Route: Entlang der Westküste von Seattle bis San Diego

Für viele ist es ein Traum, einmal die gesamte Westküste der USA runterzufahren, also von Seattle im Norden bis San Diego im Süden. Doch bei diesem Traum muss es nicht bleiben, denn die Route entlang der Küste zählt zu den schönsten, die man nur machen kann – und das sogar in dem relativ kurzen Zeitraum von knapp vier Wochen.

Lediglich, wenn man im Landesinneren anschließend auch noch zurückfahren wollte, müsste man schon sechs Wochen einplanen.

Wenn diese Route so etwas wie einen Haken hat, dann ist es die ein Stück weit fehlende Abwechslung, denn zu Gesicht bekommt man hier in erster Linie natürlich das Meer, viele Bäume sowie, wenn man sich ins Landesinnere vorwagt ein paar Berge und Seen.

Wer die vor allem für den Südwesten der USA so typischen Wüsten, Felslandschaften und Canyons nicht verpassen will, muss am südlichen Ende der Strecke gen Osten abbiegen und hier ein, zwei Wochen verbringen. Oder aber sich diesen Teil einfach für einen anderen Urlaub aufsparen.

Mögliche Einteilung

ReisetagBeschreibungHoteltippStrecke
1. TagVancouver SehenswürdigkeitenResidence Inn
2. TagVancouver(s.o.)
3. TagVancouver bis SeattleFairmont Olympic(Zug)
4. TagSeattle Sehenswürdigkeiten(s.o.)
5. TagSeattle bis Hurricane RidgeOlympic Lodge250 km
6. TagHurricane Ridge bis Hoh Rain ForestMiller Tree Inn200 km
7. TagHoh Rain Forest bis Lake QuinaultLake Quinault Lodge250 km
8. TagLake Quinault bis Cannon BeachInn at Cannon Beach250 km
9. TagCannon Beach bis Lincoln CityLooking Glass Inn150 km
10. TagLincoln City bis Coos BayBest Western225 km
11. TagCoos Bay bis Crescent CityBest Western Plus225 km
12. TagCrescent City bis EurekaHoliday Inn Express150 km
13. TagEureka bis ReddingHampton Inn250 km
14. TagLassen Volcanic bis Red BluffHoliday Inn Express225 km
15. TagRed Bluff bis San FranciscoArgonaut Hotel300 km
16. TagSan Francisco Sehenswürdigkeiten(s.o.)
17. TagSan Francisco Sehenswürdigkeiten(s.o.)
18. TagSan Francisco bis MontereyMonterey Bay Inn250 km
19. TagHighway 1 bis San SimeonBest Western175 km
20. TagSanta Barbara bis Los AngelesMagic Castle Hotel400 km
21. TagLos Angeles Sehenswürdigkeiten(s.o.)
22. TagLos Angeles Sehenswürdigkeiten(s.o.)
23. TagLos Angeles bis San DiegoHotel Indigo250 km
24. TagSan Diego Sehenswürdigkeiten(s.o.)
25. TagSan Diego Sehenswürdigkeiten(s.o.)
Gesamtstrecke: ca. 4000 Kilometer

Olympic National Park

Seattle, Vancouver & Olympic

Man kann seine Reise entlang der Westküste selbstverständlich sowohl im Süden als auch im Norden beginnen, wir wollen hier jedoch mit der etwas seltener besprochenen Region anfangen: dem Norden.

Der beste Startpunkt für diese Route befindet sich genau genommen jedoch nicht in den USA, denn wenn es einen schon in den “Pacific Northwest” verschlägt, dann sollte man eigentlich in Vancouver beginnen – einer der wohl schönsten und angenehmsten Städte von ganz Nordamerika.

Nach einem etwa dreitägigen Aufenthalt zum Einstieg setzt man sich dann in den Zug, der einen nach Seattle bringt, wo man Mietwagen oder Wohnmobil übernehmen kann, um diesen schönen Road Trip zu beginnen. Um die Sehenswürdigkeiten von Seattle zu besuchen, sind knapp zwei Tage ausreichend, anderthalb tun es notfalls auch.

Von Seattle jedenfalls führt einen der Weg zunächst nach Westen auf die Halbinsel Olympic, am besten direkt von Seattle aus mit der Fähre, um keinen Umweg fahren zu müssen.

Auf der Olympic Peninsula befindet sich der gleichnamige National Park, der an Abwechslung kaum zu übertreffen ist: Hurricane Ridge im Nordosten bietet tolle Ausblicke im Gebirge, im Westen trifft man im Hoh Rain Forest auf, genau, einen Regenwald, während im Südwesten (und auch schon auf dem Weg) einige tolle Seen, Wasserfälle und Strände auf einen warten.

Für die Umrundung der Halbinsel sollte man sich mindestens drei Tage Zeit nehmen. Recht sinnvolle Übernachtungsstopps befinden sich in Port Angeles, Forks sowie um Quinault herum.

Oregon Küste Pazifik

Oregons Küste

Südlich des Olympic National Parks hat der Bundesstaat Washington dann nicht mehr allzu viel zu bieten, weshalb es nun nach Oregon weitergeht. Oregon besticht kulturell mit einem hippen, leicht europäisch angehauchten Anstrich, vor allem jedoch mit seiner zauberhaften Küste, die wie eine wilderes Abbild des Highway 1 im Süden wirkt.

Die wichtigsten Stationen auf dieser Strecke sind, der Reihe nach, der Fort Stevens State Park, der Ecola State Park in der Nähe der recht schönen Kleinstadt Cannon Beach, der Three Capes Scenic Drive, der Devils Elbow State Park und schließlich die Oregon Dunes.

Wie die Namen teilweise schon erahnen lassen, findet man hier sehenswerte Kaps, lange Sanddünen, tolle Ausblicke aufs Meer und einige schöne Wanderwege vor.

Die genaue Einteilung der Route ist ein wenig davon abhängig, wie viel Zeit man sich für die einzelnen Stationen nehmen möchte und wie das Wetter mitspielt, denn bei Regen und Nebel verblasst der ein oder andere Ausblick. Cannon Beach, Lincoln City und Coos Bay sind bei straffer Reiseplanung sinnvolle Zwischenstopps, ein, zwei weitere ließen sich aber ebenfalls problemlos unterbringen.

Lassen Volcanic National Park USA

Kalifornien von Norden nach Süden

Bei Crescent City erreicht man dann das nördliche Kalifornien. Praktisch bei dieser Route ist, dass man so problemlos die sonst eher umständlich zu erreichenden Redwoods National and State Parks besuchen an, welche die Küste von eben jenem Crescent City bis Eureka säumen. Ein Tag im Jedediah Smith Redwood State Park stellt das Minimum dar.

Südlich von Eureka hat die Küste zunächst leider vergleichsweise wenig zu bieten, weshalb man hier einen Abstecher ins Landesinnere in Erwägung ziehen könnte, beispielsweise zum Lassen Volcanic National Park – mehr dazu weiter unten über den möglichen Rückweg.

Bleibt man an der Küste, stattet man dem Salt Point State Park sowie der Point Reyes National Seashore einen Besuch ab, bevor man danach San Francisco erreicht. Von dort aus folgt diese Route der so häufig beschriebenen (aber nichtsdestotrotz wunderschönen) Strecke über Monterey, den Highway 1 und Santa Barbara nach Los Angeles, bevor man schließlich das letzte Stück entlang der Westküste bis San Diego runterfährt.

Pinnacles National Park

Abstecher im Landesinneren

Wer genügend Zeit mitbringt, der könnte anschließend den Rückweg gen Norden im Landesinneren antreten. Sinnvolle Ziele hierbei, nun von Süden nach Norden, sind in Kalifornien der Joshua Tree National Park, der Pinnacles National Park (oder Yosemite und Sequoia), die Hauptstadt Sacramento und der Lassen Volcanic National Park.

In Oregon empfehlen sich der Crater Lake National Park und das recht schöne Portland, während man in Washington Mount St. Helens sowie den Mount Rainier National Park in Erwägung ziehen könnte. Alles durchaus sehenswerte Ziele, zwischen denen allerdings etwas größere Entfernung liegen als zwischen den Sehenswürdigkeiten entlang der Küste.

Praktischer ist es in der Regel, das ein oder andere Ziel – vor allem Portland und den Lassen Volcanic National Park – auf der Hinfahrt einzubauen und das Auto oder Wohnmobil dann am Ende in San Diego wieder abzugeben. Auch wenn die Einwegmiete ein paar hundert Dollar extra kostet.

Weiterführende Links:

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