Wie man gute Urlaubsfotos schießt

Einige der schönsten Erinnerungen an eine gelungene Reise sind natürlich die Urlaubsfotos – leider kann dabei aber auch heute noch einiges schiefgehen, denn trotz moderner Technik ist ein Bild schnell mal verwackelt, schlecht belichtet oder ganz einfach nur langweilig arrangiert.

Damit Sie von Ihrer Reise an die Westküste der USA gute Fotos mit nach Hause bringen, haben wir hier einige Tipps für Sie zusammengestellt und beantworten auch die Frage, ob man heutzutage noch Digitalkamera und einen Camcorder braucht oder ob Smartphone und Tablet nicht ausreichen.

Gute Urlaubsfotos Bild

Die richtige Ausrüstung

Die besten Fotos lassen sich weiterhin mit einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) machen, die ein großes, lichtstarkes Objektiv mit sich bringt und viele Einstellungsmöglichkeiten bietet.

Wenn Sie häufiger fotografieren, ist die Anschaffung trotz des relativ hohen Preises gegenüber herkömmlichen Digitalkameras eine Überlegung wert. Nachteil einer Spiegelreflexkamera ist allerdings, dass sie recht schwer und sperrig ist.

Digitale Kompaktkameras und inbesondere die so genannten Bridge-Kameras sind für Urlaubsfotos eine gute Alternative, wenn diese über ein gutes Objektiv verfügen und man auf einige Einstellungen verzichten kann.

Auch Smartphone und Tablets stellen mittlerweile aufgrund grundsätzlich brauchbarer Bildqualität eine Option dar, Smartphones bringen zudem den großen Vorteil mit sich, dass sie verdammt handlich sind und in jede Hosentasche passen. Allerdings machen auch die besten Smartphones bei schwächeren Lichtverhältnissen schnell schlapp, weil die winzige Linse und der kleine Sensor schlichtweg kein besseres Bild fabrizieren können.

Wenn Sie zu einer Spiegelreflexkamera greifen, ist auch ein Stativ sehr sinnvoll – zum einen für etwaige Nachtaufnahmen, die ohne Stativ leicht verwackeln, zum anderen für Fotos, auf denen alle Mitreisende zu sehen sein sollen. In touristisch gut besuchten Gebieten wie dem Grand Canyon oder dem Bryce Canyon wird sich zwar immer jemand finden, der einen gerne fotografiert, aber an abgelegeneren Orten trifft man unter Umständen stundenlang auf keine Menschenseele und dann ist ein Stativ sehr nützlich.

Tolle Nachtaufnahmen kann man zum Beispiel auf den Twin Peaks oder an der Golden Gate Bridge in San Francisco machen, sehr empfehlen können wir auch den berühmten Blick über Los Angeles vom Griffith Observatory aus.

Gute Urlaubsfotos Bild

Kamerafunktionen beherrschen

Machen Sie sich mit Ihrer Kamera bereits vor der Reise vertraut und testen Sie verschiedene Einstellungen durch. Nichts ist ärgerlicher, als während der Wanderung durch bizarre Wüstenlandschaften nur mit den Kameraeinstellungen beschäftigt zu sein oder womöglich erst am Abend festzustellen, dass die Hälfte der Urlaubsfotos nichts geworden sind.

Guter Bildaufbau und Motivwahl

  • Planen Sie etwas Zeit für Ihre Urlaubsfotos ein. Suchen Sie sich interessante Motive, auch abseits der üblichen Foto-Spots. Die Golden Gate Bridge wurde wahrscheinlich schon tausendfach fotografiert, aber mit einem kalifornischen Eichhörnchen im Vordergrund wird Ihr Bild gleich zu etwas ganz Besonderem.
  • Achten Sie bei der Motivwahl auf eine stimmige Bildkomposition. Ein gutes Foto hat einen Vordergrund – fotografieren Sie nicht einfach nur den Grand Canyon, sondern suchen Sie sich einen Rahmen für Ihr Hauptmotiv, etwa einen Baum oder einen hervorstehenden Felsen.
  • Überlegen Sie sich, welche Wirkung Sie mit Ihrem Urlaubsfoto erzielen wollen! Die eindrucksvolle Größe der Mammutbäume im Sequoia National Park kommt auf einem Foto nur dann zur Geltung, wenn Sie als Vergleichsobjekt eine Person mit auf das Bild stellen. Ohne Vergleich verpufft der Effekt völlig.
  • Versuchen Sie, den sogenannten „Goldenen Schnitt“ bzw. die „Drittel-Regel“ in Ihr Bild einzubauen. Nach dieser Regel wird das Bild gedanklich in neun Teile geschnitten und wichtige Bildelemente werden an den vier Schnittpunkten positioniert. Platzieren Sie Horizontlinien möglichst etwas unterhalb oder oberhalb der Bildmitte, um mehr Spannung in Ihr Urlaubsfoto zu bringen.
Gute Urlaubsfotos Bild

Was man noch beachten sollte

Fotografier-Verbote: Nicht überall ist das Fotografieren erlaubt. Gerade in Las Vegas kann es einem im Bereich der Spielautomaten passieren, dass man von Aufpassern am Knipsen gehindert wird, da dort offiziell überwiegend Film- und Fotografierverbot herrscht. In den restlichen Bereichen der Hotels und dem Strip ist das Fotografieren jedoch problemlos möglich.

Stromversorgung: Vergessen Sie nicht, einen Reisestecker für Ihr Akku-Ladegerät einzuplanen! Oft empfiehlt es sich auch, einen zusätzlichen Akku mitzunehmen, damit man immer mit einem frisch aufgeladenen Akku in den nächsten Tag starten kann. Testen Sie die Akkulaufzeit im Voraus!

Auch mal eine Pause machen: Wenn Sie im Urlaub sind und es so viel zu sehen gibt, wollen Sie natürlich alles festhalten und keinen Schnappschuss verpassen. Vergessen Sie aber nicht, die Kamera auch mal zur Seite zu legen und das Erlebnis USA zu genießen! Auf der Jagd nach schönen Urlaubsfotos kann es sonst schnell mal passieren, dass Sie die Sehenswürdigkeiten nur noch durch die Kameralinse betrachten und erst beim Bilderanschauen am Abend so richtig wahrnehmen, wo Sie eigentlich unterwegs waren.

Gute Urlaubsfotos Bild

Urlaubsfotos sicher speichern

Bei einem drei- bis vierwöchtigen USA-Trip kommen schnell über tausend Urlaubsfotos zusammen. Diese lassen sich meistens nicht mehr alle auf der Speicherkarte unterbringen, müssen also ausgelagert werden.

Dafür verwendet man üblicherweise einen Laptop und, zur Sicherheit, noch eine externe Festplatte, um zwei Kopien aller Fotos und Videos anlegen zu können. Die Festplatte kann man problemlos im Rucksack oder sogar in einer Tasche mit sich tragen, wenn man den Laptop im Auto oder Wohnmobil lassen muss.

Darüber hinaus wäre es eine Überlegung wert, seine Fotos und Videos in der Cloud zu sichern, wofür sich in erster Linie Google Photos und Flickr anbieten. Bei beiden Anbietern kann man problemlos einstellen, dass die Fotos nur für den Besitzer (also Sie!) sichtbar sind und nicht von anderen Nutzern betrachtet werden können.

Dennoch sollte man sich die Datenschutzerklärungen natürlich einmal näher angucken – und eine schnelle Internetverbindung braucht es zum Upload der Aufnahmen auch. In manchen Hotels und Motels problemlos möglich, in anderen hingegen kaum.

Lesen Sie auch