Sequoia National Park

Der Sequoia National Park liegt recht zentral in Kalifornien, jeweils gut 400 Kilometer entfernt von San Francisco im Norden und Los Angeles im Süden. Zum Yosemite National Park sind es etwa 250 Kilometer auf für PKWs einfacher, für Wohnmobile etwas anspruchsvoller, aber insgesamt sehr gut machbarer Strecke.

Besonders sehenswert sind Sequoia und der im Grunde zugehörige Kings Canyon aufgrund ihrer hohen und häufig unglaublich dicken Riesenmammutbäume, zudem laden etliche Wege zum Wandern über Wiesen und hinauf zu beeindruckenden Viewpoints ein.

Sequoia National Park

Anfahrt & Ablauf

Sie erreichen den Park über Highway 180 und Fresno im Norden oder über Highway 198 und Visalia im Süden. Beide Straßen, vor allem die 198, sind reichlich verschlungen und nehmen wesentlich mehr Zeit in Anspruch als sie bei einem Blick auf die Karte vermuten lassen, erlauben im Gegenzug aber schon den ein oder anderen Ausblick.

Im Norden findet man das King’s Canyon Grand Cove Visitor Center, im Süden das Foothills Visitor Center am Parkeingang. In der Mitte des Parks erreichet man zudem das Lodgepole Visitor Center in einem kleinen „Dorf“ gelegen, hier befindet sich das eigentliche Zentrum des Parks.

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Eine optimale Route gibt es für einen Besuch nicht. Von Norden kommend könnte man zunächst bei Grants Grove stoppen, wo man bereits auf die ersten riesigen Bäume trifft. Weiter geht es im Giant Forest, recht zentral gelegen, wo man auch den berühmten General Sherman Tree findet, den größten bekannten Baum der Welt.

Je nach Zeit und Wetterbedingungen bietet sich dann ein Besuch des Crystal Cave an, eine relativ sehenswerte Höhle, die aber nur im Rahmen von drei bis fünf Mal pro Tag stattfindenden Touren besucht werden kann. Zum Abschluss könnte man dann über Crescent Meadow, Tunnel Log und Moro Rock im Süden wieder aus dem Park fahren.

Beachten sollten Sie aktuell vor Ort die Wetterbedingungen im Park: Aufgrund der Höhenlage sind auch im Frühling und Herbst manche Straßen mitunter nur schwer bis gar nicht befahrbar und auf einigen Straßen zudem das ganze Jahr über Fahrzeuge mit einer Länge von über 22 Fuß verboten.

Sequoia National Park

Trails & Viewpoints

Trotz seiner tollen Lage ist Sequoia zum Wandern nur bedingt geeignet: Neben dem sehr kurzen und obligatorischen Trail im Giant Forest (ca. 2 km) bietet sich vor allem der mit 6 km noch durchaus gut schaffbare Tokopah Falls Trail an, der zu einem großen Wasserfall führt, welcher allerdings meistens nur im Frühsommer so richtig schön rauscht.

Im nördlich gelegenen Grant Grove bieten sich Buena Vista Peak (3 km) mit einem großartigen Ausblick auf die Umgebung sowie der North Grove Loop (2,5 km) durch den auch hier zumindest von seinem Gesamtbild her beeindruckenden Wald an.

Toll ist darüber hinaus der Alta Peak Trail, der allerdings, wie der Name schon vermuten lässt, mit einem ordentlichen Höhenanstieg daherkommt und einen knappen Tagestrip darstellt. Für die meisten Touristen ist das wohl etwas zu viel des Guten.

Einfacher, aber nicht minder sehenswert, ist der Ausblick am Ende des Moro Rock Trails auf die Berge und Wälder in der Umgebung. Rauf geht es in knapp einer halben Stunde über steile Treppen und Wege, wofür man gute Kondition und Schwindelfreiheit mitbringen sollte. Es lohnt sich!

Was tun in welcher Zeit?

An einem halben Tag: Da sich An- und Abfahrt sowie die Fahrt durch das Parkgebiet ganz schön ziehen, ist der Besuch von Sequoia unter einem halben Tag beim besten Willen nicht zu schaffen – und selbst dann sollte sich das Augenmerk auf ein Ziel konzentrieren: den Giant Forrest im Parkzentrum.

Die Wanderung durch diesen Wald der Mammutbäume ist beeindruckend und auch den General Sherman Tree darf man hier natürlich nicht verpassen. Danach vielleicht noch schnell eine Fahrt durch den Tunnel Log, ein Foto machen und dann muss man schon wieder zurück.

An einem ganzen Tag: Ein deutlich sinnvollerer Zeitrahmen ist jedoch ein kompletter Tag, in dem man die Highlights des Parks durchaus unterbringen kann. Dazu zählen neben dem Giant Forrest auch der Grant Grove im Norden mit seinem General Grant Tree und der schöne Trail zum Moro Rock hinauf, von dem aus man einen großartigen Ausblick auf die Umgebung genießt.

Mehr als ein Tag: Mehr als ein Tag ist vor allem dann sinnvoll, wenn man in einer Lodge oder auf einem der schönen Campingplätze im Parkgebiet übernachten möchte. Dann könnte man zu den zuvor erwähnten Zielen auch noch den Crystal Cave, die Tokopah Falls und Crescent Meadow hinzufügen, die letzten beiden vor allem im Frühling und Frühsommer eine Augenweide!

Sequoia National Park

Motels, Hotels & Camping

Im Park selbst gibt es mehrere Übernachtungsmöglichkeiten, die selbstverständlich nicht ganz preiswert sind, mangels Alternativen aber oft genutzt werden: Lodges im Grant Grove, Cedar Grove sowie im Giant Forest stehen zur Auswahl, bis auf Cedar Grove das ganze Jahr über geöffnet. Reservierungen sind online möglich und in der Hauptsaison auch notwendig. Preislich ist zwischen 60$ für eine einfache Cabin bis hin zu 250$ für ein einfaches Hotelzimmer alles drin.

Camper haben es etwas einfacher, da im Park sagenhafte 14 Campingplätze zur Auswahl stehen, teilweise das ganze Jahr über, teilweise nur in der Hauptsaison von Ende Mai bis Anfang September geöffnet. Die Ausstattung ist untereinander im Wesentlichen identisch; Toiletten und fließendes Wasser gibt es außer in der abgelegenen Mineral King Area überall, Hookup hingegen nicht.

Schön ist zum Beispiel der Azalea Campground in der Grant Cove Area, praktischer sind aber Lodgepole Campground und Dorst Creek Campground, da hier die Infrastruktur am besten ist. Teilweise gilt „First Come, First Serve“, zum Teil sind aber auch Reservierungen online möglich. Preis zwischen 12 und 22$ die Nacht, eine Übersicht finden Sie hier.

Wer ein Hotel oder Motel außerhalb des Parks sucht, wird am besten in Three Rivers im Süden fündig, das ein paar ordentliche Unterkünfte zu vertretbaren Preisen anbietet, etwa das Americas Best Value Inn mit Zimmern ab 100$ die Nacht oder das Comfort Inn & Suites. Billiger geht es in Frenso im Norden oder in Visalia im Süden, hässliche Städte zwar, aber mit breiter Auswahl.

Moro Rock Trail: Ausblick

Sequoia: Und dann?

Wirklich sinnvoll ist im Grunde nur die Weiterfahrt zum Yosemite im Norden, alle anderen Ziele sind von Sequoia aus doch arg weit entfernt und verschlingen fast einen kompletten Tag Fahrzeit. Denkbar wäre noch die Weiterfahrt nach Los Angeles im Süden, etwa 350 Kilometer bzw. 4,5 Stunden entfernt, oder Richtung Highway 1 – bis San Luis Obispo sind etwa 300 Kilometer bzw. 3,5 Stunden.

Nur wenig sinnvoll ist hingegen die häufig erwogene Weiterfahrt nach Las Vegas (über 6 Stunden) oder ins Death Valley, da sich der Weg dorthin ohne nennenswerte Attraktionen doch enorm zieht.

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