San Luis Obispo

Ein möglicher Stopp auf der Route von Los Angeles nach San Francisco ...

Wer auf etwa halber Strecke zwischen Los Angeles und San Francisco übernachten möchte, darf San Luis Obispo nicht außer Acht lassen. Die sympathische und gar nicht mal so unbekannte Uni-Stadt liegt an der Kreuzung von Highway 1 und 101 nahe Morro Bay sowie Pismo Beach – und eignet sich optimal für einen Zwischenstopp …

Auf einen Blick: Bei San Luis Obispo handelt es sich um ein beschauliches, historisches Städtchen, das sich aufgrund seiner Lage bestens für eine Übernachtung bei einer Fahrt entlang der Westküste der USA anbietet. Es befindet sich zwar nicht unmittelbar am Meer, bietet dafür jedoch oft günstigere Hotels, eine starke Infrastruktur und sogar zwei, drei kleine Sehenswürdigkeiten.

Übernachtungen: Sunbeam Motel ($), Apple Farm Inn ($), LaQuinta ($)
Unsere Einschätzung: neben Morro Bay die beste Wahl für eine Übernachtung.

Sehenswürdigkeiten bei San Luis Obispo

Wie angedeutet, handelt es sich bei dem knapp 50.000 Einwohner starken San Luis Obispo zu einem gewissen Grade um eine Studentenstadt, hat doch die California Polytechnic State University hier ihren Sitz, an der unter anderem der Football-Trainer John Madden und der Musiker Weird Al Yankovic studierten.

Ihr Campus zählt erstaunlicherweise zu den größten in ganz Kalifornien, über 6000 Studierende kommen allein dort unter – und entsprechend „jung“ und lebendig erscheint einem das Städtchen im Vergleich zu einem Morro Bay oder Pismo Beach bei einem Besuch.

Nicht zuletzt durch das „Historic Downtown“, also gewissermaßen die Altstadt, lohnt sich tatsächlich ein kleiner Rundgang. Dort findet man neben dem leider nur am Donnerstagabend von 18 bis 21 Uhr abgehaltenen Farmer’s Market in erster Linie die Mission San Luis Obispo De Tolosa, die in ihren Grundzügen seit dem Jahr 1772 besteht und damit natürlich auf die Ursprünge der Stadt verweist. Sie kann kostenlos und für gewöhnlich täglich besucht werden, außer während Messen.

Die Bubblegum Alley in San Luis Obispo.
Die Bubblegum Alley in San Luis Obispo. (Flickr, CC-BY-2.0)

Kaugummiwände in der Bubblegum Alley

Zu den wohl ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten im Südwesten der USA zählt zudem die Bubblegum Alley, in welcher der Name Programm ist. Sprich: Es handelt sich um eine Gasse, deren Wände komplett mit Kaugummis jeglicher Farben bedeckt sind. Die ältesten Kaugummis in der gut 21 Meter langen und knapp 4,5 Meter hohen Gasse sollen aus den 1950er-Jahren stammen, während sich die Bezeichnung als „Bubblegum Alley“ spätestens in den 70ern etabliert hat. Für US-amerikanische Maßstäbe geradezu historisch also.

Neben Downtown ist schließlich aber auch die Umgebung der Stadt einen Blick wert, die mit mehreren durchaus angenehmen und gut schaffbaren Wanderwegen aufwartet. Vor allem der Trail zum Bishop Peak hinauf lohnt sich; er bringt – bei gutem Wetter – tolle Ausblicke auf die Umgebung mit sich und fällt mit einer Länge von etwa 6 km nicht allzu anstrengend aus. Am schönsten ist es in den frühen Morgenstunden bei klarer Luft.

Ausblick auf den Pazifik.

Hotels in San Luis Obispo

Überraschend groß ist die Auswahl an Unterkünften im Ort. Dort findet man für jedes Budget sowie jeden Anspruch etwas und, im Vergleich zu etwa San Simeon und Cambria, auch wieder mehr Filialen großer Hotelketten.

Auswahl an Hotels & Motels:

($) Sunbeam Motel: Eine der günstigsten Unterkünfte in der Stadt, oft mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis und zumeist erste Wahl mit geringem Budget. Von außen recht klein und unscheinbar, innen jedoch ordentlich und modern eingerichtet.

($) Apple Farm Inn: Ähnliches gilt für das Apple Farm Inn, das allerdings bereits von außen eine gute Figur abgibt. Die Anlage befindet sich nahe Highway 101, wirkt aber doch recht ruhig gelegen, beinahe schon charmant.

($) LaQuinta: Unter den üblichen Ketten stellt das örtliche, recht neu wirkende LaQuinta eine beliebte Wahl dar. Wie so oft überzeugt es mit seiner sehr modernen Einrichtung, recht großen Zimmern und teilweise sogar – äußerst ungewöhnlich – Balkons mit Ausblicken auf die Umgebung.

Supermärkte & Tankstellen

Die Infrastruktur in San Luis Obispo gestaltet sich, wie bereits angesprochen, doch deutlich besser als in den meisten Dörfern der Umgebung und so findet man hier auch gleich eine ganze Reihe empfehlenswerter Supermärkte.

Direkt an Highway 101 gibt es im Süden der Stadt einen guten Ralphs, dazu in den Seitenstraßen einen Trader Joe’s, einen großen Target und sogar einen Whole Foods Market. Im Osten der Stadt steht zudem ein Vons. Eine vergleichbare Auswahl findet man erst in Monterey bzw. Santa Barbara wieder.

Fährt man anschließend gen Norden in Richtung Big Sur weiter, lohnt sich zudem auch das Auftanken vor Ort; unzählige Tankstellen säumen den großen Highway 101, aber auch zahlreiche der kleineren Straßen.

Dabei kann es sich tatsächlich lohnen, die Preise vorab zum Beispiel mit Google Maps zu vergleichen, denn zwischen Valero oder Conserv Fuel auf der einen Seite und Chevron oder Shell auf der anderen Seite kann durchaus bis zu 1 $ Unterschied pro Gallone Benzin liegen.

Der Farmers Market in SLO Downtown.
Der Farmers Market in Downtown SLO. (Flickr, CC BY 2.0)

Restaurants & Fast Food

Ebenso enorm fällt die Auswahl an Fast-Food-Filialen, Imbissen und Restaurants aus, was zweifellos nicht zuletzt den heimischen Studenten zu verdanken ist.

Insbesondere in der Historic Downtown, aber auch nördlich davon in Richtung Cal Poly (der Universität) trifft man auf etliche vielseitige Angebote, inklusive zahlreicher vegetarischer und veganer Optionen. Einen Blick wert sein könnten unter anderem Linnaea’s Cafe, Petra Mediterranean Pizza and Grill oder Ziggy’s.

Hat man Lust auf die üblichen Fast-Food-Ketten, findet unter anderem im Nordwesten der Stadt einen Five Guys, einen Jack in the Box an der Kreuzung von Highway 1 und 101 sowie einen Carl’s Jr. im Osten am Vons-Supermarkt.

Wann lohnen sich Besuch und Übernachtung?

Auch wenn San Luis Obispo mit seiner kleinen, historischen Altstadt, seiner Mission, der Bumblegum Alley und der Uni durchaus zwei, drei kleine Sehenswürdigkeiten bietet, ist der Besuch an sich selbstredend kein Muss.

Bei einer ersten Rundreise durch den Südwesten der USA sollte man sich mit einem typischen Zeitrahmen von etwa drei Tagen für den Highway 1 und Big Sur besser auf die Küste an sich konzentrieren und höchstens noch einen Abstecher nach Solvang unternehmen. Die restliche Zeit zwischen Santa Barbara und Monterey wäre aber unmittelbar am Pazifik besser aufgewandt.

Für Übernachtungen hingegen stellt der Ort oft die beste Wahl dar, wenn die Unterkünfte in Morro Bay unverhältnismäßig hohe Preise verlangen. Bei einer zweiten oder dritten Reise durch Kalifornien könnte man einen Stopp darüber hinaus auch abseits des Übernachtens in Erwägung ziehen.

Ziele in der Umgebung

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