San Diego: Geschichte & Überblick

Eine bei Rundreisen an der US-Westküste oft etwas übersehene Stadt ist San Diego, die aufgrund ihrer Nähe zur mexikanischen Grenze vielleicht ein klein wenig zu weit südlich liegt, um den gleichen Status wie Los Angeles, San Francisco oder Las Vegas genießen zu dürfen. Tatsächlich aber verpasst man eine Menge, wenn man San Diego bei seiner Reise außen vor lässt, denn die Stadt hat vor allem kulturell eine Menge zu bieten!

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San Diego Geschichte Foto

Geschichte

Beginnen wir unseren Blick auf San Diego mit einem Fakt, der wahrscheinlich nur den wenigsten Urlaubern bekannt sein dürfte: Nicht etwa San Francisco oder die Hauptstadt Sacramento ist die zweitgrößte Stadt in Kalifornien, sondern San Diego. Mit etwa 1,3 Millionen Einwohnern wird sie in puncto Größe nur von (natürlich) Los Angeles geschlagen.

Gegründet wurde San Diego im Jahre 1769, einmal mehr zunächst als spanische Mission, die sich mit um die 1400 Mitglieder schnell zur größten in Kalifornien aufschwang, obwohl die Stadt bis ins Jahr 1850 hinein zu Mexiko gehörte, bis sie im Zuge des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges an die USA fiel. Wie auch in anderen Teilen Kaliforniens sorgten bald darauf Goldfunde für einen kleinen Wachstumsschub, auch wenn dieser im Falle von San Diego aufgrund recht geringer Mengen nur von kurzer Dauer war.

Doch mit dem Anschluss an das nationale Eisenbahnnetz und aufgrund seiner Lage ganz im Südwesten der USA gewann die Stadt zunehmend an Bedeutung, nicht zuletzt in militärischer Hinsicht, verlegten die Vereinigten Staaten nach dem Angriff auf Pearl Harbor doch ihre Pazifikflotte nach San Diego. Bis heute ist die Navy einer der wichtigsten Arbeitgeber, auch wenn die Bedeutung mit dem Ende des Kalten Krieges nach und nach abgenommen hat – aber unter anderem dank der Biotechnologie wurden viele neue Arbeitsplätze geschaffen.

San Diego Old Town Foto

San Diego: Besuchsinfos

San Diego unterscheidet sich von den meisten Städten in den USA in vielerlei Hinsicht, einer der größten und offensichtlichsten Unterschiede für Touristen ist das nicht nur mexikanisch-spanische, sondern auch leicht europäische Feeling, gibt es hier doch ein recht natürlich gewachsenes Stadtzentrum mit einer Art Altstadt; große Teile der Innenstadt können Sie problemlos zu Fuß erkunden.

Da San Diego selten den Ausgangspunkt einer Rundreise an der Westküste der USA darstellt, bietet es sich im Grunde nur als Abstecher von oder nach Los Angeles aus an – gut möglich ist zum Beispiel eine Route wie Los Angeles – San Diego – Joshua Tree National Park oder umgekehrt. Alternativen dazu gibt es kaum, da die Stadt als Start- oder Zielpunkt einer Route nur sehr bedingt taugt.

Keinesfalls jedoch wollen wir mit „Abstecher“ andeuten, Sie könnten in der Stadt nicht viel Zeit verbringen: Zwei volle Tage sind aus unserer Sicht das Minimum, aber auch drei oder sogar vier lassen sich hier problemlos schön verbringen, wenn Sie zum Beispiel einen Besuch von San Diego Zoo und Seaworld anstreben. Auch La Jolla ein Stück nördlich ist unbedingt sehenswert!

USS Midway Foto

Erwartungshaltung

Eigentlich kann man in puncto Erwartungshaltung nicht wirklich daneben liegen, sofern Sie nicht eine „typische“ US-Stadt wie Los Angeles erwarten. San Diego ist anders, sowohl optisch als auch von seinem Flair her, es hat nicht die eine große Sehenswürdigkeit wie die Golden Gate Bridge, Hollywood oder den Strip, sondern viele schöne Ecken, deren Besuch sich lohnt: Von Old Town, über das Gaslamp Quarter, SeaWorld, Point Loma, die Strände und ganz besonders natürlich den großartigen Balboa Park.

Dazu kommt das tolle Wetter, das nahezu das gesamte Jahr über in San Diego herrscht: Selbst im Winter sind Durchschnittstemperaturen von bis zu knapp 20 Grad Celsius durchaus möglich, im Sommer wird es mit maximal 25 Grad Celsius natürlich noch einen ganzen Tick wärmer, aber nur selten wirklich heiß – dank der Lage am Meer lässt es sich hier fast immer ganz gut aushalten. Über das ganze Jahr hinweg gibt es im Schnitt zudem nur etwa 30 Regentage.

Einzig und allein das Meerwasser selbst kann ein wenig enttäuschen, denn die Temperaturen des Pazifik steigen selbst im Hochsommer selten deutlich über 20 Grad, baden ist höchstens im Juli oder August möglich, aufgrund des nicht immer ganz sauber wirkenden Wassers aber auch nicht unbedingt ein Muss.

San Diego Strand Foto

Infrastruktur

San Diego verfügt zwar über einen internationalen Flughafen (SAN), der jedoch von Deutschland aus nicht direkt angeflogen wird und nur mit Zwischenstopp, meistens in den USA, angesteuert werden kann. Die Flüge sind jedoch deutlich teurer als nach Los Angeles oder San Francisco, weshalb der Flughafen für Touristen eigentlich kaum von Bedeutung ist. Und selbst „Kurzstrecken“ wie Los Angeles – San Diego oder San Francisco – San Diego bewegen sich preislich auf einem sehr hohen Niveau.

Doch die Fahrt mit dem Auto stellt ohnehin kein Problem dar, die Straßen in San Diego sind weitgehend sehr übersichtlich, so dass die Navigation leicht fällt. Auf Bus und Bahn kann man hingegen wie so oft in den USA nicht wirklich bauen.

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San Diego Zoo Foto

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