Joshua Tree National Park

Der Joshua Tree National Park liegt im Südosten Kaliforniens, gut 200 Kilometer östlich von Los Angeles und 600 Kilometer westlich vom Grand Canyon.

Besonders sehenswert ist der vergleichsweise unbekannte Park, weil die ansonsten so karge Wüstenlandschaft von den ungewöhnlichen Joshua Trees (Josua-Palmen) durchzogen wird. Aber auch sehr schöne Wanderwege durch Täler und Palmenoasen sowie der ein oder andere Ausblick machen die Landschaft im Parkgebiet zu etwas ganz Besonderem und einen Besuch äußerst lohnenswert!

Joshua Tree National Park

Anfahrt & Ablauf

Mehrere Einfahrten führen in den Park hinein, von denen drei den Zugang zum zentralen Hauptgebiet ermöglichen: Im Norden sind das von Highway 62 die West Entrance Station nahe der Kleinstadt Joshua Tree und die North Entrance Station hinter Twentynine Palms, während die South Entrance Station einen von Highway 10 im Süden aus ins Parkgelände bringt.

Darüber hinaus stößt man auf mehrere kleine Stichstraßen, die den Zugang zu Trails, Viewpoints und Campgrounds ermöglichen, die über das Hauptgebiet nicht erreicht werden können.

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Üblicherweise nutzt man die Einfahrten im Norden, an denen man auch jeweils ein Visitor Center findet, da sie den schnellsten Zugang zu den Hauptattraktionen ermöglichen. Weil der Park enorm groß ist, sollte man sich dennoch darauf einstellen, auch im Inneren noch recht viel mit dem Auto unterwegs zu sein.

Beachten Sie zudem im Voraus etwaige Straßensperrungen: Gerade im Spätsommer und frühen Herbst kann es im Zuge von Unwettern dazu kommen, dass einzelne Straßen nicht befahrbar sind und mitunter sogar mehrere Trails und Viewpoints schlichtweg nicht erreicht werden können.

Joshua Tree National Park Foto Gute Urlaubsfotos Bild

Im Gegensatz zu vielen anderen National Parks gibt es im Joshua Tree keine feste oder „beste“ Abfolge, nach der man vorgehen sollte. Sehr empfehlenswert sind auf jeden Fall das zentral gelegene Hidden Valley, in dem man ganz wunderbar wandern kann, der Barker Dam, der einen seltenen Blick auf Wasser in der Wüste erlaubt, und Keys View, ein toller Viewpoint, der im Sommer am Nachmittag nur manchmal von der Luftverschmutzung der Umgebung getrübt wird.

Auch die Überreste von alten Minengebäuden, die man mitunter am Wegrand findet, sind einen Blick wert. Achten Sie zudem auf Schlangen, die hier zum Teil durch das Gebüsch kriechen, und denken Sie nicht nur im Hochsommer an ausreichend Wasser!

Joshua Tree National Park

Trails & Viewpoints

Es gibt zahlreiche wundervolle Wanderwege im Park, weshalb eine klare Ordnung schwerfällt. Für Einsteiger empfehlen sich die kurzen Wege (etwa 2 km) durchs Hidden Valley, wo einst Vieh gehalten wurde, und zum Barker Dam, welcher der Wasserversorgung eben jenes Viehs diente. Auch der Weg zum Skull Rock, ein Felsen in Form eines Totenschädels, ist problemlos in gut einer Stunde machbar.

Darf es etwas länger sein, lohnt sich der Lost Horse Mine Trail (6 km) mit den noch gut erhaltenen Überresten einer alten Mine, der 49 Palms Oasis Trail (5 km) zu einer schönen Palmenoase, in der sich aber leider nicht immer Wasser findet, oder der Aufstieg auf den Mastodon Peak (ebenfalls 5 km). Für jeden dieser Trails sollte man aufgrund der zu überwindenden Höhenmeter allerdings gut drei Stunden einplanen.

Im Vergleich zu anderen National Parks sind aber auch die vermeintlich anspruchsvolleren Trails, was die Beschaffenheit der Wege angeht, relativ harmlos. Nur die oft arg große Hitze sowie manchmal auch der enorme Wind machen wirklich zu schaffen und können im schlimmsten Fall ein kleines Risiko darstellen – man überschätzt schnell mal seine Kräfte.

Was tun in welcher Zeit?

In drei Stunden: Gut drei Stunden stellen die Untergrenze des Machbaren in Joshua Tree dar, denn die Wege im Park ziehen sich mehr, als man denkt. Zeitlich möglich ist der Besuch des schönen Hidden Valleys inklusive einer kleiner Wanderung, eventuell wäre auch die Auffahrt zu Keys View denkbar, um den Ausblick auf die Landschaft und die San-Andreas-Verwerfung zu genießen. In der Regel sinnvoll ist bei einem solchen Abstecher die Nutzung sowohl der West Entrance Station als auch der North Entrance Station.

An einem halben Tag: Ein halber Tag ist unter normalen Umständen jedoch ein deutlich besserer Zeitraum, um tatsächlich etwas von dem Parkgebiet zu sehen und nicht nur mal schnell durchgefahren zu sein. Auch in diesem Zeitrahmen sollte man das Hidden Valley (umfangreichere Wanderung möglich) und Keys View nicht verpassen, zusätzlich könnte man jedoch noch den recht schönen und nicht allzu langen Barker Dam Loop in Angriff nehmen. Alternativ wäre der Trail zur Wonderland Ranch / Wall Street Mill eine Überlegung wert, auf dem man etliche Ruinen der Parkvergangenheit antrifft.

An einem ganzen Tag: Bei einem ganzen Tag im Park muss vor allem das Wetter mitspielen, denn auch wenn sich zahlreiche lange Wanderungen anbieten, so sind diese vor allem von Mai bis September aufgrund der häufig enorm hohen Temperaturen doch arg kräftezehrend.

Eine interessante Ergänzung ist in diesem Zeitrahmen der Lost Horse Mine Trail, für den man, abhängig vom eigenen Tempo, drei bis vier Stunden einkalkulieren sollte. Wer diese Anstrengung scheut, ist mit dem Fortynine Palms Oasis Trail besser beraten, den man allerdings außerhalb des Parks von Highway 62 aus ansteuern muss.

Joshua Tree National Park Foto

Motels, Hotels & Camping

Im Park selbst gibt es zahlreiche Campingplätze in bester Lage und mit ausreichend Platz, allein an Wasser mangelt es verständlicherweise fast überall.

Groß und schön ist hier etwa der Black Rock Campground ganz im Nordwesten (dort gibt es sogar Wasser!), aber auch der zentral gelegene Jumbo Rocks, der kleinere Hidden Valley Campground und der Indian Cove Campground im Norden können sich sehen lassen. Eine Übernachtung mit dem Wohnmobil kostet 10-15$, Reservierungen sind zum Teil online möglich, aber bisher höchstens in der absoluten Hauptsaison notwendig.

Will man im Hotel oder Motel übernachten, stellt Twentynine Palms am Parkeingang im Norden die beste Wahl dar, in dem es fast immer gute Zimmer zu sehr günstigen Preisen und auch einen großen Supermarkt gibt. Das größere, aber ein Stück weiter entfernte Palm Springs kann neben Indio ebenfalls eine Alternative darstellen, wenn man nach Süden weiterfährt.

Gut und günstig sind in Twentynine Palms zum Beispiel das Holiday Inn Express und das frisch renovierte Hotel 29 Palms.

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