Einreisebestimmungen für die USA

Alles über Reisepass, Esta und Immigration - so geht es schnell und sicher!

Die Einreisebestimmungen für die USA sind für die meisten Europäer aus der EU im Grunde äußerst simpel und sorgen dennoch immer wieder für Verwirrung – über die Jahre hinweg hat es so viele verschiedene Formulare und Veränderungen gegeben, dass man schon mal den Überblick verlieren kann.

Aber es muss nicht kompliziert sein: Hier lesen Sie, wie einfach in den meisten Fällen die aktuellen Einreisebestimmungen eigentlich sind, wenn man sich im Voraus rechtzeitig um die notwendigen Unterlagen kümmert und nicht bis zur allerletzten Sekunde mit ESTA, Reisepässen & Co. wartet!

Lufthansa Jumbo (Boeing 747-800) in Frankfurt

Einreisebestimmungen: Reicht der Reisepass?

Visum: Deutsche Staatsbürger benötigen – wie die meisten Europäer – für einen Urlaub in den USA, der weniger als 90 Tage dauert, kein Visum, da sie am Visa Waiver Program teilnehmen.

Ein Visum ist nur erforderlich, wenn man länger als 90 Tage bleiben möchte, in den USA studieren bzw. ein Stelle annehmen wird oder wenn einem in der Vergangenheit schon einmal die Einreise im Rahmen des besagten Visa Waiver Programs verweigert wurde. In diesen Fällen muss man sich vorab an eine US-amerikanische Botschaft wenden.

Alle anderen hingegen nehmen „automatisch“ am Visa Waiver Program teil und müssen lediglich am Point of Entry – dazu gleich noch mehr – den Grund ihres Besuchs entsprechend angeben.

Maschinenlesbarer Reisepass: Für die Einreise reicht ein gewöhnlicher, inzwischen immer mit einem biometrischen Foto ausgestatteter Reisepass aus, der so genannte e-Pass. Ganz wichtig: Auch Kinder und Babys benötigen einen eigenen, maschinenlesbaren Reisepass!

Vorläufige Reisepässe und Personalausweise werden weder von der Airline bei der Abreise noch in den USA an der Immigration akzeptiert. Der Reisepass muss zudem mindestens bis zum Ende des Aufenthalts gültig sein.

US-Dollar mit Reisepass

ESTA: Pflicht vor dem Abflug!

Weitere Voraussetzung ist ein genehmigter ESTA-Antrag, den man gegen einen geringen Preis (derzeit 14$ pro Person) online ausfüllen kann und der einem die Einreise in die USA für zwei Jahre ermöglicht. Eine Kreditkarte wird für den Antrag vorausgesetzt, nach dem Ausfüllen erhält man die Bestätigung in der Regel nicht mehr sofort, sondern erst nach einigen Stunden bis hin zu wenigen Tagen.

In den vergangenen Jahren wurde der ESTA-Antrag mehrfach aktualisiert und erweitert, neue Fragen beziehen sich unter anderem auf die Namen der Eltern des Reisenden, auf die eigene Anschrift im Heimatland, auf eine Kontaktperson für den Notfall und auf die gegenwärtige berufliche Situation. Als Aufenthaltsort im Urlaub gibt man stets das erste Hotel an, inklusive Adresse.

Bereits ausgestellte ESTAs behalten (im Rahmen ihrer Laufzeit) allerdings weiterhin ihre Gültigkeit, auch wenn sich der Antrag in der Zwischenzeit ändert.

Wichtig: Eine erfolgreiche ESTA bedeutet nicht, dass man definitiv in die USA einreisen darf – das entscheidet immer noch der Immigration Officer vor Ort. Die Genehmigung bezieht sich lediglich auf die „Teilnahme“ am Flug.

Bei der Einreise auf dem Land- oder Wasserweg ist eine ESTA übrigens nicht erforderlich, man braucht es tatsächlich nur für Flüge. Außerdem ist es nicht mehr notwendig, die Bestätigung auszudrucken und zum Flughafen mitzubringen; die Daten werden längst online abgeglichen.

Flughafen Chicago O'Hare

Weitere Daten & Formulare

APIS / Secure Flight: Darüber hinaus benötigt die Fluggesellschaft ganz genaue Informationen über die eigene Person, darunter beispielweise den kompletten Namen (inklusive sämtlicher Vornamen) wie er auch im Reisepass steht. Geburtsdatum, Geschlecht und so weiter müssen ebenfalls übereinstimmen. Wenn Sie die Informationen bei der Buchung exakt angeben, brauchen Sie dabei allerdings keine Probleme zu befürchten.

Reiseplanung: Ausgedruckt für die Einreise bereithalten könnte man eine grobe Reiseplanung, die etwa Hotelbuchungen und Rückflugtickets enthalten kann, auch wenn solche Unterlagen („Itinerary“) nur selten angefordert werden. Hin und wieder erkundigt sich der Officer bei der Einreise doch danach, insbesondere bei jungen Reisenden.

Weitere Formulare: Das Zollformular I-94 muss seit einigen Jahre nicht mehr im Flugzeug ausgefüllt werden, stattdessen beantwortet man die Fragen nach der Ankunft – dazu gleich mehr.

Flughafeflughafen-usa-terminal

Immigration: Point of Entry

In den USA gelandet, verlässt man das Flugzeug möglichst zügig, um im besten Fall zumindest 100-200 andere Einreisende hinter sich zu lassen. Die Schlangen an der Immigration bzw. dem Point of Entry sind üblicherweise lang und Wartezeiten von bis zu zwei Stunden keine Ausnahme.

Am Flughafen wird man automatisch zur Grenzkontrolle geschleust, mittlerweile allerdings nicht mehr direkt zum Schalter, sondern zunächst zu einem Automaten. Dort scannt man seinen Reisepass und seine Fingerabdrücke, lässt ein Foto von sich aufnehmen und beantwortet die zuvor angesprochenen Zoll- und Einreisefragen der Marke: „Planen Sie, in den USA ein Verbrechen zu begehen?“

Familien können entweder mehrere Automaten nutzen oder aber an einem Automaten nacheinander mehrere Passagiere eingeben – ersteres geht schneller, letzteres wird vermutlich von den „Anweisern“ vor Ort bevorzugt.

Tipp: Wer schon mit seinem aktuellen ESTA in die USA eingereist ist, darf häufig die Schlange der Einheimischen nutzen, in der es deutlich schneller vorangeht als in der reinen Besucherschlange. Achten Sie auf die Stichworte First-Time ESTA und Second-Time / Returning. In der letztgenannten „Line“ kann man im besten Fall durchaus ein bis zwei Stunden Wartezeit sparen.

USA Südwesten: Städte & National Parks von Kalifornien bis Utah

  • Tipps zur Reiseplanung von der Buchung bis zum Abflug
  • Komplette Routenvorschläge für zwei, drei und vier Wochen
  • Alles über Los Angeles, San Francisco, Las Vegas & San Diego
  • Trails & Viewpoints in National Parks, National Monument & State Park
  • Praxisnah und aktuell, erhältlich als Buch und eBook

So oder so landet man letzten Endes bei einem Immigration Officer, mit denen die Erfahrungen stark variieren: Manche sind gesprächig, aber effizient, andere wortkarg, schwer zu verstehen und stellen mitunter seltsam erscheinende Fragen.

Unabhängig davon sollte man sich natürlich immer respektvoll verhalten und sämtliche Anweisungen peinlichst genau beachten. Fotos zum Beispiel sind aus nachvollziehbaren Gründen strikt verboten. Warten Sie in der Schlange zudem hinter der weißen Linie, die auf dem Boden zu finden ist und treten Sie nur vor, wenn der Immigration Officer Sie auffordert!

Familien dürfen gemeinsam vortreten, nicht verheiratete Paare hingegen kommen getrennt voneinander an die Reihe. Zu den üblichen Fragen zählt der Grund des Aufenthalts (meistens „vacation“), die Länge des Aufenthalts und die Frage, wann man zuletzt in den USA war. Hin und wieder fordert der Immigration Officer einen auch dazu auf, die Reiseunterlagen oder sogar Geld oder Kreditkarten vorzuzeigen, bevor er seinen Stempel in den Pass drückt.

Auch wenn man Horrorgeschichten über die Einreise in die USA hört: Sofern man die Bestimmungen genau beachtet, stößt man in der Regel auf keine Schwierigkeiten. Allein die Freundlichkeit der Immigration Officer lässt mitunter zu wünschen übrig, allerdings ist das vielleicht auch verständlich, wenn man Tag für Tag tausende Reisende wie am Fließband abfertigen muss.

Da sich die Einreisebestimmungen für die USA jederzeit ändern können, informieren Sie sich bitte auch aktuell beim Auswärtigen Amt – unsere Angaben sind ohne Gewähr.

Lesen Sie auch

Close