Wie man Routenplaner für die USA richtig nutzt

Das Planen einer Route für eine Rundreise durch die USA ist einfacher denn je, denn mit der Hilfe von einem kostenlosen Online-Routenplaner kann man innerhalb weniger Minuten nicht nur die beste Strecke von A über B nach C berechnen, sondern auch allerlei verschiedene Routen durchspielen und sogar aktuelle Straßenbedingungen, etwaige Sperrungen und das Verkehrsaufkommen mit einfließen lassen.

Dennoch hat die Nutzung eines Routenplaners noch ein paar kleine Tücken – lesen Sie hier, welche das sind und wie man sie umgeht, um die bestmögliche Strecke für die eigene Reise zu finden!

Routenplanung mit Google Maps

Google Maps vs. MapQuest

Lange Zeit galt Google Maps klar als der beste Routenplaner im Netz: Präzise und sehr schön dargestellte Karten, eine angenehme Bedienung, ein hohes Tempo bei der Berechnung von Routen und vor allem aktuelle Daten über Verkehrsbedingungen und Straßenzustände machten die heute wohl bekannteste Applikation zur besten Wahl – nicht nur für Reisende, sondern auch für Einheimische, die sich mittlerweile sogar auf ihrem Smartphone darüber informieren können, wie lange denn wohl ihr Weg zur Arbeit heute dauert.

Allerdings hat Google seine Maps-Applikation vor einer Weile etlichen Änderungen unterzogen, die für USA-Reisende das ein oder andere Problem mit sich bringen. So wurde beispielsweise die Anzahl der maximal möglichen Punkte einer Route begrenzt, so dass sich eine komplette Rundreise durch die USA kaum noch darstellen lässt. Stattdessen muss die Strecke in mehrere kleinere Teile zerlegt werden.

Darüber hinaus sperrt Google Maps mittlerweile automatisch derzeit nicht befahrbare Routen, sodass es zum Beispiel nicht mehr möglich ist, im Winter eine Strecke über den dann gesperrten Tioga Pass im Yosemite National Park berechnen zu lassen. Auch mit der Eingabe und Zuordnung von National Parks im Allgemeinen hat Google Maps so seine Probleme.

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Zumindest für längere Strecken, die unabhängig von den aktuellen Straßenbedingungen berechnet werden sollen, ist daher MapQuest derzeit die bessere Wahl. Dessen Karten und Nutzeroberfläche wirken einen Tick altmodischer und weniger freundlich als das moderne Google Maps, dafür ist es jedoch möglich, eine ausreichende Anzahl von Zielen anzugeben, auch aktuell gesperrte Routen zu nutzen und Strecken in und durch National Parks einfacher zu finden.

Im Hinblick aufs Ausdrucken der Planung geben sich die beiden Konkurrenten derweil nicht viel: Neben einer (häufig zu unübersichtlichen) Auflistung sämtlicher Abzweigungen, die man nehmen muss, kann man grobe Übersichtskarten ausdrucken, die auf der Fahrt aber mangels Details kaum hilfreich sind.

Routenplanung mit Map Quest

Tipps zur Nutzung

Wie bei Online-Anwendungen üblich gibt es aber auch bei den Routenplanern ein paar Tipps und Kniffe, mit denen man etwas mehr aus ihnen herausholen kann.

Die vielleicht wichtigste, aber nicht jedem bekannte Option ist die Auswahl einer Alternativroute: Sucht man beispielsweise nach der Strecke „San Francisco – Los Angeles“, wählen die Anwendungen automatisch die Inlandsroute über die US-101 aus, bei der es sich um die kürzeste Strecke handelt – Urlauber bevorzugen aber naturgemäß den viel schöneren Highway 1 an der Küste. Um diese Alternativroute auszuwählen, muss man lediglich auf die angezeigte Strecke klicken und sie nun von der US-101 auf den Highway 1 ziehen, bis dieser markiert ist. Schon erhält man die gewünschte Route!

Im Hinblick auf die schon angesprochenen National Parks ist es darüber hinaus wichtig, präzise zu sein, aber den Routenplaner nicht zu überfordern. Plant man eine Fahrt in den Yosemite National Park und möchte sich diese online berechnen lassen, sollte man als Ziel nicht nur grob „Yosemite“ eingeben, auf der anderen Seite aber auch nicht zu viele Details wie „Yosemite Falls Trailhead“ eingeben. Stattdessen ist in der Regel die Eingabe eines Visitor Centers, das im Grunde immer direkt an einer Straße liegt, die beste Wahl. Im Falle diese Beispiels wäre auch das „Yosemite Village“ eine Angabe, die jeder Routenplaner erkennen sollte.

Vor allem bei Google Maps ist es außerdem sehr nützlich, dass die Applikation nicht nur Straßen für Fahrten mit dem Auto berechen kann: Wollen Sie zu Fuß die Innenstadt von San Francisco erkunden, können Sie mit einem Klick auf das Fußgängersymbol die Parameter für die Berechnung ändern. Doch das ist noch nicht alles: Auch öffentliche Verkehrsmittel kennen die Routenplaner längst und nennen nach einem Klick auf das Bus-Symbol nicht nur die möglichen Linien und Umstiege, sondern im besten Fall auch Abfahrtszeiten und Preise!

Google Maps verfügt außerdem über die praktische Street-View-Funktion und zusätzliche Fotos, die es ermöglichen, einzelne Sehenswürdigkeiten und ganze Straßen vorab anzugucken. Sehr praktisch ist das bei der Hotelsuche, wenn man sich vor der Reservierung ein Bild von der Umgebung der Unterkunft machen will, was in den USA nicht ganz unwichtig ist.

Auf der Reise schließlich haben auch die schon angesprochenen Infos über Verkehrsbedingungen und Straßenzustände ihre Berechtigung. In der Umgebung von National Parks und in Großstädten wie Los Angeles, kann und sollte man sich morgens vor der Abfahrt über etwaige Staus und Sperrungen informieren, um Zeit zu sparen und etwaige Probleme zu umgehen.

Die beste Lösung: Nutzen Sie zur Planung Ihrer Reiseroute ein paar Monate vorab erst MapQuest, um möglichst viele Ziele eingeben zu können, ohne von der Applikation limitiert zu werden, und nutzen Sie dann auf der Reise durch die USA Google Maps, um aktuell die bestmögliche Route zu finden.

Google Maps lässt sich zudem auch auf dem Smartphone als Navigationssystem bestens nutzen – obwohl es dafür inzwischen auch noch bessere Apps gibt, die sich komplett online nutzen lassen.

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