Devils Garden Trail

Der Devils Garden Trail im Arches National Park zählt zu den zehn schönsten Wanderungen, die man im Südwesten der USA unternehmen kann. Er führt auf seiner Strecke zu insgesamt sieben verschiedenen Steinbögen und erlaubt somit den größten Einblick in die Schönheiten dieses weltweit einmaligen Parkgebiets.

Die komplette Runde setzt sich aus dem weitgehend auf festem Untergrund zu laufenden Main Trail sowie dem mit viel Sand und ein wenig Kraxelei verbundenen Primitive Trail zusammen. Letzteren kann man theoretisch auch auslassen, müsste dann aber den Hauptweg auch wieder zurückgehen und würde dabei einige sehenswerte Ausblicke sowie den Private Arch verpassen.

Arches Trail Markierung

Infos & Eckdaten

Entfernung: knapp 12 km für den gesamten Rundweg, knapp 7 km bei Verzicht auf den Primitive Trail

Zeitaufwand: gut fünf Stunden für die komplette Runde, etwa zweieinhalb Stunden für den Hauptweg

Schwierigkeitsgrad: Der Hauptweg ist nicht einfach, wird aber täglich von hunderten Besuchern (inklusive vieler Familien) problemlos bewältigt, nennenswerte Hindernisse gibt es nicht. Der Nebenweg ist anstrengender, auf ein paar zu überquerende Felsen kommt man am besten auf allen vieren und einige Stellen des Weges sind recht schmal, für halbwegs geübte Wanderer aber bestens machbar. Tipp: Einfacher ist es, gegen den Uhrzeigersinn zu laufen!

Beste Besuchszeit: Morgens. Nicht nur wegen des mittags sehr großen Andrangs und der von Mai bis September häufig hohen Temperaturen, sondern auch wegen des Lichts. Die besten Fotos gelingen deutlich vor der Mittagszeit.

Besucheraufkommen: Vom Parkplatz über Tunnel Arch und Pine Tree Arch bis Landscape Arch ist „Touristenautobahn“. Zwischen 10 und 16 Uhr in der Hauptsaison oft ein Gedränge wie am Grand Canyon South Rim oder im Yosemite National Park. Auch auf dem Main-Teil des Devils Garden Trails ist das Besucheraufkommen noch hoch, während auf dem Primitive-Abschnitt ruhiger wird – dort sieht man zumindest in den Morgenstunden im besten Fall nur alle 10 bis 20 Minuten mal andere Wanderer.

Trailhead: Am gleichnamigen Parkplatz in der Devils Garden Area, ganz am Ende der Straße, die in Arches hineinführt – nicht weit vom Campground entfernt. Der Parkplatz ist groß, in der Mittagszeit nicht nur an Wochenenden jedoch häufig überfüllt. Dann Wartezeit einplanen!

WCs: Gibt es am Trailhead Parking Lot, fließendes Wasser ist vorhanden.

Vorbereitungen: Genügend zu trinken mitnehmen! Beginnt man morgens bei Temperaturen unter 20° C, sollten 1,5 bis 2 Liter pro Person das Minimum darstellen. Startet man später und erwartet Höchsttemperaturen von 25° C oder mehr, ist die doppelte Menge sinnvoll.

Außerdem vorab einen Blick auf den Wetterbericht werfen, denn bei Regen werden Teile des Wegs sehr rutschig und bei Gewitter steht man häufig komplett exponiert auf offener Fläche – nur bei gutem (und gut bleibendem) Wetter starten!

Devils Garden Trail

Devils Garden Trail: Beschreibung

Wir beginnen den Devils Garden Trail am Trailhead Parking Lot. Am Auto gut mit Sonnencreme einreiben, die Wasservorräte kontrollieren und dann geht es los! (Okay, wir schauen auch noch einmal beim WC vorbei, nur zur Sicherheit.)

Auf dem befestigten Main Trail geht es nur ein kurzes Stück geradeaus, bevor ein Side Trail nach rechts abbiegt und uns auf kurzer Strecke zum Tunnel Arch sowie zum Pine Tree Arch führt. Vor allem der klobige Tunnel Arch gibt in den Morgenstunden großartige Fotos ab.

Arches National Park

Danach wieder zurück auf den Hauptweg, dem wir nun weiter bis zum Landscape Arch folgen – neben Delicate der wohl bekannteste und am häufigsten fotografierte Bogen des National Parks. Der Untergrund wird hier bereits ein bisschen sandiger, was jedoch kein Problem darstellt.

Arches National Park

Würde man auf den Nebenweg verzichten, ginge es nun weiter vorwärts. Wir kehren jedoch um und biegen dann auf den unscheinbar wirkenden, jedoch klar markierten Primitive Trail ab. Der Boden wird hier gleich, geradezu demonstrativ, deutlich sandiger und etwas schmaler, was das Laufen anstrengender macht.

Primitive Trail

Knapp die Hälfte dieses Abschnitts geht es auf mehr oder weniger ebener Fläche mit nur kleinen Biegungen geradeaus, bevor dann in der zweiten Hälfte der tatsächlich etwas schwierige Pfad beginnt.

Der Weg schlängelt sich nun stärker, führt über Felsen, von denen man zwei, drei am besten auf allen vieren bewältigt, und lässt einen auf recht schmalen Trittflächen nahe des „Abgrunds“ gehen. (Auch wenn der bei Weitem nicht so steil und tief ist wie in Zion oder Bryce Canyon mitunter.)

Arches National Park

Als Belohnung wartet gegen Ende dieser schönen, leicht herausfordernden Runde links der Private Arch auf uns.

Private Arch Foto

Danach stoßen wir auf den Double O Arch und somit wieder auf den Hauptweg. Rechts könnte man noch Dark Angel, eine Felsnadel, aufsuchen.

Double O Arch Foto

Über den Main Trail geht es dann zurück in Richtung Parking Lot. Auch hier muss man ein paar Felsen überqueren und sollte nicht unter extremer Höhenangst leiden, doch die Anstrengungen gestalten sich nun deutlich geringer als zuvor.

Arches National Park

Kurz vor dem Ende des Loops geht rechts, von uns aus gesehen, noch einmal ein Seitenweg ab, der zu Partition Arch und Navajo Arch führt. Nach zwei Fotos (oder auch ein paar mehr) kehren wir auf den nun schon wieder deutlich belebteren Devils Garden Trail zurück und schleppen uns die letzte Strecke vorbei am Landscape Arch zurück zum Parkplatz.

Navajo Arch

Kein einfacher Wanderweg, vor allem von Juni bis September, aber die gebotenen An- und Ausblicke zusammen mit den geschossenen Fotos machen ihn zu einem der schönsten und am besten in Erinnerung bleibenden.

Und jetzt?
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