Die besten Rundgänge durch Manhattan

Wie man bis zu eine Woche in New York am besten gestaltet

Manhattan ist so groß, dass man allein in diesem einen Stadtteil von New York City eine Woche verbringen kann, ohne sich einen Moment zu langweilen. Da die Entfernungen mitunter recht groß sind, lohnt es sich, Rundgänge im Voraus genau zu planen, um unterwegs keine Sehenswürdigkeiten zu verpassen.

Im Folgenden finden Sie die für uns fünf besten Rundgänge durch Manhattan inklusive der dortigen Attraktionen und eines groben Zeitrahmens. Grundsätzlich sind die Routen so geplant, dass man jeder einzelnen gut einen Tag widmen kann – steht weniger Zeit zur Verfügung, lassen sich zwei Rundgänge mit ein paar leichten Verkürzungen jedoch auch kombinieren.

Ausblick vom One World Observatory.

New York in drei bis sieben Tagen

1. Rundgang im Süden
Es fällt in dieser Stadt der Superlative schwer, sich auf einzelne Highlights festzulegen – doch, dass die Freiheitsstatue und das neue World Trade Center dazu zählen, daran gibt es wohl keine Zweifel. Viele Besucher zieht es daher auch als erstes in den Süden der Halbinsel, um schnellstmöglichst einen Blick auf die Statue of Liberty zu werfen.

Wir beginnen daher nahe Battery Park, erreichbar mit diversen U-Bahn-Linien (1, 4, 5, R, W) über die Stationen Bowling Green, Whitehall St und South Ferry Subway Station. Hat man Tickets für die Überfahrt zu Liberty Island und Ellis Island reserviert, beginnt man hier bestenfalls gegen 8:15 Uhr und verbringt den Vormittag auf eben jenen Inseln. Alternativ könnte man mit der Staten Island Ferry kostenlos in knapp einer Stunde einmal an Liberty Island vorbeifahren.

Zurück im Battery Park spaziert man gegen Mittag über den Broadway nach Norden und wirft einen kleinen Blick in Wall Street und Broad Street, in der sich die New York Stock Exchange (NYSE) befindet. Die Trinity Church gleich gegenüber darf man ebenfalls nicht verpassen.

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Auf Höhe der Liberty Street geht es gen Westen, um den World-Trade-Center-Komplex zu erreichen: Das Memorial Museum ist eine Überlegung wert, vor allem jedoch lohnt sich die Auffahrt zum One World Observatory mit seinem Observation Deck in der 100. Etage.

Hat man anschließend noch Zeit und Kraft, schaut man beim Brookfield Place (früher: World Financial Center) vorbei, dessen Wintergarten bis heute recht sehenswert ist. Den Rundgang könnte man mit ein paar Schritten am Ufer des Hudson Rivers ausklingen lassen.

Die notwendige Zeit für diese Route ist sehr variabel: Mit Fahrt zur Freiheitsstatue und Besuch des Observation Decks ist ein kompletter Tag zu gestalten – verzichtet man hingegen darauf, ließe sich die Strecke noch mit der Runde durch den Südosten kombinieren.

Werbetafeln am Times Square.

2. Rundgang durch Midtown
Midtown, das Zentrum von Manhattan, bietet zweifellos die größte Dichte und vermutlich auch Anzahl an Sehenswürdigkeiten. Der Ausgangspunkt kann frei gewählt werden, wir entscheiden uns in diesem Beispiel für den Times Square, da die Auswahl an U-Bahn-Linien (1, 2, 3, 7, N, R, Q, W) hier am größten ist – und am Bryant Park, gleich nebenan, auch noch vier weitere (B, D, F, M) halten.

Den Times Square sowie die umliegenden Theater am Broadway besucht man natürlich am besten nach Anbruch der Dunkelheit, doch auch bei Tageslicht lohnt sich eine kleine Runde – nicht zuletzt, um den nicht nur sprichwörtlichen Tag-Nacht-Unterschied festzustellen.

Ein kleines Stück nördlich des Times Squares biegt man auf Höhe 47th Street gen Osten ab, um das Rockefeller Center anzusteuern. Der im Art-Deco-Stil gehaltene Wolkenkratzer ist mindestens ein Foto wert, aber auch die umliegenden Geschäfte (Saks Fifth Avenue) sowie die Radio City Music Hall darf man nicht verpassen.

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Mit dem Top of the Rock bietet das Center zudem den – neben dem One World Observatory – besten Ausblick auf die Stadt, inklusive des Central Parks. Über die Park Avenue erreicht man im Anschluss daran das Grand Central Terminal, einen der schönsten Bahnhöfe der Welt. Neben der Eingangshalle ist auch der kleine Market einen Besuch wert.

Vorbei am Chrysler Building – nicht verpassen! – geht es weiter zu den UN Headquarters, also dem Hauptquartier der Vereinten Nationen.

Auf Höhe der 34th Street biegt man nach Westen ab, um das Empire State Building anzusteuern; ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, das im modernen Hochhauswirrwarr fast ein bisschen unterzugehen droht. Auch hier gibt es ein Observation Deck, das für uns allerdings eher dritte Wahl ist. Wer noch viel Kraft und Zeit hat, könnte auf dem Weg dorthin auch noch einen Abstecher gen Süden zum Madison Square Park einlegen, wo das Flatiron Building steht.

Ansonsten spaziert man vorbei an Macy’s zum Bryant Park, in dem sich das schönste Gebäude der New York Public Library sowie im Winter ein toller Weihnachtsmarkt mit Ice Rink befinden. Dort, oder ein kleines Stück weiter westlich am Times Square, könnte man diese Runde dann auch beenden.

Einen kompletten Tag sollte man für Midtown definitiv einplanen. Auch wenn die Strecke nicht allzu weit aussieht, kommt man aufgrund des hohen Besucheraufkommens und zahlreicher Geschäfte häufig nur langsam voran.

Ice Rink im Central Park.

3. Rundgang im Norden
Um zwischendurch mal einen etwas „ruhigeren“ Tag einzulegen, ist man im Norden der Halbinsel genau richtig: Mit dem Central Park, diversen Museen, aber auch der beschaulicheren Upper West Side führt uns dieser Rundgang in die etwas weniger hektischen Stadtviertel.

Startpunkt für diese Route könnte die U-Bahn-Station 5 Avenue – 53th St (Linie E & M) gleich neben dem Moma (Museum of Modern Art) sein, aber auch das Rockefeller Center und dessen U-Bahn-Station sind nicht weit entfernt.

Von dort aus folgt man der 5th Avenue nach Norden, wo man zunächst den Trump Tower entdeckt: Früher nur ein etwas protziges Hochhaus, mit Marmor, kleinen Wasserfällen und angeblich viel Gold im Inneren, heute schwingt da natürlich noch etwas anderes mit – worauf auch die dichten Absperrungen rund um das Gebäude hinweisen. Wer trotzdem mal einen Blick hineinwerfen möchte – viel gibt es außer einem Starbucks nicht -, muss eine Sicherheitskontrolle über sich ergehen lassen.

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Auf Höhe der 59th Street lohnt sich der Abstecher nach Osten, wo man mit Bloomingdale’s das neben Macy’s wohl bekannteste Kaufhaus der Stadt trifft. Im Vergleich zu Macy’s gibt sich Bloomingdale’s äußerlich noch etwas traditioneller, innen ist die Auswahl aber einen Tick breiter gestreut.

An der Ecke von 5th Avenue und 59th Street beginnt zudem der Central Park, dem man einen Großteil der heutigen Aufmerksamkeit schenken sollte: Der Ice Rink im Winter, die Sportfelder im Sommer, der Bethesda Fountain, diverse Bögen und Wiesen, The Pond, The Lake und das Reservoir – eine so weitläufige Grünanlage findet man wohl in keiner anderen Großstadt.

Auch beim Met, dem Metropolitan Museum of Modern Art, und insbesondere beim architektonisch beeindruckenden Guggenheim Museum (88-89th Street) am Ostrand des Parks bzw. unmittelbar außerhalb sollte man unbedingt vorbeischauen.

Auf Höhe der 86th Street, am Rande des Reservoirs, bietet sich dann das Abbiegen gen Westen an: Folgt man der Straße bis Amsterdam Ave und Broadway erreicht man das Zentrum der Upper West Side, einem bevorzugten, aber noch recht „normal“ wirkenden Wohnviertel. Die ein oder andere Seitenstraße, aber auch manch ein Geschäft, ist einen näheren Blick wert.

Wahlweise folgt man im Anschluss dem Broadway bis zum Columbus Circle am Südwestende des Central Parks oder aber man besucht, vor allem bei schlechtem Wetter, das American Museum of Natural History zwischen 77th und 81st Street.

Der Zeitrahmen für diese Route lässt sich recht flexibel gestalten: Besichtigt man ein Museum, ist ein kompletter Tag durchaus realistisch, ansonsten kann auch etwas mehr als ein halber Tag ausreichen.

Park nahe der Brooklyn Heights.

4. Rundgang im Südosten bis Brooklyn
Die meisten Touristen schaffen es kaum mal aus Manhattan heraus und das ist angesichts der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten durchaus nachvollziehbar – zumal Queens oder die Bronx auch nicht allzu attraktiv sind. Brooklyn hingegen kann einen kurzen Abstecher wert sein, im Rahmen des folgenden Rundgangs.

Wir starten an New York City Hall (U-Bahn-Linien 4, 5, 6, R, W), wo sich auch das Woolworth Building und St. Paul’s Cathedral befinden. Die City Hall selbst kann nur im Rahmen recht seltener, geführter Touren besucht werden, weshalb sich höchstens noch der kleine Umweg zum South Street Seaport anbietet, einem kleinen, „historischen“ Pier mit ein paar Geschäften.

Danach geht es auf der beliebten Brooklyn Bridge über den East River. Schon auf dem Weg ins Nachbarviertel lassen sich tolle Fotos von der Skyline Manhattans schießen.

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Noch besser sieht es allerdings auf der anderen Seite aus: Folgt man der (ausgeschilderten) Brooklyn Heights Promenade gen Süden, hat man vor allem das One World Trade Center und die Hochhäuser in seiner unmittelbaren Umgebung bestens im Blick. Doch auch die Brooklyn Heights selbst sind sehenswert, wurden dort doch etliche alte Piers in moderne Grünanlagen und Sportparks umgebaut.

Auf Höhe der Atlantic Avenue (oder auch schon ein bisschen früher) biegt man gen Osten ab, bis man das recht „hippe“ Zentrum von Brooklyn erreicht. Sinnvoll ist es, sich hier recht frei und nach Belieben umzuschauen: Viele gewöhnliche Geschäfte (von H&M bis Macy’s) haben sich in der Fulton Street angesiedelt, interessanter sind jedoch die kleineren, überwiegend sehr schönen Seitenstraßen mit lokalen Shops und Imbissen.

Für die anschließende Rückkehr nach Manhattan ist die Nutzung der Subway zu empfehlen, beispielsweise die Linie R oder W bis Canal Street. (Alternativ könnte man natürlich auch morgens gleich nach Brooklyn fahren und dann zurück über die Brücke laufen.)

Von Canal Street aus dreht man eine Runde durch Chinatown und Little Italy, zwei noch recht authentisch wirkende, ethnische Viertel im Osten, um den Rundgang ausklingen zu lassen.

Der notwendige Zeitaufwand ist hier vor allem davon abhängig, wie ausgiebig man Brooklyn erkundet: Von einem halben bis zu einem ganzen Tag ist alles möglich.

Vessel bei blauem Himmel.

5. Der moderne Nordwesten
Das jüngste Stadtviertel von Manhattan steuert dieser Rundgang an: Die Hudson Yards mit ihren einzigartigen Bauwerken, aber auch den historischen, heute hippen Meatpacking District.

Die Route beginnt jedoch in den Hudson Yards, die gleichnamige U-Bahn-Station (34th St – Hudson Yards, Linie 7) befindet sich nebenan. Vorbei am obligatorischen Shopping Center sollte die erste Aufmerksamkeit The Vessel gelten, einem der wohl ungewöhnlichsten Kunst- und Bauwerke der Welt. Wer nicht anstehen möchte, um The Vessel zu erklimmen, reserviert Tickets im Voraus.

Vorbei an The Shed geht es über die High Line, eine in einen Spazierweg umgewandelte ehemalige Hochtrasse, gen Süden. Auf der High Line genießt man neben ein paar netten Ausblicken auf den „ehemaligen“ Meatpacking District (der Name gilt bis heute, der Inhalt nicht) vor allem die Ruhe von Ampeln und Straßenverkehr. Naja, ein bisschen zumindest.

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Kurz vor Ende der High Line nimmt man Exit 16h Street und steigt zum Chelsea Market hinab, einem ehemaligen Fabrikkomplex, der in den 90ern in ein hübsches, recht eigentümliches Center für kleine Shops und Imbisse umgewandelt wurde. Der Besuch lohnt sich, genauso wie eine nähere Erkundung von Chelsea mit seinen vielen kleinen Geschäften und Restaurants, die sich überwiegend in einstigen Fabrik- und Lagerhallen befinden.

Danach folgt man der Bleecker Street in Richtung Village, einem der schönsten Stadtviertel von New York, mit vielen kleinen bis mittelgroßen Wohnhäuschen wie man sie aus Filmen kennt. Nicht umsonst befinden sich hier unter anderem die Vorbilder für die Appartments aus Sex and the City und Friends.

Eine Verschnaufpause kann man im Washington Square Park einlegen – oder auch schon das Ende der Route einläuten. Hat man noch Kraft, bietet sich der Spaziergang gen Norden bis zum Union Square Park an (im Winter mit schönem Weihnachtsmarkt), vielleicht sogar bis zum Madison Square Park mit dem Flatiron Building, falls man es zuvor noch nicht gesehen hat. Andernfalls geht es mit einer der zahlreichen U-Bahnen von West 4th Street oder 8 Street Station zurück.

Einmal mehr ist die erforderliche Zeit von der Intensität des „freien Erkundens“ von Chelsea und Village abhängig. Ein halber Tag ist jedoch realistischer als ein ganzer.

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