CityCenter, Aria & The Shops at Crystals

Das Zentrum von Las Vegas - zumindest mit dem entsprechenden Budget ...

Über ein echtes Stadtzentrum – wie man es nicht zuletzt aus Europa kennt – verfügt Las Vegas (anders als etwa San Francisco oder San Diego) bekanntlich nicht. Warum also nicht einfach eins bauen? Das dachte sich offenbar die MGM-Gruppe, als sie von 2006 bis 2009 gemeinsam mit dem Investment-Unternehmen Dubai World das sogenannte CityCenter in der Mitte des Strips errichtete.

Die zentrale Lage war dann im Grunde aber auch das Einzige, das an ein „City Center“ erinnerte, und so hört die etwas schwer zu durchschauende Anlage mittlerweile folgerichtig auf den Namen Aria Campus. Sie besteht hauptsächlich aus mehreren Luxushotels sowie einer hochpreisigen Shopping-Mall – und zumindest in Letztere könnte man mal einen Blick geworfen haben.

Auf einen Blick: Ein Stadtzentrum ist der heutige Aria Campus bei Weitem nicht; mit seinen Shops at Crystals spricht er die Reichsten der Reichen an. Dennoch lohnt sich ein kurzer Besuch der Mall, zumal das zentral gelegene und dennoch einigermaßen bezahlbare Aria zu den besten Hotels am Strip von Las Vegas in Hinblick auf Preis/Leistung zählt.

Zeitaufwand: höchstens eine halbe Stunde
Öffnungszeiten: Shops zu den üblichen Zeiten, ab etwa 10 Uhr
Übernachtungen: ab ca. 250 € pro Nacht ($), dann eine gute Wahl

Unsere Einschätzung: einen kurzen Besuch kann man wagen.

Hotels: Aria, Vdara & Waldorf Astoria

Das wichtigste Hotel im CityCenter ist das Aria. Mit 4000 Zimmern ist es mit Abstand das größte – und zugleich auch die Unterkunft, die zunehmend in den Vordergrund der Anlage gerückt wird, nachdem sich die vermeintliche Funktion als Stadtzentrum nie etablieren konnte. „Aria Campus“ wurde also nicht umsonst als neuer Name gewählt.

Das Aria ist ein modernes, aber schönes Hotel, grob vergleichbar mit Cosmopolitan und Wynn, das neben dem üblichen Komfort vorrangig mit seiner recht entspannten Atmosphäre punktet. Zudem ist es das einzige Hotel im CityCenter, das über ein Casino verfügt; die anderen kommen überraschenderweise ohne aus.

Die Crystals von außen bei Nacht.

Zweitwichtigstes Hotel am Campus ist das Vdara, welches mit seinen 1500 Suiten wesentlich mehr an ein teures Apartmentgebäude erinnert – sucht man dort doch nicht nur das Casino, sondern mit einer einzigen Ausnahme auch Restaurants vergeblich.

An dritter Stelle folgt das Waldorf Astoria (vormals: Mandarin Oriental), ein 5-Sterne-Hotel, das zu den teuersten und besten am Strip (wenn nicht sogar in den gesamten USA) zählt. Dort findet man neben einer äußerst netten Poolanlage dann auch wieder allerlei Essgelegenheiten.

Ebenfalls noch zum Aria Campus zählen die Veer Towers, die allerdings nicht als klassisches Hotel fungieren, sondern Appartments anbieten – für alle, die es sich wirklich leisten können.

Das verlorene Hotel: The Harmon

Interessant ist die doch arg pannenreiche Entstehungsgeschichte der gesamten Anlage. Von 2009 bis 2015 gab es mit The Harmon nämlich ein weiteres Hotel, das 49 Stockwerke hoch werden sollte, dann aufgrund von Baumängeln auf 28 Etagen verkleinert wurde, um letzten Endes komplett abgerissen zu werden, ohne jemals eröffnet zu haben.

Auch das Vdara kämpfte anfangs mit allerlei Problem, fungierte die Fassade des Hotels aufgrund ihrer Verkleidung und Form unter bestimmten Bedingungen doch als Parabolspiegel und brachte so den Poolbereich mit extremen Temperaturen sprichwörtlich zum Kochen.

Selbst in Las Vegas ist es also gar nicht so einfach, mal eben ein neues Stadtzentrum aus dem Boden zu stampfen …

Die Shops at Crystals am Aria Campus von Las Vegas von innen.

The Shops at Crystals

Die Hotels am Aria Campus haben viel für ihre Gäste, jedoch erstaunlich wenig für alle anderen Urlauber zu bieten: Echte Attraktionen oder gar Sehenswürdigkeiten sucht man in ihrem Inneren vergeblich.

Das am häufigsten besuchte Bauwerk der Anlage sind daher The Shops at Crystals, eine mittelgroße Shopping Mall, in der sich im Grunde ausschließlich Luxus-Geschäfte befinden: Cartier, Dior, Gucci, Louis Vuitton, Prada, Tiffany, Versace und was sonst noch so richtig Geld kostet.

Eine kleine Runde durch das eher nüchtern gestaltete Einkaufszentrum lohnt sich aber auch ohne dicken Geldbeutel; allein schon um die Reinigungskräfte zu bestaunen, die einem sofort hinterherwischen, sobald man auch nur eines der Treppengeländer berührt.

Restaurants, Imbisse und Büfett

Das Büfett im Aria zählte gut zehn Jahre lang zu den besten der Stadt, bis es – wie so viele Büfetts in Las Vegas – im Zuge der Lockdowns von 2020 geschlossen und danach nie wieder eröffnet wurde.

Einen wirklichen Ersatz dafür gibt es nicht, allerdings findet man zumindest eine recht breite Auswahl an Restaurants und Imbissen im Aria und am Aria Campus. Wer nur einen kleinen Snack sucht, wird in der Pizzeria „Pizzaoki“ und im „Sea Breeze Cafe“ fündig. Wer mehr Zeit und Budget mitbringt, könnte unter anderem das mexikanische Restaurant „Javier’s“, das asiatische „Din Tai Fung“ oder die französische „Bardot Brasserie“ besuchen.

Das Aria-Hotel in Las Vegas mit dem Cosmopolitan im Hintergrund.

Im Aria übernachten?

Kann man es sich leisten, ist man im Waldorf Astoria ($) natürlich bestens aufgehoben.

Mit einem „typischen“ Budget dürfte jedoch das Aria ($) und das Vdara ($) die sinnvollere Option darstellen – und noch dazu eine überaus gute. Denn trotz der perfekten Lage, komfortabler Zimmer (im Aria: 48 m² und aufwärts) und ordentlicher Pools kann man hier selbst in der Hauptsaison mitunter ab 250 € pro Nacht unterkommen.

Für Familien interessant: Im Vdara verfügen die Zimmer – ausnahmslos Suiten – über Küchenzeilen, sodass man sich zumindest teilweise günstig selbst verpflegen könnte, wenn man das denn möchte. Darüber hinaus fallen die Übernachtungspreise oft einen Tick niedriger als nebenan aus. Allein zum Strip sind es ein paar Meter mehr.

Parken am Aria Campus

Die Suche nach einem Parkplatz am CityCenter gestaltet sich ein wenig verwirrend, da jedes Hotel über seine eigenen Parkmöglichkeiten verfügt. Möchte man sein Auto im Parkhaus des Aria abstellen, erfolgt die Anfahrt über den Strip: Zwischen Crystals und Waldorf Astoria fährt man auf das Campus-Gelände und folgt dort den Self-Parking-Schildern.

Das Parkhaus des Vdara hingegen befindet sich in der West Harmon Avenue, einer Seitenstraße des Strips, sodass man die Anfahrt über selbigen vermeiden kann.

Kostenlos ist das Parken an Aria und Vdara leider nicht mehr; pauschal 20 $ pro Tag werden für Hotelgäste im Jahr 2025 fällig.

Auswahl an Hotels in Las Vegas

  • ($) Luxor, am Rande gelegen, dafür spannend und günstig
  • ($) The Linq, bestes Budget-Hotel im Zentrum des Strips
  • ($) Paris, gehobenes Niveau, dennoch oft günstig und sehr zentral
  • ($) Bellagio, ein Hauch von Luxus zu häufig relativ fairen Preisen
  • ($) The Venetian, beste Wahl mit ausschließlich tollen Suiten

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