Einwegmiete USA: Tipps & Empfehlungen

Wer eine Reise durch den Südwesten oder entlang der Westküste der USA plant, wird schnell feststellen, dass es eine recht reizvolle Überlegung sein kann, den Urlaub nicht am gleichen Ort zu beginnen und zu beenden, sondern zwei unterschiedliche Städte für die Ankunft und den Abflug zu wählen, was die Routenplanung mitunter vereinfacht.

Mit der Einwegmiete verbunden ist jedoch meist ein Preisaufschlag, den man in vielen Fällen für Mietwagen oder sein Wohnmobil zahlen muss und dessen Höhe oft nicht ohne ist. Lesen Sie hier, was es damit auf sich hat, wann es sich lohnt und was man bedenken sollte!

Typischer Mietwagen in den USA

Wo fällt die Einwegmiete an?

Eine Einwegmiete ist die Abgabe eine Mietfahrzeugs an einem anderen Ort als dem Ort der Übergabe.

Also: Wenn man seinen Mietwagen in Los Angeles am Flughafen übernimmt, am Ende der Reise jedoch am Airport von Las Vegas wieder abgeben will, dann handelt es sich um eine Einwegmiete, für die man in der Regel extra zahlen muss.

Hintergrund ist, dass der Mietwagenverleih theoretisch das Fahrzeug nach der Abgabe wieder an seine ursprüngliche Station zurück überführen muss, auch wenn das in der Praxis nicht immer geschieht.

Das Gemeine: Sucht man online nach einem Mietwagen, ist die zusätzliche Gebühr üblicherweise nicht im angezeigten Preis enthalten, sondern versteckt sich stattdessen im Kleingedruckten, das man erst auf den zweiten Blick zu Gesicht bekommt. Gemein, weil die Gebühr es in sich hat: 300$ bis 500$ stellen selbst zwischen zwei benachbarten Bundesstaaten häufig die Regel dar, bei größeren Entfernungen können sogar noch höhere Kosten fällig werden.

Bis vor einigen Jahren entfiel der Aufpreis zwischen manchen Bundesstaaten – etwa zwischen Kalifornien, Nevada und Arizona -, doch mittlerweile sind nahezu alle Mietwagenanbieter dazu übergegangen, diese Ausnahmen zu streichen. Nur bei der Übernahme und Rückgabe im gleichen Bundesstaat, also zum Beispiel bei der Übernahme in Los Angeles und der Rückgabe in San Francisco, wird meistens noch auf die Gebühr verzichtet.

Weil die Verleihe ihre Mietbedingungen häufig ändern und die Umstände variieren können, lässt sich leider keine pauschale Aussage darüber treffen, bei wem und zwischen welchen Stationen die Einwegmiete nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Hier hilft nur der Vergleich und das genaue Lesen des Kleingedruckten, denn auch Angaben wie „kostenlos zwischen Kalifornien und Nevada, ausgenommen Los Angeles, San Francisco und Las Vegas“ sind leider nicht unüblich…

Route 3 Wochen durch den Südwesten der USA Bild

Wann lohnt sie sich?

Dennoch kann sich die Einwegmiete unter Umständen selbst dann lohnen, wenn man 300$ bis 500$ extra dafür zahlen muss.

Das klassische Beispiel ist die Fahrt entlang der Westküste, die im Norden in Seattle startet und einen bis Los Angeles oder sogar San Diego führen soll. Da diese Strecke mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist und das Landesinnere von Oregon und Washington auf einer möglichen Rückfahrt doch einen Tick weniger bietet als die Küstenregion, ist es hier häufig sinnvoll, seine Route nicht als Rundreise, sondern eben als Einwegstrecke zu planen.

Doch auch im Südwesten gibt es einige denkbare Konstellationen, bei den die Einwegmiete sinnvoll sein kann. Etwa dann, wenn die für die Reise zur Verfügung stehende Zeit sehr knapp ist (zwei Wochen oder weniger), wenn Teile einer möglichen Route aufgrund der Jahreszeit gesperrt sind (wie etwa beim Yosemite National Park) oder wenn man eine zweite, dritte oder vierte Reise in die Region übernimmt und ein, zwei Streckenabschnitte schlichtweg auslassen will, weil man sie bereits auswendig kennt.

USA Südwesten: Städte & National Parks von Kalifornien bis Utah

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Natürlich wollen Kosten und Nutzen dabei abgewogen werden. Nehmen wir mal an, Sie möchten in den Osterferien eine Reise durch den Südwesten unternehmen. Sie starten zunächst in San Francisco, fahren dann über den Highway 1 nach Los Angeles weiter, bevor es in den Osten nach Arizona und anschließend nach Las Vegas geht.

Eine typische Route für eine Rundreise würde einen danach durch das Death Valley zum Yosemite und vielleicht zum Sequoia National Park führen, deren Zugänglichkeit im April jedoch noch stark eingeschränkt sein kann, weshalb Sie die beiden Parks aus Ihrer Planung ausklammern.

Nun stehen Sie vor der Wahl: Am Ende der Reise zwei, drei Tage ohne viel Sehenswertes auf dem Weg nach San Francisco zurückfahren? Oder die Reise in Las Vegas enden lassen und die Gebühr für die Einwegmiete schlucken? In den meisten Fällen dürfte Letzteres die bessere Option darstellen, da die zusätzlichen Fahrt- und Übernachtungskosten höher sind als die Gebühr.

Beachten muss man schließlich jedoch auch noch die Flugkosten, da die Preise für einen Gabelflug – also wiederum zum Beispiel mit Ankunft in San Francisco und Abflug in Las Vegas – unter Umständen etwas höher sein können als für einen klassischen Round-Trip.

Wer lange genug sucht, findet aber in der Regel auch etwa gleich teure Flüge.

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