Cathedral Gorge State Park

Einer der letzten Geheimtipps im Südwesten der USA...

Viele Geheimtipps findet man nicht mehr an der Westküste der Vereinigten Staaten – zu viele Touristen besuchen die Region Jahr für Jahr. Doch es gibt sie noch und der Cathedral Gorge State Park in Nevada ist so einer.

Obwohl sich die sehenswerte Felslandschaft nur gut zweieinhalb Stunden nördlich von Las Vegas befindet, trifft man hier deutlich weniger Besucher an als im Valley of Fire, Red Rock Canyon oder einem der großen National Parks der Umgebung…

Parkplatz im State Park.

Anfahrt & Routen

Der relativ niedrige Bekanntheitsgrad hat jedoch seinen Grund, der sich mit einem Blick auf die Karte schnell erklärt: Cathedral Gorge liegt im Grunde „mitten im Nichts“, abseits der üblichen Routen, weshalb auch die Übernachtungsmöglichkeiten enorm eingeschränkt sind.

Von Las Vegas aus geht es bei der Anfahrt zunächst ein kurzes Stück über die Interstate 15 nach Norden, bevor man auf den kleineren, aber gut zu befahrenden Highway 93 abfährt. Der führt einen über Crystal Springs auf einer Strecke von rund 250 km direkt in den State Park.

Denkbar ist also der Besuch in Form eines Tagesausflugs, aber auch die Weiterfahrt gen Osten ist möglich: Bis zum Zion National Park sind es über Highway 319 / 56 und die I-15 etwa 200 km, bis zum Bryce Canyon National Park knapp 300 km.

Einen Tag müsste man für den Abstecher also in jedem Falle nutzen.

Auf dem Juniper Loop im Cathedral Gorge.

Trails & Viewpoints

Aber: Der Aufwand lohnt sich, bietet der Cathedral Gorge State Park doch nicht nur eine gewisse Ruhe und Abgeschiedenheit, sondern auch tolle Ausblicke.

Seine Felslandschaft erinnert farblich an Bryce Canyon, liegt jedoch nicht in einem Tal, sondern türmt sich vor einem auf, was dem Ganzen einen doch etwas anderen Anstrich verleiht – der ein oder andere mag sich hier an die Wüstenplaneten aus Star Wars erinnert fühlen. Nevadas Film Office beschreibt die bislang erstaunlicherweise kaum genutzte Kulisse dann auch als „moonlike“.

Aufstieg zum Miller Viewpoint.

Die Orientierung im Park fällt denkbar simpel aus, gibt es doch lediglich zwei Straßen: Eine führt zum Parkplatz, die andere zum Campground. Die Entfernung zwischen Parkplatz und Campground ist jedoch so gering, dass man sämtliche Wanderwege von beiden Punkten aus starten könnte.

Bringt man nur wenig Zeit mit, gewinnt man auf dem kurzen Nature Trail einen guten Eindruck von der Umgebung, lohnenswerter ist jedoch der in etwa anderthalb Stunden zu schaffende Juniper Loop, dem man um einen Abstecher zum Miller Point bereichern kann – oben angekommen, wird man mit den besten Ausblicken auf die Felsen belohnt.

Ausblick vom Miller Point.

Sowohl der flache Rundweg als auch der kurze Aufstieg stellen Wanderer vor keine unüberwindbaren Hürden, auch Kinder und Erwachsene mit eher mäßiger Fitness stoßen hinsichtlich des Weges auf keine Probleme.

Einzig und allein die hohen Temperaturen im Sommer können in der Mittagszeit doch vom Wandern abhalten: Besser, auch mit Blick auf die Lichtverhältnisse, läuft es sich am frühen Morgen oder Abend.

Campground in Cathedral Gorge.

Schöner Campingplatz

Wie bereits angesprochen, gibt es im Cathedral Gorge State Park einen Campground – und sogar einen überraschend guten. Auch wenn man es angesichts der Abgeschiedenheit kaum glauben mag, verfügen die 22 RV-Stellplätze über Stromanschlüsse, auch Picknickbänke (mit Schatten und Grill) sowie Toiletten und Duschen sind vorhanden. So einen „Luxus“ findet man in den Parks im Südwesten bis heute nur selten.

Es gilt das Prinzip „First-Come, First-Served“, Reservierungen sind also nicht möglich. Aufgrund des geringen Besucheraufkommens sollte man allerdings bis auf ganz wenige Feiertagswochenenden derzeit noch immer einen Platz finden.

Die Gebühren für den Campingplatz belaufen sich aktuell auf 20$ pro Nacht, 30$ bei Nutzung des Stromanschlusses.

Felsen im Cathedral Gorge State Park.

Hotels & Motels

Schlechter sieht es mit Hotels und Motels in der Umgebung aus, denn nennenswerte Städte sind weit entfernt. Die beste Option stellt noch das Pine Tree Inn im winzigen Panaca nahe des Parkeingangs dar, dort findet man immerhin auch einen kleinen Supermarkt.

Weitere Motels findet man höchstens im etwas weiter südlich gelegenen Caliente, dort könnte das Shady Motel eine Option darstellen. Die meisten PKW-Reisenden werden aber wohl nach Las Vegas oder Springdale weiterfahren.

Weitere Felsen, angestrahlt von der Sonne.

Eintritt & Öffnungszeiten

Cathedral Gorge hat rund um die Uhr geöffnet und ist das gesamte Jahr über zugänglich – allein in den Sommermonaten kann die Hitze, wie oben bereits angesprochen, ein kleines Hindernis darstellen.

Bei der Einfahrt muss eine Entrance Fee in Höhe von derzeit 5$ pro Fahrzeug entrichtet werden. Da es keine Entrance Station gibt, hinterlegt man den Betrag selbst unter Angabe des eigenen Kennzeichens in einem Umschlag.

Ziele in der Umgebung:

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