Westküste USA Sehenswürdigkeiten: Was, wo und wie lange?

Zugegeben: Es ist nicht ganz leicht, an der Westküste der USA den Überblick zu behalten, gibt es doch unzählige Städte, National Parks und Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. Eine ganz entscheidende Frage ist es daher, wie viel Zeit man wo verbringen sollte, um einerseits viele verschiedene Orte zu sehen, andererseits nicht zu wenig Zeit an dem ein oder anderen Ziel zu verbringen.

Der folgende Überblick soll Ihnen helfen, sich einen Eindruck von der Vielfalt der Region zu verschaffen, und eine grobe Orientierung bieten, welche Reiseziele sich lohnen sowie wie viel Zeit man wo verbringen muss. Wir beginnen mit den Städten und widmen uns dann den National Parks sowie der Natur.

Hollywood Boulevard Los Angeles Griffith Observatory Foto

Städte an der Westküste

Los Angeles: Aufgrund seines Flughafens stellt Los Angeles für viele Urlauber Start- und Zielpunkt einer Rundreise dar, doch natürlich hat die größte Stadt Kaliforniens auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Vor allem die Umgebung von Hollywood ist dabei zu nennen, aber auch Santa Monica ist den Besuch wert.

Zudem können einige Museen wie das Getty Center eine Überlegung wert sein – und der Ausblick vom Griffith Observatory ist ein absolutes Muss, das bei keinem Besuch fehlen darf.

Üblicherweise sind deshalb zwei Tage in Los Angeles ein guter Ausgangspunkt.

Einen Tag verbringt man tagsüber in Hollywood sowie Umgebung und abends im Griffith Park, am zweiten macht man dann zum Beispiel einen Abstecher nach Santa Monica oder unternimmt eine Hollywood Studio Tour. Ein dritter Tag lohnt sich vor allem dann, wenn ein langer Besuch im Disneyland oder in den Universal Studios anstehen soll.

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San Francisco Foto Union Square San Francisco

San Francisco: Ganz anders als Los Angeles ist San Francisco, eine zwar ebenfalls sehr ungewöhnliche, dafür aber recht natürlich gewachsene sowie deutlich europäischer anmutende Stadt, die ein klares Stadtzentrum, viele spannende Ecken und noch ein bisschen mehr Sehenswertes zu bieten hat.

Allein für Fisherman’s Wharf, Pier 39 und Alcatraz benötigt man etwa einen Tag, einen zweiten könnte man vormittags an der Golden Gate Bridge und im Golden Gate Park sowie nachmittags am Union Square und in Chinatown verbringen. An einem dritten Tag kann man unter anderem Twin Peaks, Land’s End und Alamo Square besuchen oder die Stadt noch ein wenig auf eigene Faust erkunden.

Wenn man „das ganze“ San Francisco sehen will (was natürlich letzten Endes dennoch nur ein Bruchteil ist) sind drei Tage eigentlich Pflicht.

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Bellagio Las Vegas The Venetian Las Vegas

Las Vegas: Schon schwieriger fällt die Einschätzung für Las Vegas, diese Stadt der Extreme, die man entweder liebt oder hasst – dazwischen gibt es wenig. Wenn es allein um die Sehenswürdigkeiten geht, dann hat die Stadt im Westen der USA entweder ganz viel oder ganz wenig zu bieten: Je nachdem, ob man Hotels und Casinos als solche durchgehen lässt.

Um alle Hotels in Las Vegas einmal in Ruhe von innen und außen gesehen zu haben, braucht man normalerweise gut anderthalb Tage. Ganz Schnelle schaffen den Rundgang am Strip sogar an einem Tag, andere sind auch nach zwei Tagen noch nicht satt. Nicht zuletzt hängt das auch vom Wetter, Tagesrhythmus und den persönlichen Vorlieben ab.

Wenn man sich in Las Vegas auch von den anstrengenden Wanderungen an der Westküste der USA ein wenig erholen, Büffets besuchen und im Casino zocken will, sind bis zu drei Tage sinnvoll. Das sollte dann aber auch die Obergrenze einen Besuch darstellen.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten in Las Vegas

Balboa Park San Diego Balboa Park San Diego

San Diego: Aufgrund seiner Lage ganz im Süden der Westküste der USA wird San Diego oft vernachlässigt, dabei hat die Stadt eine Menge an Attraktionen zu bieten, ist dabei aber nicht ganz so von Touristen überlaufen wie zum Beispiel San Francisco – zumindest nicht von europäischen Touristen.

Allein im San Diego Zoo und im Balboa Park kann man schon mindestens einen Tag verbringen, dazu laden das historische Stadtzentrum, die Strände mit La Jolla im Norden sowie diverse Aussichtspunkte zu Besuchen ein. Daher sollten es mindestens zwei Tage in San Diego sein, aber auch drei lassen sich ohne Weiteres füllen.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten in San Diego

Seattle Sehenswürdigkeiten Foto Die Sehenswürdigkeiten von Vancouver

Seattle: Trotz des häufig schlechten Wetters ist Seattle eine durchaus schöne Stadt, auch wenn das eigentliche Highlight ein paar hundert Kilometer weiter nördlich liegt: Vancouver. Wenn man Seattle besucht, ist ein „Abstecher“ nach Kanada eigentlich Pflicht, denn nicht umsonst gilt Vancouver als eine der lebenswertesten Städte der Welt – und wartet zudem mit einem einzigartigen Panorama auf.

Für Seattle an sich kann ein voller Tag daher bereits als ausreichend erachtet werden. Vancouver hingegen, das sich sowohl mit dem Zug als auch mit dem Flugzeug problemlos erreichen lässt, bietet genug Sehenswertes, um sich dort drei Tage lang aufzuhalten. Die wichtigsten Stationen sind Downtown, der Stanley Park und Granville Island.

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Sehenswürdigkeiten in Seattle
Sehenswürdigkeiten in Vancouver

USA Südwesten: Städte & National Parks von Kalifornien bis Utah

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Arches National Park Foto Bryce Canyon National Park Reiseführer Bild

National Parks & Natur

Arches National Park: Mit seinen großartigen Bögen zählt der Arches National Park in Utah zu den beeindruckendsten und einmaligsten Parks an der Westküste der USA. Auch wenn die Besucherströme in den Sommermonaten manchmal anstrengen, lädt der Park dank toller Ausblicke und vor allem großartiger Wanderwege zu einem längeren Aufenthalt ein: Zwei Tage sind durchaus möglich, für den Anfang ist ein ganzer Tag jedoch realistischer.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Arches National Park

Bryce Canyon National Park: Aufgrund seiner unglaublichen Ausblicke und seiner einmaligen Gesteinskulisse wird Bryce Canyon von vielen Urlauber als der schönste Park ihrer Rundreise bezeichnet. Wer nicht nur die Viewpoints ansteuern, sondern auch wandern will, sollte hier ebenfalls einen Tag einplanen und unbedingt einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang mitnehmen.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Bryce Canyon National Park

Canyonlands National Park Foto Capitol Reef National Park Reiseführer

Canyonlands National Park: In der unmittelbaren Nähe von Arches liegt der Island in the Sky District des Canyonlands National Parks, der mit seinen Ausblicken auf Canyons und Colorado River nicht von ungefähr an den Grand Canyon erinnert, jedoch mehr Stille bietet. Noch einen Tick schöner ist der Needles District im Süden, der anspruchsvolle, aber großartige Wanderwege bietet. Island in the Sky kann man an einem halben Tag schaffen, für die Needles ist ein ganzer Tag sinnvoller.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Canyonlands National Park

Capitol Reef National Park: Häufig ein wenig übersehen wird der Capitol Reef National Park, der zwar regelmäßig durchfahren, aber recht selten in Ruhe angeguckt wird. Dabei sollte man aber zumindest den Scenic Drive einmal abgefahren und näher betrachtet haben, denn die einzigartigen, hier roten Felsformationen und auch einige Wanderwege lohnen sich. Einen ganzen Tag kann man hier ohne Weiteres verbringen – zumal sich aufgrund seiner Lage ohnehin ein Zwischenstopp anbietet.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Capitol Reef National Park

Death Valley National Park Grand Canyon National Park Foto

Death Valley National Park: Death Valley bietet sich in erster Linie auf der Weiterfahrt von Yosemite nach Nevada (oder umgekehrt) an, aber auch als Tagesausflug von Las Vegas kann man das oft staubtrockene Tal des Todes besuchen. Ein Tag reicht dann auch in der Regel, um die wichtigsten und schönsten Aussichtspunkte abzuklappern. Lange wandern kann man hier aufgrund der Temperaturen vor allem im Sommer ohnehin nicht.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Death Valley National Park

Grand Canyon National Park: Auch wenn der Grand Canyon mit seinen Ausblicken für die meisten US-Reisenden an der Westküste ganz oben auf der Prioritätenliste steht, muss man für ihn nicht viel mehr Zeit einplanen als für die Umgebung. Die wichtigsten und schönsten Viewpoints am South Rim kann man problemlos alle an einem Tag ansteuern, denn Wanderungen sind nur sehr begrenzt möglich.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Grand Canyon National Park

Highway 1 Foto Joshua Tree National Park Foto

Highway 1: Unter dem Highway 1 versteht man gemeinhin die Küstenroute zwischen Los Angeles und San Francisco, insbesondere den Abschnitt zwischen Morro Bay und Monterey, in dem die tolle Big-Sur-Region liegt. Einen Tag darf man für das wunderschöne Santa Barbara einplanen, einen weiteren Tag für Big Sur und seine State Parks sowie einen dritten Tag für Monterey, Carmel-by-the-Sea und Umgebung.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten am Highway 1

Joshua Tree National Park: Fast schon eine Art Geheimtipp ist der Joshua Tree National Park, der von vielen als reiner Kakteenpark abgetan wird, zugleich aber sehr schöne Wanderwege und Ruinen aus der Goldgräberzeit bietet. Ein ganzer Tag ist aus unserer Sicht Pflicht – wer den Park mag, kann aber auch problemlos anderthalb oder mehr hier verbringen.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Joshua Tree National Park

Lassen National Park Foto Olympic National Park Foto

Lassen Volcanic Park: Nur im Sommer wirklich zugänglich ist der Lassen Volcanic Park, zugleich ist es vielleicht der unbekannteste National Park an der Westküste der USA. Als Sehenswürdigkeit muss man ihn dennoch beschreiben, ist die Vulkanlandschaft mit ihren Geysiren doch sehr beeindruckend. Wenn das Wetter passt, ist zumindest ein voller Tag sinnvoll, an dem man die faszinierende Landschaft locker durchfahren und dabei die schönsten Trails sehen kann.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Lassen Volcanic National Park

Olympic National Park: Olympic, ganz im Nordwesten der USA gelegen, erinnert ein wenig an ein kühleres und nasseres Yosemite, wartet mit schönen Flüssen, Seen, Bergen und sogar etwas Regenwald auf. Aufgrund der Größe des Parks und der umständlichen Erreichbarkeit (fast jede Ecke hat ihren eigenen Eingang) muss man hier schon mindestens zwei, drei Tage verbringen, um mehr als nur einen kleinen Eindruck zu gewinnen. Aufgrund des recht großen Umweges wäre alles darunter auch Verschwendung.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Olympic National Park

Redwood National Park Foto Kakteenwald im Saguaro National Park

Redwood National and State Parks: Sofern man Yosemite und Sequoia nicht besucht, sind die Redwoods mit ihren riesigen Bäumen eine Überlegung wert, vor allem wenn man die Strecke von Seattle nach San Francisco fährt. Die Parks erstrecken sich über eine schier endlose Fläche, weshalb man für einen umfassenden Besuch mehrere Tage benötigen würde. Realistischerweise reicht aber ein Tag für einen guten Eindruck aus.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Redwood National Park

Saguaro National Park: Wer im Südwesten der USA mal echte Kakteen sehen will, wird im Saguaro National Park fündig, der sich im Süden von Arizona nahe der Stadt Tucson befindet. Der Park besteht aus zwei großen Gebieten, die sich aber sehr ähneln, sodass der Besuch eines Districts ausreicht. Dafür ist ein voller Tag eine realistische Basis.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Saguaro National Park

Sequoia National Park Bär im Sequoia National Park

Sequoia National Park: Mammutbäume mit unglaublichem Durchmesser findet man im Sequoia National Park südlich von Yosemite in der Sierra Nevada. An einem Tag kann man die größten Bäume, schönsten Wiesen und Viewpoints sehen. Wer mehr wandern will, sollte jedoch einmal in Sequoia übernachten, denn An- und Abfahrt ziehen sich.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Sequoia National Park

Yosemite National Park: Manche meinen, man könne in Yosemite allein seinen ganzen Urlaub verbringen. Wir würden dem grundsätzlich nicht widersprechen, wenn es in den Sommermonaten hier nicht so verdammt voll wäre. Dennoch bietet Yosemite mit seinen Bergen, Wasserfällen, Seen und Wäldern so viele unterschiedliche Ecken und Wanderwege, dass zwei Tage das absolute Minimum darstellen sollten. Drei volle Tagen wären eigentlich sogar besser, wenn auch die Tioga Road abgefahren werden soll.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Yosemite National Park

Zion National Park Foto Valley of Fire State Park Foto

Zion National Park: Oft wird der Zion National Park zu Unrecht nur als kurzer Zwischenstopp auf dem Weg nach Bryce Canyon angesehen. Beeindruckende Schluchten und großartige Wanderwege laden zu einem längeren Aufenthalt ein und der sollte es unserer Meinung nach auch sein: Einen vollen Tag kann man allein im Hauptteil des Parks verbringen, ein paar weitere Stunden bis hin zu einem weiteren vollen Tag im Ostteil. Dessen Besuch kann man allerdings auch mit der Weiterfahrt nach Bryce Canyon verbinden.

Mehr dazu: Sehenswürdigkeiten im Zion National Park

National Monuments & State Parks: Neben den großen National Parks gibt es auch zahlreiche kleinere State Parks und National Monuments, die einen Besuch wert sind. Dazu zählen im Südwesten unter anderem das National Bridges National Monument sowie der Goosenecks State Park und der Goblin Valley State Park in Utah sowie das Valley of Fire in Las Vegas. Sie lassen sich üblicherweise problemlos zwischen den großen Stationen ansteuern, der unbedingt notwendige Zeitaufwand ist selten höher als ein paar Stunden.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an der Westküste der USA befinden sich natürlich in den großen Städten: In San Francisco sollte man unbedingt zwei bis drei Tage verbringen, aber auch in Los Angeles, Las Vegas und San Diego ist ein vergleichbarer Zeitraum absolut zu rechtfertigen.

Bei den National Parks gilt es stets abzuwägen: Möchte ich nur einen groben Eindruck gewinnen und die wichtigsten Viewpoints besuchen? Dann reicht fast überall ein knapper Tag aus.

Oder möchten Sie die Natur erforschen und für die schönsten Ecken auch längere Wanderwege in Kauf nehmen? Dann können hier und da auch zwei Tage oder mehr einzuplanen.

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