Union Square

Attraktionen, Parkplätze und Hotels mitten im Zentrum von San Francisco ...

Der Union Square von San Francisco befindet sich nicht nur mitten im Zentrum der Stadt, sondern ist auch bei Tag und Nacht gleichermaßen für seine Besucher interessant – denn in seiner unmittelbaren Nähe liegen zahlreiche tolle Attraktionen, Imbisse und Hotels.

Allerdings haben die angrenzenden Stadtviertel in der jüngeren Vergangenheit ein wenig nachgelassen, weshalb man insbesondere bei der Wahl der Unterkunft ein wenig genauer hinschauen oder sich sogar besser in Richtung Fisherman’s Wharf orientieren sollte …

Auf einen Blick · Union Square ★★★☆☆ Noch immer sehenswert, aber weniger zum Shopping.
Beste Besuchszeit am Nachmittag vormittags wenig los
Zeitaufwand ca. 1 Stunde Teil eines Stadtrundgangs
Lage okay, zentral gen Südwesten nachlassend
Attraktionen Cable Cars ↗ zur Weiterfahrt nutzen!
ℹ️

Der Union Square von San Francisco war bis vor wenigen Jahren das Herz der Innenstadt. Durch die Schließung zahlreicher Geschäfte sowie eine nachlassende Umgebung hat er seit 2020 leider etwas an Attraktivität eingebüßt, ist jedoch auch im Jahr 2026 noch einen Besuch wert.

Über den Union Square

Der Union Square liegt in Downtown, nur drei Blöcke nördlich der großen, bekannten Market Street. Häufig ist mit der Bezeichnung daher auch nicht nur allein der Platz, sondern das gesamte Stadtviertel gemeint, in dem sich neben Geschäften und Restaurants auch Hotels und Theater befinden.

Auf dem sich über einen Häuserblock erstreckenden Platz selbst befindet sich heute eine Art Park, von viel Stein und Beton durchzogen, um in erster Linie mehrere Cafés und Sitzgelegenheiten für die Besucher zu bieten. In seinen Grundzügen existiert der Park bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, der Name geht auf dort abgehaltene Versammlungen während des Amerikanischen Bürgerkriegs zurück.

Wenn man Bekannte hat, die in den 80er- oder 90er-Jahren in San Francisco waren, kann man anhand von Fotos vom Union Square übrigens gut die Veränderung erkennen, welche die Stadt in den letzten zwei Jahrzehnten durchgemacht hat, denn bis in die 90er war der Platz heruntergekommen – statt Erholungssuchenden traf man hier vor allem Obdachlose und Drogenabhängige.

Das änderte sich erst um das Jahr 2000 herum, dann aber nachdrücklich: Bis 2020 war das Areal mit seinem Dewey Memorial auch für Touristen aus dem Stadtzentrum nicht mehr wegzudenken. Infolge des auch durch die Lockdowns von 2020/2021 beschleunigten „Retail-Sterbens“ (bedingt durch das mittlerweile fast vollständig online ablaufende Shopping) befindet sich die Umgebung derzeit allerdings erneut im Wandel.

Geschäfte am Union Square

Geschäfte und Shopping

Direkt an den Union Square grenzt auch im Jahr 2026 noch eine große Filiale von Macy’s, der vielen vielleicht nur aus New York bekannten Kaufhauskette. Darüber hinaus trifft man auf einige teure Läden wie Gucci, Louis Vuitton und Chanel. Ketten wie Zara oder Neiman Marcus sind ebenso vertreten. H&M, Forever 21 oder auch ein Apple- und ein Nintendo-Store haben in der jüngeren Vergangenheit hingegen geschlossen.

Seit Anfang 2026 endgültig der Geschichte an gehört zudem das ehemalige Westfield Shopping Center an der Market Street gegenüber den Cable Cars, das zu seiner besten Zeit bis in die späten 2010er-Jahre mehr als 250 Geschäfte beheimatete – darunter riesige Filialen der Kaufhausketten Nordstrom und Bloomingdales sowie mehrere Kinos.

Doch schon bei unserem letzten Besuch war die Mall kaum wiederzuerkennen, und so erscheint ihre Schließung nur folgerichtig. Schade ist es dennoch, da kaum vorstellbar ist, wie das doch recht imposante Gebäude in Zukunft sinnvoll genutzt werden könnte.

Mit anderen Worten: Während man bis etwa 2020 – ein entsprechendes Interesse und vielleicht auch das notwendige Budget vorausgesetzt – locker einen kompletten Tag mit einem Einkaufsbummel rund um den Union Square verbringen konnte, ist davon im Jahr 2026 nicht mehr viel übrig geblieben. Entsprechend sinkt der Zeitaufwand von mehreren Stunden für den Platz und seine Umgebung auf vielleicht eine Stunde.

Möchte man zwischendurch eine Rast einlegen, findet man nahe dem Union Square aber immerhin noch das ein oder andere Café, das einen Stopp wert sein kann: Caffee Central, Super Duper Burgers oder auch Sears Fine Food zählen zu den gängigen Optionen.

Lange Schlange am Wendepunkt der Market Street

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Neben dem Union Square an sich lockt vor allem der Wendepunkt der Cable Cars die Touristen in diese Ecke der Stadt. Er befindet sich direkt vor dem schon angesprochenen Westfield Shopping Center. Wer hier einsteigen möchte, muss allerdings früh kommen oder viel Geduld mitbringen: Die Warteschlangen sind lang. Ruhiger geht es im ebenso nicht weit entfernten Cable Car Museum zu.

Im Rahmen eines Stadtrundgangs durch Downtown steht im Anschluss entweder der Norden oder der Osten auf dem Programm. Im Norden findet man – ein Stückchen bergauf – Chinatown mit seinem prominenten Dragon Gate, im Osten hingegen wartet das Embarcadero mit seinem Ferry Building auf Besucher. Beides Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte.

Union Square in San Francisco

Hotels am Union Square

Die Auswahl an Hotels ist prinzipiell nicht schlecht, allerdings hat die zentrale Lage bisweilen ihren Preis: Ganz so teuer wie in Fisherman’s Wharf sind die meisten Unterkünfte zwar nicht, aber mitunter doch nah dran. Zumal die Hotels so gut wie nie über eigene Parkplätze verfügen und man deshalb für bis zu 75 $ die Nacht in ein in der Nähe gelegenes Parkhaus geschickt wird.

Hinzu kommt: Auch aufgrund des abnehmenden Publikumsverkehrs hat die Umgebung des vermeintlichen Zentrums seit 2020 sukzessive nachgelassen. Das Civic Center von San Francisco gilt schon seit Langem als No-Go-Area für Touristen, aber selbst die Market Street zählt mittlerweile nicht mehr zu den besten Ecken.

Wer auch abends bedenkenlos das Hotel verlassen können möchte, ohne zu überlegen, in welche Richtung man besser nicht gehen sollte, ist an Fisherman’s Wharf deutlich besser aufgehoben. Und selbst die auf den ersten Blick nicht allzu einladende Lombard Street ist mittlerweile – nicht zuletzt dank der parallel verlaufenden, ordentlichen Chestnut Street – zumeist zu bevorzugen.

Parkplätze & Parkhäuser

Das größte Problem stellt, wie so oft in dieser Stadt, die Suche nach einem Parkplatz dar. Oder besser: Nach einem einigermaßen bezahlbaren Parkplatz, denn Plätze gibt es genug, doch Parkgebühren von bis zu 15 $ die Stunde (!) wollen wohl nur die wenigsten zahlen.

Wirklich empfehlenswert sind derzeit daher nur wenige Parkhäuser:

  • SFpark Union Square Garage, direkt unter dem Platz, ab 6 $/h
  • SFpark Ellis O’Farrell Garage, nur ein Block südlich, ab 6 $/h
  • SF City Parking Sutter Stockton, etwa 6 $/h

Alle anderen Parkhäuser in der Umgebung sind, zumindest auf die Stunde gerechnet, derzeit deutlich teurer. Abzuraten ist von den in manchen Ecken versteckten Parkplätzen, auf denen die Autos häufig millimetergenau zusammengeschoben werden müssen.

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