Whale Watching in Kalifornien

Alles über Tickets und Touren von Monterey bis San Diego

Zu den schönsten und interessantesten Naturattraktionen abseits der großen State und National Parks im Südwesten der USA zählt das Whale Watching, das sich vor der Küste von Kalifornien fast das gesamte Jahr über betreiben lässt. Vor allem Monterey, Newport Beach (bei Los Angeles) und San Diego kommen dafür infrage – und die Auswahl an Touren und Anbietern ist groß …

Tickets & Touren im Überblick

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Die besten Orte fürs Whale Watching

Anbieter von Whale-Watching-Touren findet man, wie erwähnt, vor allem in Monterey, in Newport Beach sowie in San Diego. Alle drei Städte beziehungsweise Startpunkte bringen kleine Vor- und Nachteile mit sich, sodass man in erster Linie die eigene Reiseroute darüber entscheiden lassen sollte, wo man ein Ticket bucht.

Ein Buckelwal vor der Küste von Kalifornien.

Touren in Monterey

Monterey ist der wahrscheinlich am häufigsten gebuchte Ort fürs Whale Watching, was ganz einfach daran liegt, dass die kleine Stadt bei einer Fahrt von San Francisco nach Los Angeles fast immer besucht wird – nämlich dann, wenn man den Highway 1, die wundervolle Küstenstraße, entlangfahren will. Monterey stellt dann den nördlichen Start- oder Endpunkt dieser Strecke, der Big-Sur-Region, dar.

Zugleich bietet die Stadt aber auch mit die besten Voraussetzungen für Ausflüge, ist sie doch nicht allzu groß und ihre Umgebung sehr naturbelassen. Neben Buckelwalen bekommt man hier im besten Fall auch Blau- und Finnwale, Grauwale sowie Orcas, Delfine und andere Meeresbewohner zu Gesicht.

Eine typische Rundfahrt auf einem kleinen, aber „stabil“ wirkenden Schiff beginnt an der alten Fisherman’s Wharf und fährt dann an weiteren kleinen Attraktionen wie der Cannery Row vorbei hinaus aufs Meer. Drei bis vier Stunden Zeit sollte man einplanen, abhängig von der Jahreszeit: In Sommer und Herbst dauern sie etwas länger, im Winter kürzer. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.

Tickets sind online erhältlich und beginnen preislich üblicherweise bei etwa 65 Euro für Erwachsene. Touren finden in der Regel täglich statt und starten meistens um 9 Uhr sowie um 13 Uhr.

Für uns ist die Stadt aufgrund der natürlichen Umgebung und Vielfalt der Flora (und Fauna) erste Wahl. Einzig und allein das in der Nebensaison manchmal durchwachsene Wetter könnte dagegen sprechen.

Ein Wal vom Boot aus bei Newport Beach.

Touren in Newport Beach

Einige weitere Anbieter gibt in Newport Beach, auf das man im Südosten von Los Angeles noch hinter Long Beach und Huntington Beach trifft. Da LA im Rahmen einer typischen Rundreise von zwei bis drei Wochen entlang der Westküste fast immer angesteuert wird, bietet sich auch diese Möglichkeit für die meisten Urlauber an.

Verschiedene „Kreuzfahrten“ befinden sich hier im Angebot, die zwischen 2,5 und 4 Stunden Zeit in Anspruch nehmen und einem im Optimalfall ebenfalls die verschiedensten Meeresbewohner zeigen: von Blauwalen über Buckelwale bis hin zu Delfinen. Auch etwas ungewöhnlichere Touren wie etwa auf einem Katamaran stehen zur Auswahl.

Die Ticketpreise sind mit der Konkurrenz im Norden weitgehend vergleichbar: ab 65 Euro pro Person, ebenfalls online erhältlich. In der Hauptsaison gibt es bis zu drei Touren täglich; vormittags, mittags und nachmittags.

Vorteil vom Whale Watching in Newport Beach ist das Wetter, das im südlichen Kalifornien nahezu immer mitspielt. Dem gegenüber steht die etwas aufwendigere Anfahrt – wahrscheinlich durch den Verkehr von Los Angeles! – sowie die weniger natürliche Umgebung. Kein Wunder, zählt der Port of Long Beach doch zu den größten Häfen der USA.

Aus diesem Grund stellt Newport Beach für uns nur die zweit- oder sogar drittbeste Wahl dar.

Drei Wale vom Boot aus bei San Diego.

Touren in San Diego

Das ganz im Süden von Kalifornien gelegene San Diego schließlich wird selbst auf einer vierwöchigen Rundreise durch den Südwesten mitunter ausgelassen – zu Unrecht, zählt die Stadt neben San Francisco doch zweifellos zu den schönsten der gesamten Westküste. Vielleicht ist ihre in Teilen europäischer erscheinende Architektur der Grund?

Wie dem auch sei: Whale Watching in San Diego lässt sich ganz wunderbar betreiben! Die knapp vierstündigen Bootsfahrten führen einen – abhängig von der Saison – zu Grau- oder Blauwalen. Seelöwen, Seehunde und Delfine gibt es üblicherweise das gesamte Jahr über zu bestaunen.

Tickets sind wiederum online erhältlich und mitunter etwas günstiger, ab etwa 55 Euro für Erwachsene. Darüber hinaus finden viele Touren auf etwas größeren Schiffen statt, was insbesondere Reisenden, die leicht seekrank werden, entgegenkommt.

Davon abgesehen gilt im Grunde das Gleiche wie für Newport Beach: Die Kulisse ist nicht ganz so natürlich wie am Highway 1, die Artenvielfalt etwas geringer und die Erwartungen sollten sicherheitshalber nicht zu hoch sein; ein bisschen Glück ist in der Natur immer dabei.

Alles in allem aber ist auch eine Whale-Watching-Tour in San Diego oft ein fantastisches Erlebnis.

Whale Watching in San Diego.

Wann sieht man welche Wale?

Während Delfine, Seehunde und Seehunde im Grunde das gesamte Jahr vor Ort sind, sieht man die verschiedenen Walarten nur zu bestimmten Zeit – meistens auf der Suche nach Futter oder während ihrer Wanderungen zwischen Alaska im Norden und Baja California (Mexiko) im Süden.

Blauwale: Beste Zeit für Blauwale vor der kalifornischen Küste ist Mitte Juli bis Mitte September, wenn es die beeindruckenden Tiere auf der Suche nach Krill in Richtung Land treibt. Mit Glück sind sie aber auch schon im Juni zu sehen.

Buckelwale: Prinzipiell das ganze Jahr über, vor allem aber von Mai bis November, kann man Buckelwale auf einer Tour bewundern. Am zahlreichsten trifft man sie von Juli bis September an, wiederum auf der Suche nach Futter.

Grauwale: Nur in der Nebensaison trifft man auf Grauwale, die zwischen Dezember und März die schon beschriebene Reise von Alaska nach Baja California begehen. Am besten stehen die Chancen um den Februar und März herum, wenn sie ihren Rückweg antreten.

Finnwale: Von Juni bis Oktober, mit Schwerpunkt Juli bis September, darf man sich letztlich Finnwale erhoffen.

Eine allgemein beste Zeit fürs Whale Watching in Kalifornien gibt es also kaum, auch wenn man im Zeitraum von Juni bis September die stärkste Aktivität erwarten darf. Lediglich Grauwale darf man nur in den Wintermonaten erwarten.

Der June Gloom: kein schöner Anblick.

Die richtige Erwartungshaltung

Abschließend sei gesagt: Tickets sollte man nur mit einer realistischen Erwartungshaltung kaufen. Die Anbieter geben sich normalerweise zwar größte Mühe, den Reisenden ein ansprechendes Programm zu bieten, ohne die Tiere dabei zu beeinträchtigen – eine Garantie, diesen oder jenen Wal auch tatsächlich zu sehen, gibt es aber nicht.

Das Wetter und andere Umwelteinflüsse können dafür sorgen, dass einem hin und wieder auch mal „nur“ Delfine und Seehunde unterwegs begegnen. Das ist Pech, aber naturgemäß nicht zu ändern.

Immerhin: Häufig können Tickets bis zu 24 Stunden vor Beginn kostenlos storniert werden, falls sich bereits absehen oder zumindest erahnen lässt, dass das einem beispielsweise das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht.