Delicate Arch Trail

Neben der Wanderung durch den Devils Garden ist der Delicate Arch Trail im Arches National Park mit das Beste, was man im Südwesten der USA nur unternehmen kann. Der vor allem bei Sonnenuntergang sehr beliebte Steinbogen lockt nicht nur in der Hauptsaison täglich hunderte Besucher an, was jedoch seinen Grund hat: Einen so grazilen, freistehenden Bogen findet man in dieser Größe kein zweites Mal.

Delicate Arch Viewpoint

Infos & Eckdaten

Entfernung: Etwa 5 km hin und zurück, was nicht nach viel klingt – die etwa 150 Höhenmeter haben es jedoch in sich.

Zeitaufwand: Gut zwei Stunden bei guter Konstitution und nicht zu hohen Temperaturen, sonst sind drei Stunden durchaus realistisch.

Schwierigkeitsgrad: 150 Höhenmeter klingt auf den ersten Blick nicht viel und eigentlich ist es das auch nicht, denn der Weg führt weitgehend gradlinig auf einigermaßen glatten Felsen nach oben. Klettern muss man nicht und auch mit Höhenangst stellt der Weg kein Problem dar, denn direkt am Abgrund geht man im Grunde nie.

Aber: Es gibt bis kurz vor Schluss weit und breit quasi keinen Schatten, sodass die Anstrengungen bei den von Mai bis September üblichen Temperaturen jenseits der 30° C enorm sind. Und auch bei Regen steigt der Schwierigkeitsgrad des Trails enorm, dann werden die Felsen schnell glitschig.

Unter normalen Umständen ist der Delicate Arch Trail jedoch selbst ein für einigermaßen geübte Familien mit Kindern machbarer Weg.

Beste Besuchszeit: Abends, kurz vor beziehungsweise zum Sonnenuntergang.

Besucheraufkommen: Morgens gering, spätestens gegen Vormittag in der Hauptsaison jedoch enorm. Selbst in der Mittagshitze stapfen dann hunderte hier unentwegt nach oben. Zum Sonnenuntergang hin wird es nicht besser, der Parkplatz ist häufig überfüllt.

Trailhead: Am großen Parkplatz bei Wolfe Ranch. Er befindet sich auf etwas mehr als halber Strecke zwischen der Ausfahrt zu den Windows und dem Fiery Furnace, von der Hauptstraße biegt man nach rechts (Osten) ab, nicht zu übersehen!

WCs: Gibt es am Trailhead Parking Lot, allerdings ohne fließendes Wasser.

Vorbereitungen: Im Sommer tagsüber genügend zu trinken mitnehmen! Ist es heiß und brennt die Sonne, sind zwei Liter pro Person häufig gerade so genug. Außerdem auf das Wetter achten, denn bei Regen macht die Wanderung nur wenig Spaß, bei Gewitter wird sie sogar gefährlich – denn unterstellen kann man sich nirgendwo und auf der weiten Fläche bergauf läuft man sehr exponiert.

Viewpoint: Wer die Wanderung scheut, kann auf den Viewpoint ausweichen, der einem den 18 Meter hohen Delicate Arch aus allerdings fast einem Kilometer entfernt zeigt.

Um den Viewpoint zu erreichen, fährt man auf der Stichstraße bei Wolfe Ranch weiter nach Osten (also geradeaus) und stellt dann nach knapp 2 km sein Auto ab. WCs sind hier ebenfalls vorhanden und auch dieser Parkplatz ist häufig gut gefüllt.

(Theoretisch kann man den Viewpoint Parking Lot auch als Ausgangspunkt für eine Wanderung wählen, wenn der Trailhead-Parkplatz überfüllt ist. Aufgrund der zusätzlichen 3-4 km Strecke jedoch nur in absoluten Ausnahmefällen zu empfehlen.)

Delicate Arch Trail

Delicate Arch Trail: Die Wanderung

Vom Trailhead geht es zunächst auf einem recht ebenen, wenn auch mitunter sandigem Weg voran. Hier unten überquert man unter anderem eine kleine Brücke, im Frühling sowie nach starken Regenfällen mag man sogar etwas Wasser antreffen.

Danach passiert man die dem Parkplatz den Namen gegebene Wolfe Ranch, eine kleine Hütte, sowie das Rock Art Panel mit ein paar Petroglyphs, auf die man einen Blick werfen kann.

Anschließend beginnt der Schwierigkeitsgrad ein wenig anzusteigen, geht es doch über die ersten Hügel zum Teil in kleinen Schlangenlinien nach oben.

Delicate Arch Wanderung

Hat man die Hügel überquert, sieht man bereits fast den gesamten Rest des Trails vor sich: Schnurstracks geradeaus auf offener Fläche die Felsen hinauf. Kein schwieriger Weg, denn verlaufen kann man sich nicht und der Boden ist einigermaßen eben, aber außer ein paar ganz vereinzelten Sträuchern gibt es hier keinen Schatten. Es ist das mit Abstand längste Stück dieser Wanderung.

Oben angekommen, geht es noch ein Stückchen weiter zwischen Felsen und nun auch ein paar mehr Büschen hindurch, der Weg wird hier wieder deutlich sandiger.

Zum Abschluss folgt ein kurzer Abschnitt, noch einmal stark bergauf, bei dem sich Wanderer mit starker Höhenangst auf der Felsseite halten sollten – es geht nicht tief bergab, aber schon ein wenig.

Und dann ist es geschafft: Hinter einer letzten Kurve tut sich der Delicate Arch am Ende des Trails vor einem auf. Ein Dutzend Fotos schießen…

Delicate Arch

… und dann den ganzen Weg wieder nach unten pilgern. Im Sommer stellt man sich in der Mittagszeit am besten vor der besagten letzten Kurve oder unter einem Busch oben kurz in den Schatten, um sich ein wenig abzukühlen, denn auch der Weg bergab ist dann durchaus anstrengend.

Und jetzt?
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