Petrified Forest National Park

Der Petrified Forest National Park im Osten Arizonas ist auf den ersten Blick ein doch etwas unscheinbar wirkendes Naturschutzgebiet: Ein versteinerter Wald – ist das wirklich sehenswert? Und tatsächlich kann man darüber durchaus geteilter Meinung sein, doch ein Besuch lohnt sich trotzdem, weil der National Park mehr zu bieten hat, als sein Name allein zunächst vermuten lässt.

Was das ist, welche Trails und Viewpoints Sie nicht verpassen dürfen, wie es mit Lodging sowie Campgrounds aussieht und wie viel Zeit man für einen Besuch einplanen muss, lesen Sie hier!

Petrified Wood

Orientierung

Der Petrified Forest National Park liegt am Ostrand des zentralen Arizonas, etwa 180 Kilometer östlich von Flagstaff, das häufig bei einem Besuch des Grand Canyons für Übernachtungen genutzt wird.

Dennoch lässt sich der Park besser erreichen, als man vielleicht vermuten mag, befindet er sich doch fast direkt an der bestens ausgebauten und schnell zu befahrenden Interstate 40, die quer durch die gesamten USA führt. Sinnvoll lässt sich ein Besuch bei einer Südwestreise mit der Weiterfahrt zum Canyon de Chelly National Monument und dann in den Südosten Utahs verbinden.

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Zwei Eingänge führen in den Park: Im Süden geht es von Highway 180 aus hinein, während man im Norden direkt von eben jener Interstate 40 abfährt. Auf beiden Seiten findet man eine Anlaufstelle für Besucher; im Norden das Painted Desert Visitor Center und im Süden das Rainbow Forest Museum. Da die Straße komplett und ohne größere Abzweigungen durch das komplette Parkgebiet hindurchführt, werden üblicherweise beide Eingänge genutzt – einer für die Einfahrt und der andere für die Ausfahrt.

Painted Desert im Petrified Forest

Wie die Namen der Besucherzentren schon erahnen lassen, kann man das Parkgebiet darüber hinaus grob in zwei Abschnitte unterteilen. Die nördliche Region zählt zu dem Painted Desert, das mit „bunten Felsen“ aufwartet, die aus vielen unterschiedlichen Gesteinsschichten bestehen, während im südlichen Gebiet der versteinerte Wald zu finden ist – die Überreste zig Millionen Jahre alter Baumstämme, die eine schlichtweg unvorstellbare Zeit auf diesem Planeten hinter sich gebracht haben.

Der Ablauf des Besuchs des Petrified Forest lässt sich natürlich variabel gestalten. Grundsätzlich ist es aber im Rahmen einer typischen Route sinnvoll, im Süden in den National Park hineinzufahren und ihn im Norden wieder zu verlassen. Dabei gilt es die Lichtverhältnisse zu bedenken: Weil die Sonne im Sommer, also in der Hauptsaison, recht hoch steht und sehr grell wirkt, sollte vor allem das Painted Desert, wenn möglich, am Vormittag oder am späten Nachmittag besucht werden, nicht jedoch in der Mittagszeit.

Sinnvoll wäre es daher, die Anfahrt beispielsweise so zu legen, dass man kurz nach Mittag (trotz zu erwartender großer Hitze) den Süden des Parks erreicht, sich die Überreste des versteinerten Walds anguckt und dann weiter nach Norden fährt, um gegen Nachmittag das Painted Desert zu erreichen.

Painted Desert Holbrook

Trails & Viewpoints

Bleiben wir bei dieser Fahrtrichtung, empfiehlt sich zunächst ein Besuch des Rainbow Forest Museums im Süden, um das hier Vorzufindende zumindest im Ansatz einordnen zu können. Denn, um ehrlich zu sein: Man sieht den Stämmen und Stümpfen ihr Alter kaum an und kann sich Zeiträume von Millionen Jahren beim besten Willen schlichtweg nicht ausmalen. Ein wenig „Bildung“ vorab schadet also nicht, um das Sehenswerte auf den kurzen Trails zum Giant Log, zu den Long Logs oder durch den Crystal Forst (alle maximal 1-2 km lang) im Ansatz einordnen zu können.

Erste Einblicke ins Painted Desert erhält man dann auf etwa halber Strecke durch den Park auf dem Blue Mesa Trail (2 km), in dem die unterschiedlichen Gesteinsschichten der hiesigen Felsen bereits bestens zu erkennen sind. Auch Newspaper Rock, einmal mehr mit Petroglyphs, und Puerco Pueblo, die Überreste eines mehr als 600 Jahre alten Hauses, können einen kurzen Blick wert sein.

Den Löwenanteil seiner Zeit sollte man jedoch für das Hauptgebiet des Painted Deserts einplanen, das man entlang einer kleinen Runde der Straße nördlich von Interstate 40 findet. Chinde Point, Kachina Point und Tawa Point heißen nur einige der für Fotos und Ausblicke äußerst lohnenswerten Viewpoints, auch der 2 km kurze Painted Desert Rim Trail von Tawa bis Kachina Point ist ein Muss. Die üblichen Picknickbänke laden zudem zu einer längeren Verschnaufpause vor dem tollen Panorama ein.

Painted Desert Ausblick

Hotels, Motels & Camping

Im Petrified Forest National Park selbst gibt es weder einen Campground noch Lodges, was hier jedoch zum Glück kein großes Problem darstellt.

Gut 30 km westlich des Parks findet man an der Kreuzung von Interstate 40 und Highway 180 das kleine Städtchen Holbrook, das mit zahlreichen Motels, Hotels, Campgrounds, Imbissen und sogar einem großen Safeway-Supermarkt aufwartet – und das alles zu recht fairen Preisen, was nicht zuletzt dem doch vergleichsweise geringen Besucheraufkommen zu verdanken sein dürfte.

Globetrotter Lodge

Sehr gut und trotzdem günstig ist zum Beispiel die Globetrotter Lodge, aber auch die hiesigen Filialen der großen Ketten wie etwa die Travelodge Holbrook können sich sehen lassen.

Camper hingegen kommen bestens auf dem schönen KOA Holbrook unter, Stellplätze mit Full Hook-Up und üblicher Ausstattung gibt es ab etwa 35$ die Nacht. Alternativ kann aber auch die Weiterfahrt zum schon erwähnten Canyon de Chelly National Monument eine Überlegung sein, wo sich ein ebenfalls sehr schöner Campground befindet.

  • Eintritt: 10$ pro Fahrzeug
  • Öffnungszeiten: täglich von etwa 7 bis 19 Uhr
  • National Park Pass: gültig
  • Wandern: nur wenige, kurze Wege
  • Zugänglichkeit: für PKW und RVs problemlos
  • Zeitaufwand: etwa ein halber Tag
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