Goblin Valley State Park

Ein kleiner Geheimtipp zwischen Captiol Reef und Arches

Das Goblin Valley ist ein kleiner, aber sehr außergewöhnlicher State Park – und zugleich einer der letzten Geheimtipps im Südwesten der USA. Beeindruckend sind seine Steingebilde, die an Pilze oder – wie der Name schon sagt – Kobolde erinnern und in dieser Form wohl nicht nur an der Westküste, sondern weltweit einmalig sind.

Goblin Valley State Park Reiseführer

Lage & Anfahrt

Der Goblin Valley State Park liegt im südöstlichen Utah, nahe der Kleinstadt Hanksville, an Highway 24. Er kann im Grunde nur auf dem Weg vom Capitol Reef National Park nach Moab (mit dem Arches sowie dem Canyonlands National Park) sinnvoll in eine Route eingebunden werden, da auf dieser Strecke stets eben jener Highway 24 genutzt wird.

Die Anfahrt erfolgt über die Temple Mt Road, die etwa 35 km nördlich von Hanksville von Highway 24 gen Westen abzweigt und zur Goblin Valley Road führt. Die kleinen Straßen befinden sich in einem guten Zustand und sind daher für Mietwagen wie Wohnmobile problemlos zu befahren, dennoch sollte man für die knapp 20 km lange Strecke mindestens eine halbe Stunde Zeit einplanen.

Im Park angekommen, trifft man das ganze Jahr über auf ein kleines Visitor Center mit Infomaterial und überraschenderweise – anders als etwa im Valley of Fire – trotz der Abgelegenheit auch stets auf festes Personal. Mehrere Picknickbänke mit tollem Blick aufs Tal laden zudem nach der Anfahrt zu einer verdienten Verschnaufpause ein.

Eine optimale Besuchszeit für das Tal kann man nur schwer nennen, da die Lage einen Besuch in den frühen Morgen- oder Abendstunden in der Regel schwierig gestaltet. Grundsätzlich aber sehen die Kobolde kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang noch einen Tick imposanter und mysteriöser aus, wenn Sie vom Sonnenlicht schräg angestrahlt werden und lange Schatten werfen.

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Trails & Viewpoints

Das Goblin Valley lebt natürlich in erster Linie von seinen tollen Ausblicken, allerdings gibt es auch zwei, drei kleine Wanderwege, die tiefere Einblicke in den State Park erlauben und vom „Haupttal“ in zwei weitere Täler führen. Die Ausschilderung lässt dabei allerdings ein wenig zu wünschen übrig, die Ranger vor Ort oder die Mitnahme einer Broschüre können helfen.

Von den markierten Wegen sind vor allem der Carmel Canyon Loop sowie der Entrada Canyon Trail eine Überlegung wert – ersterer knapp 2,5 km lang, zweiterer gut 5 km. Auch bei hohen Temperaturen in der Regel zu schaffen!

Darüber hinaus sollte man vom Viewpoint am Parkplatz auf eigene Faust eine kleine Runde durch mindestens das erste Tal drehen, um die Kobolde nicht nur vom Aussichtspunkt aus der Ferne, sondern auch aus der Nähe zu bestaunen. Belässt man es bei den Ausblicken und diesem kleinen Rundgang, hat man in ein, zwei Stunden im Grunde auch schon alles gesehen.

Wirklich eine Empfehlung ist der State Park daher nicht zuletzt dann wert, wenn man auf dem Weg vom Capitol Reef nach Moab oder zurück noch Zeit übrig hat, die es zu füllen gilt – oder wenn die etwas umständliche Anfahrt einen nicht stört. Die wundersamen Felsformationen an sich sind den Besuch zweifellos wert!

Ein Kobold Felsen im Tal

Camping im Goblin Valley

Etwas anders gestaltet sich die Situation, wenn man direkt am Tal übernachten möchte, denn der dortige Campground kann sich wirklich sehen lassen. Schöne Stellplätze, Trinkwasser, Grills, moderne Toiletten und sogar warme Duschen sowie eine Dump Station sind vorhanden – eine überraschend umfangreiche Ausstattung!

14 Stellplätze für Wohnmobile gibt es, die Kosten belaufen sich (inklusive der Park Entrance Fee in Höhe von 15$) derzeit auf 30$ die Nacht. Reservierungen sind online etwa vier Monate im Voraus möglich.

Zu bedenken ist, dass es hier in den Sommermonaten extrem heiß werden kann, weit und breit aber kaum Schatten zu finden ist. Dafür ermöglicht es eine Übernachtung auf dem Campground, die Kobolde problemlos am frühen Morgen oder am Abend bei Anbruch der Dämmerung zu besuchen.

Andere Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe existieren leider nicht, Mietwagenreisende müssen gen Süden bis Hanksville und in Richtung Nordwesten im Grunde schon bis Moab fahren, um ganz brauchbar unterzukommen.

Aber wie schon gesagt: Die Anblicke belohnen einen für die Umstände!

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