abseits der ausgetretensten Pfade belohnt wird.

Was tun in welcher Zeit?

In drei Stunden: Wer es extrem eilig hat, sollte die Windows Section aufsuchen, die sich auf etwa halber Höhe der Straße im Park befindet. Hier lassen sich ohne großen Aufwand und ohne nennenswerte Wanderung mehrere Bögen beziehungsweise Fenster in Augenschein nehmen, vor allem der tolle Double Arch ist den Besuch wert. Auf dem Rückweg hält man für ein Foto am Balanced Rock, stoppt am Petrified Dunes Viewpoint und fährt dann schon wieder aus dem Park hinaus.

An einem halben Tag: Das Highlight von Arches schlechthin ist der Devils Garden, ganz am Ende der Straße im Norden gelegen, dort befinden sich die schönsten Bögen. Der komplette Rundweg ist in etwa vier Stunden zu schaffen, man sollte allerdings recht beweglich sein. Alternativ läuft man nur den etwas kürzeren Main Trail ab, dann wäre anschließend auch noch der Besuch der Windows Section drin.

An einem ganzen Tag: Steht ein kompletter Park zur Verfügung, sollte erneut der Devils Garden die höchste Priorität genießen, denn ihn muss man gesehen haben – und am besten, wenn es noch nicht allzu voll ist. Am frühen Nachmittag könnte man dann die Windows aufsuchen und / oder eine Verschnaufpause einlegen, um am späten Nachmittag den Weg zum Delicate Arch in Angriff zu nehmen, der bei Sonnenuntergang am schönsten ist. Dafür muss aber natürlich unbedingt die Kondition stimmen!

Noch mehr Zeit: Wer mehr als einen Tag in Arches verbringt, könnte noch einen Besuch von Fiery Furnace in Erwägung ziehen, eine tolle, zerklüfftete Region, die nur mit Ranger oder Permit besucht werden darf. Auch hierfür sollte man sportlich sein (und keine Höhenangst haben), der Aufwand lohnt sich jedoch!

Arches National Park Devil's Garden Arches National Park

Hotels, Motels, Campingplätze

Arches eignet sich ausnahmsweise nur bedingt fürs Camping, denn mit dem Devil’s Garden Campground existiert nur ein einziger, recht kleiner Campingplatz im Park. Stellplätze können online reserviert werden, dafür bedarf es aber einer recht langfristigen Planung und ein wenig Glück.

Sowohl Camper als auch Mietwagenreisende übernachten daher üblicherweise in Moab, das auch Ausgangspunkt für den Canyonlands National Park ist und zahlreiche Motels, Hotels und Campingplätze bietet. Gut sind unter anderem das La Quinta Inn Moab und das Hampton Inn Moab.

Als einzige echte Stadt im Umkreis von hunderten Kilometern hat Moab auch nahezu alles, was man braucht, inklusive großer Supermärkte und mehrerer Fast-Food-Ketten.

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