Route 66: Reise in die Vergangenheit

Einmal über die Route 66 zu fahren, das ist für viele Touristen ein Traum – aber was bietet die Straße heute noch an Sehenswertem?

Das ist eine gute Frage, denn offiziell existiert der „U.S. Highway 66“ schon seit etwa Mitte der 80er-Jahre überhaupt nicht mehr und von dem einstigen Flair ist nur noch ganz wenig übrig geblieben. Die Route 66 ist heute vorrangig eine Straße wie jede andere und nicht einmal eine besonders gute.

Lesen Sie hier, was Sie bei einer Fahrt über den alten Highway erwartet und welche Abschnitte sich in Arizona und Kalifornien noch lohnen!

Route 66 Reiseführer Bild

Route 66 in Arizona & Kalifornien

Zugegeben, die Einleitung klingt recht ernüchternd, liegt aber schlichtweg in der historischen Bedeutung der Straße begründet, die heute nicht mehr gegeben ist. Abgesehen von ein paar Souvenir-Shops sowie dem ein oder anderen alten oder zumindest auf alt gemachten Hotel erinnert hier nur wenig an alte Zeiten.

Jedoch sollte das kein echtes Hindernis darstellen, denn wenn man eine Rundreise durch den Südwesten der USA plant, wird man fast unweigerlich ein paar Meilen auf der einstigen Route 66 verbringen – zum Beispiel auf dem Weg vom Grand Canyon über Joshua Tree nach San Diego oder Los Angeles: Flagstaff, Williams, Seligman, Kingman und das per Umweg erreichbare Oatman heißen ein paar der Kleinstädte entlang der Straße, die hier und da noch etwas altes Flair versprühen.

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Gerade Oatman, das heute mit seinen zahlreichen Eseln auf den Straßen irgendetwas zwischen einer Geisterstadt und Touristenmagnet ist, kann sich dabei durchaus sehen lassen, liegt allerdings auch in einem schwierigen Teil der Strecke und bedarf einer etwa einstündigen Anfahrt durch die Berge.

Oatman Reiseführer Bild Route 66

Wollen Sie jedoch einfach nur ein bisschen die amerikanische Weite und Freiheit genießen, so bekommen Sie diese auf dem übrigen Teil des Highways in Arizona und Kalifornien in schnellerem Tempo. Besonders in Arizona trifft man dabei auch immer wieder auf alte Relikte aus besseren Tagen: Verkommene Tankstellen, niedergebrannte Cafés oder umgestürzte Wassertürme.

Sehenswert sind davon in erster Linie die zahlreichen Briefkästen, die immer wieder den Straßenrand säumen, auch wenn von den zugehörigen Häusern mitunter weit und breit nichts zu sehen ist.

Route 66

In einem mehrere Dutzend Kilometer langen Abschnitt haben zudem andere Touristen und vermutlich auch die ein oder anderen Einheimischen ihre Namen mit Hilfe von Steinen am Straßenrand hinterlegt.

Alles in allem fällt es schwer, die Route 66 heute noch als wirklich „sehenswert“ zu beschreiben, aber wenn einen seine Route ohnehin über die Straße führt, spricht nichts dagegen, insbesondere im Westen Arizonas hier und da einen kurzen Foto-Stopp einzulegen. Seien Sie allerdings nicht überrascht, wenn einige Straßenabschnitte sich in sehr schlechtem Zustand befinden – das ist schlichtweg auf ihre geringe Nutzung zurückzuführen.

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