Der Indian Summer in den USA: Wann und wo er am schönsten ist!

Der Nordosten der USA kann es in Hinblick auf Abwechslung und Schönheit nicht ganz mit dem Südwesten und für viele auch nicht mit dem Nordwesten des Landes aufnehmen – mit einer Ausnahme: Im Indian Summer erstrahlt ausgerechnet diese, von Urlaubern oft so schnell abgetane Ecke der Vereinigten Staaten Jahr für Jahr in den schönsten Farben und lockt Millionen von Besuchern an.

Doch wann, wie und wo ist der Indian Summer am schönsten? Lesen Sie hier alles Wissenswerte über diese „fünfte“ Jahreszeit!

Indian Summer Foto

Was ist der Indian Summer?

Der Indian Summer bezeichnet grundsätzlich eine Warmwetterperiode im Nordosten der Vereinigten Staaten, die meteorologisch in den Herbst des Jahres fällt – ansatzweise vergleichbar mit dem deutschen Altweibersommer. Offiziell wertet man Temperaturen ab 21 Grad Celsius, häufig bereits auf einen ersten Frost folgend, als Teil dieser „Jahreszeit“, deren Wortherkunft ungeklärt ist.

Die am häufigsten gehörte Theorie, die Ihnen auch in den USA überwiegend nahegelegt wird, ist, dass die Indianer beziehungsweise die nordamerikanischen Ureinwohner diese Phase des Jahres üblicherweise nutzten, um genügend Nahrung für den daran anschließenden, kalten Winter zu ernten. Verbreitet war der Begriff bereits im 18. Jahrhundert.

Der Hauptunterschied des nordostamerikanischen Indian Summers zum deutschen Altweibersommer sind die oft über einen langen Zeitraum recht hohen Temperaturen und das damit in Verbindung stehende tolle Farbenspiel der Natur.



Booking.com

Während in Deutschland in den letzten Jahren aufgrund von Wetterextremen der Herbst mitunter beinahe übersprungen wurde und die Bäume ihre Blätter in kürzester Zeit abwarfen, zieht sich die Verwandlung der Natur vom Grünen über das Gelbe bis ins Rotbraune hier häufig über mindestens zwei Monate hin – was in entsprechend farbenfrohen Anblicken resultiert.

Doch auch abseits von den prächtigen Farben stellt dieser Zeitraum eine sehr gute Gelegenheit für eine Reise in die nordöstlichen USA dar, sorgen die Temperaturen doch für ein sehr angenehmes Erkunden großen Städte wie Boston, New York und ihrer Umgebung.

Boston im Herbst: Foto

Wann und wo?

Da diese „fünfte Jahreszeit“ enorm vom Wetter abhängig ist, gibt es naturgemäß keinen exakten Zeitrahmen, in dem sie stattfindet. Die besten Chancen haben Sie jedoch im Zeitraum von Mitte September bis Mitte November, je nach Lage können Sie aber auch schon ab Ende August und bis Ende November Glück haben.

Aus nachvollziehbaren Gründen sind Beginn und Ende des Indian Summers in erster Linie von der Lage der Stadt und Region abhängig, die Sie besuchen wollen: Grundsätzlich beginnt und endet das Farbenspiel im Norden früher und im Süden später.

Üblicherweise spätestens Anfang September beginnen die Verfärbungen der Blätter bereits in Kanada, dann arbeitet sich der Spätsommer langsam gen Süden über die Staaten Neuenglands vor – in erster Linie ist er in Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut anzutreffen, aber auch in New York und etwas weiter im Landesinneren bis hin zu den Großen Seen kann man noch Glück haben. Hauptsaison, wenn man so will, ist auf jeden Fall der Oktober, in dem man fast jedes Jahr das erhoffte Farbenspiel zu Gesicht bekommt.

Häufig gewählter Ausgangspunkt für eine US-Rundreise während des Indian Summers ist Boston, von wo aus sich in der Regel eine flexible Route entlang der Küste Neuenglands und in ein paar Parks, Gebirge und Wälder empfiehlt. Camden Hills und Baxter State Park sowie die White Mountains sind beispielsweise sehr zu empfehlen.

Das könnte Sie auch interessieren

Lesen Sie mehr über die Reiseplanung für die USA oder über den Nordosten der USA!

Bildnachweise (von oben nach unten): Kimberly Vardeman (CC BY 2.0), Maxim Trudolubov (CC BY 2.0)

Close