Einreisebestimmungen für die USA

Die Einreisebestimmungen für die USA sind für die meisten EU-Europäer im Grunde einigermaßen simpel und sorgen dennoch immer wieder für Verwirrung – über die Jahre hinweg hat es so viele verschiedene Formulare und Veränderungen gegeben, dass man schon mal den Überblick verlieren kann.

Aber es muss nicht kompliziert sein: Hier lesen Sie, wie einfach in den meisten Fällen die aktuellen Einreisebestimmungen eigentlich sind, wenn man sich im Voraus rechtzeitig um die notwendigen Unterlagen kümmert und nicht bis zur allerletzten Sekunde mit ESTA, Reisepässen & Co. wartet!

Einreisebestimmungen USA Bild

Einreisebestimmungen: Visum oder Pass?

Visum: Deutsche Staatsbürger benötigen – wie die meisten Europäer – für einen Urlaub in den USA, der weniger als 90 Tage dauert, kein Visum, da sie an dem Visa Waiver Program teilnehmen.

Ein Visum ist nur dann erforderlich, wenn Sie länger als 90 Tage bleiben möchten, in den USA studieren beziehungsweise arbeiten wollen oder wenn Ihnen in der Vergangenheit schon einmal die Einreise im Rahmen des besagten Visa Waiver Programs verweigert wurde.

In diesem Fall müssen Sie sich vorab an eine US-amerikanische Botschaft wenden.

Maschinenlesbarer Reisepass: Für die Einreise reicht ein gewöhnlicher, inzwischen immer mit einem biometrischen Foto ausgestatteter Reisepass aus. Vorläufige Reisepässe und Personalausweise werden weder von der Airline bei der Abreise noch in den USA an der Immigration akzeptiert.

Wichtig: Auch Kinder und Babys benötigen einen eigenen Reisepass! Der Reisepass muss zudem mindestens bis zum Ende ihres Aufenthalts gültig sein.

ESTA

Weitere Voraussetzung ist ein genehmigter ESTA-Antrag, den man gegen einen geringen Preis (derzeit 14$ pro Person) online ausfüllen kann und der einem die Einreise in die USA für zwei Jahre ermöglicht. Eine Kreditkarte wird für den ESTA-Antrag vorausgesetzt, nach dem Ausfüllen erhält man die Bestätigung oft sofort, manchmal können allerdings auch ein paar Stunden oder Tage vergehen.

Im Herbst 2014 und 2015 wurde ESTA übrigens jeweils aktualisiert und erweitert, neue Fragen beziehen sich unter anderem auf die Namen der Eltern des Reisenden, auf die eigene Anschrift im Heimatland, auf eine Kontaktperson für den Notfall und auf die gegenwärtige berufliche Situation. Als Aufenthaltsort im Urlaub gibt man stets das erste Hotel an. Bereits ausgestellte ESTAs behalten (im Rahmen ihrer Laufzeit) allerdings weiterhin ihre Gültigkeit.

Wichtig: Ein erfolgreicher ESTA-Antrag bedeutet nicht, dass Sie definitiv in die USA einreisen dürfen – das entscheidet immer noch der Immigration Officer vor Ort.

Bei der Einreise auf dem Land- oder Wasserweg ist ein ESTA übrigens nicht erforderlich, man braucht es nur für Flüge. Außerdem ist es – anders als früher – nicht mehr notwendig, die Bestätigung auszudrucken und zum Flughafen mitzubringen; die Daten werden längst online abgeglichen.

Weitere Daten & Formulare

APIS / Secure Flight: Darüber hinaus benötigt die Fluggesellschaft genaue Informationen über die eigene Person, darunter beispielweise den kompletten Namen (inklusive sämtlicher Vornamen!) wie er auch im Reisepass steht. Geburtsdatum, Geschlecht und so weiter müssen ebenfalls übereinstimmen. Wenn Sie die Informationen bei der Buchung exakt angeben, brauchen Sie dabei allerdings keine Probleme zu befürchten.

Reiseplanung: Ausgedruckt für die Einreise bereithalten sollte man eine grobe Reiseplanung, die etwa Hotelbuchungen und Rückflugtickets enthalten kann, auch wenn solche Unterlagen (“Itinerary”) nur sehr selten angefordert werden. Hin und wieder erkundigt sich der Officer bei der Einreise doch danach.

Weitere Formulare: In der Regel im Flugzeug schließlich erhält man ein kleines Formular bezüglich etwaiger zu verzollender Waren und weiterer Informationen über die eigene Person. Alle Reisende müssen diese ausfüllen, auch wenn Sie überall “nein” ankreuzen.

Schalterhalle Flughafen USA

Immigration: Point of Entry

In den USA angekommen, muss man sich zunächst einmal in der Immigration-Schlange anstellen, mehr oder weniger freundliches Personal teilt einem dort einen Platz zu.

Die Erfahrungen mit Immigration Officers variieren stark, aber natürlich sollte man sich immer respektvoll verhalten und sämtliche Anweisungen peinlichst genau beachten. Fotos zum Beispiel sind aus nachvollziehbaren Gründen strikt verboten.

Warten Sie in der Schlange zudem hinter der weißen Linie, die auf dem Boden zu finden ist und treten Sie nur vor, wenn der Immigration Officer Sie auffordert!

Familien dürfen üblicherweise gemeinsam vortreten, nicht verheiratete Paare hingegen kommen getrennt voneinander an die Reihe. Zu den üblichen Fragen zählt der Grund des Aufenthalts (meistens “Travel”), die Länge des Aufenthalts und die Frage, wann man zuletzt in den USA war. Hin und wieder fordert der Immigration Officer einen auch dazu auf, die Reiseunterlagen oder sogar Geld / Kreditkarten / Schecks vorzuzeigen, bevor er seinen Stempel in den Pass drückt.

Auch wenn man vereinzelt Horrorgeschichten über die Einreise in die USA hört: Sofern man die Bestimmungen genau beachtet, stößt man in der Regel auf keine Schwierigkeiten. Allein die Freundlichkeit der Immigration Officer lässt mitunter zu wünschen übrig, allerdings ist das vielleicht auch verständlich, wenn man Tag für Tag tausende Touristen und Geschäftsreisende wie am Fließband abfertigen muss.

Weitere aktuelle Infos zu den Einreisebestimmungen der USA finden Sie auch beim Auswärtigen Amt.