25. Tag: Über die Canyonlands nach Moab

Einmal mehr tolle Ausblicke - und leider volle Parkplätze...

Fragt man uns nach unserem Lieblingspark in den USA, erhält man vermutlich jeden Tag eine andere Antwort – je nachdem, wo wir uns gerade befinden. Mit etwas Abstand sind wir uns allerdings doch ziemlich sicher, dass an Arches und den Canyonlands nichts vorbeikommt.

Vor allem der Canyonlands National Park begeistert uns bei jedem Besuch mit seinen großartigen Wanderwegen, die in der Regel leichte Kletter- bzw. Kraxelei erfordern, mit seinen atemraubenden Ausblicken auf Felsen und Canyons sowie mit diesem Hauch von Ruhe, von dem Gefühl, tatsächlich die Natur zu erkunden, die vielen anderen Parks mittlerweile ein wenig abgeht.

Noch ein Ausblick auf den Island in the Sky District.

Entsprechend haben wir uns auf den heutigen Besuch der Canyonlands – genauer gesamt dem Island in the Sky District selbiger – im Voraus gefreut…

… und entsprechend enttäuscht sind wir, als wir auch hier mal wieder vergeblich nach einem Parkplatz suchen. Mesa Arch? Voll. Upheavel Dome? Keine Chance. Murphy’s Point? Nope!

Ausblick auf die Canyonlands.

Der National Park Service gibt in seiner Parkzeitung den wertvollen Tipp, wenn es gerade zu voll sei, solle man eben ein anderes Mal wiederkommen.

Aztec Butte in Island in the Sky.

Wir sind, bei aller Liebe, doch unentschlossen, ob wir diesem „Ratschlag“ noch einmal nachkommen sollen, denn die gut drei Stunden in den Canyonlands fühlen sich heute leider wie verschwendete Zeit an – mehr als ein kurzer Fotostopp am Grand View Point sowie ein etwa 40-minütiger Spaziergang auf den Aztec Butte hinauf sind einfach nicht drin.

Wanderweg im Devils Garden Campground.

Kurz nach Moab

Als nächstes steht der Arches National Park auf dem Programm, allerdings legen wir erst einen kurzen Zwischenstopp im kleinen Moab ein, um unsere weitgehend aufgebrauchten Reserven aufzufüllen.

Im „kleinen“ Moab?

Neues Hotel in Moab.

Wer das Dorf zuletzt vor vier, fünf Jahren gesehen hat, mag es heute kaum wiedererkennen: Mindestens – und das ist wiederum nicht übertrieben -, mindestens ein Dutzend neue Hotels wurden hier seit 2015 neu gebaut.

Luxushotels in Moab.

Auch der nette City Market, der einzige nennenswerte Supermarkt im Umkreis von ein paar hundert Meilen, hat sein Angebot reichlich aufgestockt, selbst einen Starbucks gibt es mittlerweile. Dagegen wäre nichts einzuwenden, aber die Folge sind, nicht nur für US-Verhältnisse, enorm zugestellte Gänge und ein dichtes Gedränge. Durchaus repräsentativ.

Trail vom Devils Garden Campground aus.

Weiter im Arches National Park

Mehr Glück haben wir anschließend in Arches, was jedoch in erster Linie daran liegt, dass wir hier einen Stellplatz auf dem einfachen, aber ganz netten Devils Garden Campground erwischen konnten.

Campground im Devils Garden von Arches.

Der erlaubt es uns, unser Wohnmobil problemlos abzustellen – auf den Parkplätzen unterwegs wäre es erneut sehr schwierig geworden – und anschließend zumindest einen kleinen Rundgang zu unternehmen.

Broken Arch nahe Devils Garden.

Praktischerweise beginnt der Trail direkt neben unserem Stellplatz und führt über den Sand Dune Arch, vorbei am Broken Arch, weiter zum Tapestry Arch und dann zurück zum Campground. Eine ganz angenehme Runde, die man in einer knappen Dreiviertelstunde problemlos ablaufen kann. Etwas weiter wäre es da schon zum eigentlichen Devils Garden, aber vielleicht schauen wir da morgen früh noch kurz vorbei.

Voller Parkplatz in Arches.

Um 9 Uhr nämlich steht eine Tour durchs Fiery Furnace auf dem Plan, die Tickets (16$ pro Person) dafür haben wir heute bereits am Visitor Center abgeholt. Empfehlung des Rangers: Spätestens um 8 Uhr vor Ort sein, um höchstwahrscheinlich dort parken zu können. Na, dann!

Grillen im Arches National Park.

Gefahrene Strecke: ca. 350 km
Gelaufene Strecke: ca. 17.500 Schritte, 13,25 km
Campingplatz: Devils Garden Campground, Arches National Park

Und jetzt?
Entweder zurück zum Reisebericht im Überblick oder gleich weiterlesen mit Tag 26!

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