Tag #21: Las Vegas & Bacchanal Buffet

Es gibt nur ganz wenige Ecken am Strip von Las Vegas, in denen nicht gebaut wird: Mal sind es nur kleine Ausbesserungen an Bürgersteigen, mal aufwendige Schönheitsoperationen an Fassaden, mal vollständige Sanierungen und Renovierungen von Hotels – und manchmal gar komplett neue Straße und Gebäude, bei denen man im Voraus nie so genau weiß, ob sie tatsächlich fertig werden. Siehe Fontainebleau und die elendig lange Betonwüste zwischen Fashion Show Mall und Circus Circus!

Die zahlreichen Bauarbeiten können ein wenig störend wirken, zugleich bedeuten sie jedoch, dass sich das Stadtbild (oder besser: das Aussehen des Strips) ständig ändert und es auch bei einer zweiten oder dritten Reise nach Las Vegas immer noch etwas Neues zu sehen gibt.

Bauarbeiten am Strip in Las Vegas

Unangenehmer als die stetigen Bauarbeiten fanden wir jedoch immer den dichten Verkehr am Strip in Verbindung mit dem Gedränge und Geschiebe der Menschenmassen auf den zu kleinen Bürgersteigen.

Eigentlich sollten hier keine Autos fahren dürfen, dachten wir schon öfter mal, und offenbar sehen das die Hotelbetreiber ähnlich, denn der neueste Trend ist es tatsächlich, eine angenehmere, ruhigere Atmosphäre zu erschaffen.

Natürlich wird der Strip nicht komplett von Autos befreit – das wäre dann wohl doch ein zu gewaltiger und logistisch kaum zu schaffender Einschnitt -, doch die Alternativlösung geht in eine ganz ähnliche Richtung: Die Hotels erschaffen künstliche Fußgängerzonen.

Weg zum High Roller

Teilweise, indem alte Fassaden abgerissen oder umgebaut werden wie beispielsweise vor New York – New York und Monte Carlo. Teilweise, indem neue Seitenstraßen ohne Autoverkehr geschaffen werden wie etwa neben The Linq auf dem Weg zum High Roller, dem neuen Riesenrad.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen kann man ohne Autolärm und Straßenüberquerungen von Geschäft zu Geschäft gehen, zum anderen werden die Touristenströme ein wenig entzerrt. Auch wenn es noch immer arge Flaschenhälse am Strip gibt, die davon unberührt bleiben, etwa vor dem Harrah’s.

Neue Straße vor dem New York New York Hotel

Insgesamt ist es jedenfalls sehr spannend, die stetigen, kleinen und großen Veränderungen am Strip zu beobachten, denn auch wenn derzeit kaum nennenswerte, komplett neue Hotels gebaut werden, tut sich um die alten Hotels herum – und mitunter in ihnen – doch einiges.

So ist unser erster echter Tag in Las Vegas dann auch hauptsächlich von einem fast kompletten Rundgang – bis auf Circus Circus und Mandalay Bay – über den Strip geprägt: Was hat sich verändert, was ist neu, was geblieben? Wo ist das Gästeaufkommen am größten und wo erstaunlich wenig los?

Caesars Palace Foto

Unser Lieblingshotel aus Besuchersicht bleibt wohl das Caesars Palace, das bis heute wie gemalt aussieht und über die für uns schönste und angenehmste Shopping Mall verfügt. Dort gibt es auch wieder die „Fall of Atlantis“-Show, die bei unseren letzten beiden Besuchen noch umgebaut wurde. (Was genau sich dabei geändert hat, könnte ich allerdings nicht sagen, ohne alte Fotos zur Rate zu ziehen.)

Ebenfalls umgebaut wird gerade leider das sonst so wunderbar farbenfrohe Conservatory im Bellagio, dafür sieht das Wynn wieder großartig aus, und auch die schon angesprochene, verbreiterte Fläche vor dem New York – New York mit ein, zwei Ostküsten-Spezialitäten wie der Shake Shack ist toll.

Bauarbeiten im Bellagio

Etwas irritierend hingegen wirkt die enorm schnell wachsende Anzahl der Convenience Stores wie CVS und Walgreens am Strip – mangels echter Supermärkte ganz praktisch zwar, aber braucht es wirklich so viele? Unserem Eindruck nach nur wenig getan hat sich hingegen vor allem im Umfeld von Paris und Venetian, bei Letzterem wirkte auch die Shopping Mall erstaunlich leergefegt.

Das erstmal unser erster Eindruck am Tag, morgen gibt’s ein paar weitere Eindrücke sowie Fotos vom Strip bei Nacht. Aber auch ein Büffet darf heute natürlich nicht fehlen, dieses Mal geht’s ins Bacchanal Buffet im Caesars Palace, bei unserem letzten Besuch vor zwei Jahren das beste Büffet der Stadt. Und dieses Mal?

Bacchanal Buffet Foto

Fast! Die Auswahl ist weiterhin riesig – vor allem was die amerikanische, italienische und mexikanische Küche sowie Seafood und Desserts angeht -, die Anrichtung stilvoll (wenn man seine Teller nicht mit King Crabs vollstapelt wie es viele andere tun) und der Geschmack mitunter recht erlesen. Aber hier und da fehlt so der letzte Tick, das letzte bisschen Abwechslung; vor allem asiatisch ist uns etwas zu wenig vertreten.

Nachtisch im Caesars Palace

Bacchanal bleibt absolute Spitzenklasse und ist im Grunde ein „Muss“, aber es gibt ein Buffet, das dann doch wieder noch etwas besser war. Dazu morgen mehr…

(Dass wird das heute schon wissen, liegt daran, dass morgen bereits heute ist. Die Verschiebung ist der Qualität des Wi-Fis im The Linq zu verdanken. Sich hier oben ins Netz einzuklinken zu können ist in etwa so wahrscheinlich wie unten im Casino am Automaten den Jackpot zu knacken…)

The Linq Hotel

Gefahrene Strecke: 0! Dafür sicher 10 km gelaufen, den Strip entlang.
Wetter: überwiegend sonnig, aber für Las Vegas angenehm kühl, um die 25° C
Hotel: The Linq (50$), neu und schön eingerichtet, aber furchtbares Wi-Fi!

Und jetzt? Zurück zur Übersichtsseite unseres USA Reisebericht, mehr Fotos auf Flickr angucken oder weiterlesen mit Tag 22!

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