Motels und Hotels im Voraus buchen?

Bei einer Rundreise durch die USA stellt sich oft die Frage, ob man seine Motels und Hotels im Voraus von zu Hause aus buchen oder sich lieber alle Optionen offen halten sollte.

Was genau spricht für das Vorbuchen, was für die Flexibilität, wie gestalten sich die Preise dabei – und ist es überhaupt noch möglich, in der Hauptsaison überall spontan eine Unterkunft zu finden, ohne Unsummen ausgeben zu müssen?

Lesen Sie im Folgenden, welche Vor- und welche Nachteile die beiden unterschiedlichen Ansätze mit sich bringen und welcher Weg für Ihre Reise vielleicht der bessere ist!

Pro: Hotels im Voraus buchen

Mehr Sicherheit: Der offensichtlichste Grund für Vorbuchungen ist natürlich die Gewissheit, ein hoffentlich gutes Zimmer in einer schönen Lage zu bekommen. Mit Vorbuchungen kann man ganz genau den Ablauf seiner Rundreise durchplanen, schon zu Hause Anfahrtswege und Verbindungen checken, sich Karten des Umfelds ausdrucken.

Es ist ein beruhigendes Gefühl, beim Aufwachen zu wissen, dass man auch am Abend wieder ein gutes Bett haben wird. Oder überhaupt ein Bett.

Bessere Angebote: Früherbucherrabatte gibt es, wie der Name schon sagt, nur für Frühbucher. Besonders, wenn man eher teure Hotels für seine Rundreise wählt, lohnt es sich, schon mehrere Monate im Voraus regelmäßig nach Angeboten zu suchen und Preise verschiedener Hotels untereinander zu vergleichen.

Hier lässt sich oft ein kostenloses Frühstück herausschlagen, ab einem Aufenthalt von drei Tagen gibt es mitunter sogar eine komplette Nacht umsonst. Wartet man hingegen mit der Buchung bis kurz vor der Ankunft, kann sich der Preis deutlich erhöhen.

Zeit sparen: Natürlich verschlingt die tägliche Suche nach dem nächsten Hotel auch mehr Zeit. Man muss unter Umständen herumtelefonieren oder E-Mails schreiben, verschiedene Hotels durchprobieren und eventuell sogar seine Tagesplanung entsprechend anpassen – das kostet Nerven.

Motel San Simeon Lodge USA

Pro: Spontan suchen

Mehr Flexibilität: Der mit Abstand wichtigste Vorteil beim Verzicht auf das Vorbuchen von Hotels ist die viel größere Freiheit. Wenn es einem in einer Gegend so gut gefällt, dass man gerne etwas länger bleiben möchte, kann man das problemlos tun – gefällt es einem irgendwo nicht, lässt man einfach eine Übernachtung aus und fährt direkt weiter.

Das geht mit im Voraus gebuchten Hotels, die mitunter auch schon vorab bezahlt werden müssen, in der Regel nicht; eine Cancellation muss meistens, wenn sie überhaupt möglich ist, ein paar Tage im Voraus erfolgen. Und es hat natürlich auch etwas von Abenteuer, morgens nicht zu wissen, wo man abends einschläft.

Bessere Preise vor Ort: Frühbucherangebote bekommt man während seiner US-Rundreise natürlich nicht mehr, dafür kann es aber vorkommen, dass insbesondere Motels ihre Preise der jeweiligen Buchungssituation anpassen und bei schlechter Auslastung senken. Auf der anderen Seite kann es aber natürlich auch passieren, dass die Tagespreise höher sind, wenn es denn überhaupt noch Zimmer gibt. Glückssache.

Hotels erst angucken: Gerade bei preiswerten Motels ist es kein zu unterschätzender Vorteil, sich die jeweilige Lokalität und vielleicht sogar ein Zimmer direkt vor Ort angucken zu können. Auch wenn es im Internet inzwischen viele gute Hotelbewertungsseiten gibt, kann sich die Situation jederzeit ändern oder ein Teil der Zimmer schlichtweg schlechter sein als versprochen.

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Hotels im Voraus buchen: Ja oder nein?

Unsere Empfehlung fällt dennoch eindeutig aus: Wenn Ihre Rundreise durch die USA in der Hauptsaison stattfindet, sollten Sie unbedingt alle Motels und Hotels in den großen Städten sowie an touristischen Zentren (National Parks!) im Voraus buchen – alles andere verursacht nur unnötig Stress und Probleme.

In der Nebensaison können abenteuerlustige Reisende auf die Vorbuchungen verzichten, sollten aber davon ausgehen, damit nicht unbedingt Geld zu sparen.

Und Ihnen muss klar sein, das es besonders um die National Parks herum immer voll ist, da Übernachtungsmöglichkeiten dort oft enorm limitiert sind.

Wenn Sie mit dem Wohnmobil durch den Westen der USA fahren, können Sie sich etwas mehr Freiheit gönnen: Gute Campingplätze außerhalb der National Parks gibt es fast immer auch spontan und in den Parks gilt zumindest auf kleineren Campgrounds ohnehin noch oft die Regel: „First come, first serve“.

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