Point Reyes National Seashore

Während wir in Europa mit Erholungsgebieten in den Großstädten oder ihrer unmittelbaren Umgebung weitgehend verwöhnt sind, sieht es in den USA trotz der unendlichen Weiten des Landes oft anders aus – und so ist es ganz und gar nicht ungewöhnlich, dass die Einheimischen durchaus mal fünfzig, hundert oder noch mehr Kilometer fahren, um einen mehr oder weniger simplen Spaziergang zu machen.

Eines dieser Naherholungsgebiete, eines der schönsten, ist die Point Reyes National Seashore, in die es vor allem an den Wochenenden von Frühling bis Herbst regelrecht Scharen von Besuchern aus San Francisco und Umgebung zieht.

Point Reyes National Seashore

Über Point Reyes

Bei Point Reyes handelt es sich um ein recht ungewöhnliches Naturschutzgebiet an der Küste, dessen Geologie – wie so vieles hier in der Region – von den Verschiebungen der Erdplatten geprägt ist, die dort aneinanderstoßen. Neben der bekannten San-Andreas-Verwerfung, der man auf einer Rundreise im Südwesten des Öfteren begegnen kann und die man hier auf dem „Earthquake Trail“ antrifft, ist vor allem die Form der Küstenlinie interessant.

Point Reyes National Seashore

Im Süden der dreieckförmigen Halbinsel befinden sich Hügel von über 400 Metern Höhe, im Norden locken der knapp 20 km (!) lange Strand und die ins Meer hineinragende Spitze, der eigentliche Point Reyes, wo natürlich ein Leuchtturm nicht fehlen darf.

Aber auch Tier- und Pflanzenlieberhaber kommen auf den mehr als 250 km langen Wanderwegen auf ihre Kosten, Letztere aufgrund des ausgeglichenen Klimas in der Region sogar im Grunde das ganze Jahr über.

Point Reyes National Seashore

Anfahrt & Besuch

Vom Zentrum San Francisco aus sind es etwa 75 Kilometer, was je nach Verkehrslage jedoch durchaus bis zu zwei Stunden Fahrzeit bedeuten kann. Üblicherweise fährt man, vom Stadtzentrum aus kommend, zunächst über die Golden Gate Bridge und biegt dann hinter Marin City nach Westen auf Highway 1 ab, der einen in der Nähe der Küste zu dem Naturschutzgebiet führt.

Es gibt mehrere Einfahrten in das Parkgebiet sowie insgesamt sage und schreibe drei Visitor Center; üblicherweise nutzt man hinter Point Reyes Station den Sir Francis Drake Boulevard, der auf der in den Pazifik hereinragenden Spitze der Halbinsel endet. Hier findet man neben dem besagten Leuchtturm auch den ein oder anderen Viewpoint, unter anderem auf Drakes Bay mit ihrem beeindruckenden Strand, während die meisten Wanderwege vom Bear Valley Visitor Center im Südteil der Halbinsel aus zugänglich sind.

Point Reyes National Seashore

Der Zeitaufwand für einen Besuch von Point Reyes ist relativ offen: Will man „nur“ einen sehenswerten Ausblick von der Spitze der Halbinsel, lässt sich das Ganze in zwei bis drei Stunden durchaus schaffen. Möchte man hingegen noch wandern, kann man einen halben Tag hier prima verbringen – selbst gegen einen ganzen Tag spricht nicht viel, ein gewisses Interesse am Wandern und an der Natur vorausgesetzt.

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Für alle Besucher sehr sehenswert sind die Alamere Falls, ein Wasserfall, der, ähnlich wie die McWay Falls im Julia Pfeiffer Burns State Park, fast direkt ins Meer mündet. Leider ist der Wasserfall mangels befestigtem Weg nicht ganz einfach zu erreichen: Der National Park Service empfiehlt, nur bei Ebbe vom Wildcat Campground im Süden des Parkgebiets etwa eine Meile gen Süden zu gehen, um die Alamere Falls zu erreichen.

Wichtig: Meiden Sie die Wochenenden! Besser ist der Besuch von Montag bis Donnerstag, vormittags ist man dann auf vielen Trails sogar beinahe alleine, ab dem späten Nachmittag wird es im Sommer aber auch unter der Woche voller.

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