Verhalten bei Verkehrskontrollen

Auch wenn man sich immer ganz genau an die Verkehrsregeln hält, ist es durchaus möglich, in den USA in eine Verkehrskontrolle zu geraten. Noch größer stehen die „Chancen“ natürlich immer dann, wenn man das Tempolimit deutlich überschreitet oder sich anderweitig auffällig verhält – dann kann innerhalb kürzester Zeit ein Polizist oder Sheriff im Rückspiegel auftauchen.

Doch wie verhält man sich denn nun wirklich bei Verkehrskontrollen in den USA? Tatsächlich so wie man es aus Filmen und TV-Serien kennt? Lesen Sie hier, was man unbedingt wissen und beachten sollte!

Verkehrskontrollen ernst nehmen

Um die Frage direkt zu beantworten: Kontrollen durch die Polizei sind in den USA in der Tat wesentlich ernster zu nehmen als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Während Polizisten ihren Job hier meistens als Routine ansehen, wittern Cops in den USA bei jeder Verkehrskontrolle eine potentielle Bedrohung – zum einen aufgrund tatsächlicher Vorfälle, zum anderen aber auch, weil sie anders als in Europa häufig ganz alleine unterwegs sind und sich somit schwerer gegen Übergriffe schützen können.

In den USA muss ein Polizist im Grunde davon ausgehen, dass der Gestoppte eine Waffe bei sich trägt, so traurig das auch klingt.

Befolgen Sie daher unbedingt die Anweisungen des Polizisten, seien Sie überall vorsichtig und respektvoll im Umgang mit der Polizei und sprechen Sie den Cop mit „Officer“ oder „Sir“ an!

Eine Identifikation als Tourist ist meistens hilfreich und kann die Situation etwas entschärfen, muss es aber nicht.

Polizeiauto in den USA

Verhalten gegenüber Polizei

Gehen wir ins Detail: Wie muss man sich verhalten, wenn ein Polizeiwagen hinter einem auftaucht und zum Anhalten auffordert?

Nun, als erstes verlangsamt man natürlich sein Tempo, fährt rechts ran und bringt den Wagen zum Stehen. Der Polizist wird sein Auto dann in gewissem Abstand hinter dem eigenen parken, aussteigen und zu einem kommen. So lange sollte man die Hände sichtbar am Lenkrad lassen und nicht schon auf der Suche nach den Papieren im Handschuhfach oder gar in Taschen herumwühlen.

Sobald der Polizist das Auto erreicht hat, können Sie auf seine Anweisung hin die Fensterscheibe herunterlassen. Er wird Sie dann über sein Anliegen informieren und Sie in der Regel dazu auffordern, Führerschein und Fahrzeugschein („License and registration, please!“) vorzuzeigen.

Befolgen Sie diese Anweisung und vermeiden Sie auch dabei zu hektische Bewegungen – der Fahrzeugschein befindet sich bei Mietwagen immer im Handschuhfach.

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Angst bei einer Verkehrskontrolle zu haben, mag zwar übertrieben wirken, aber Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht. Je weniger man nach den geforderten Unterlagen suchen muss, desto besser.

Sofern es sich um eine Routinekontrolle handelt, darf man nach dem Vorzeigen von Führer- und Fahrzeugschein üblicherweise sofort weiterfahren, hat man sich allerdings etwas wie „Speeding“, also eine Tempoüberschreitung, zu Schulden kommen lassen, belehrt der Polizist einen und stellt unter Umständen direkt ein „Ticket“ aus. Je nach Bundesstaat und Tempo kann dessen Höhe durchaus empfindlich sein.

Entschuldigen Sie sich in dem Fall für Ihren Fehler und lassen Sie sich auf keinen Fall auf eine Diskussion mit dem Polizisten ein: Je nachdem, wen Sie erwischen, kann eine etwas zu hitzige Debatte tatsächlich mit einer Übernachtung in einer Zelle enden, wenn Sie ganz viel Pech haben.

Halten Sie sich also an die Verkehrsregeln und geben Sie sich bei Verkehrskontrollen verständnisvoll, um sich Ihren Urlaub in den USA nicht zu vermiesen!

Bildnachweis (von oben nach unten): Richard Bauer (CC BY 2.0), Raymond Wambsgans (CC BY-SA 2.0)

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