Einen Mietwagen für die USA buchen

Wer eine Rundreise durch die USA unternimmt oder vielleicht auch nur eine Stadt wie Los Angeles besuchen will, kommt um ein Mietfahrzeug nicht herum. Ganz zu Beginn der Reiseplanung muss man daher entscheiden, ob man seinen Urlaub mit dem PKW oder mit dem Wohnmobil bestreitet.

Doch auch wenn die Entscheidung auf den Mietwagen gefallen ist, stehen noch zahlreiche Überlegungen an: Wie groß muss das Auto sein? Wie vergleicht man am besten die Preise? Welcher Verleih ist der richtige und welche der zahlreichen Versicherungen braucht man?

Alle Antworten, wie Sie einen Mietwagen für die USA buchen, ohne dabei in Fettnäpfchen zu treten, schlüsseln wir im Folgenden Schritt für Schritt auf!

Inhalt: FahrzeuggrößeVerleihVersicherung & Co.ÜbernahmeTipps für Unterwegs

Einen Mietwagen für die USA buchen

So buchen Sie richtig!

Die passende Größe
Als erstes muss man sich die Frage stellen, wie groß das Auto, das man mieten möchte, eigentlich sein muss – denn sowohl ein zu großes als auch ein zu kleines Fahrzeug bringt Nachteile mit sich. Maßgeblich ist dafür in erster Linie die Größe des Kofferraums, der in den USA häufig kleiner ausfällt als man denkt.

Selbst in einem Wagen der Kategorie Mid Size (meist knapp über Golf-Klasse) finden nicht immer zwei durchschnittlich große Koffer Platz. Ab vier Personen sollte man daher auf jeden Fall zu einem “Full Size” greifen, ab fünf Personen kann sogar ein Van oder SUV die beste Wahl darstellen, wo man allerdings die hinteren Sitze umklappen muss.

Also einfach immer eine Kategorie größer wählen? Das klingt, nicht zuletzt aufgrund häufig relativ geringer Preisunterschiede, verlockend. Allerdings steigt auch der Benzinverbrauch mit dem Sprung von Mid Size auf Full Size mitunter überraschend stark an – und auf engen Berg- oder Küstenstraßen ist man über jeden fehlenden Zentimeter am Auto dankbar.

Beispiel für einen Mietwagen in den USA mit Kofferraum offen

Beachten Sie zudem, dass Mietwagenanbieter quasi grundsätzlich den größten Wagen einer Kategorie auf ihrer Website nennen, dieser jedoch immer mit dem Zusatz “oder vergleichbar” versehen ist, was in der Realität bedeutet: Fast alle Autos und Kofferräume sind kleiner, als man es erwartet. Bei manchen Anbietern ist das sogar Masche, um dem Kunden in den USA noch ein größeres Modell aufschwatzen zu können. Gegen Aufpreis, versteht sich.

Unser Tipp: Für Paare, die mit einer vertretbaren Menge an Gepäck verreisen, reicht ein Mid Size in der Regel aus, auch zwei Erwachsene und ein Kind kommen hier noch gut unter. Bei zwei Erwachsenen und einem Jugendlichen kann man schon an einen Full Size denken und ab vier Personen – egal wie alt die Kinder sein mögen – ist er im Grunde Pflicht. Allein schon, weil auf den langen Fahrten durch die USA auch ein wenig mehr Abstand zwischen den Passagieren durchaus angenehm ist.

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Ein guter Mietwagenverleih
Im Internet gibt es zahlreiche gute Vergleichsportale, die einem für konkrete Termine und Standorte auch genaue Preise nennen. Letzten Endes kann man überall Glück oder Pech haben, wir können aber über Alamo, Sixt, Enterprise und National bisher nur Gutes sagen. Lediglich bei Hertz häuften sich die schlechten Erfahrungen.

Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, das Auto direkt an einer großen Flughafenstation und nicht in einer Stadt abzuholen, da man am Flughafen das Auto bei Bedarf meistens schnell gegen ein anderes in der gleichen Kategorie umtauschen kann. Einige Verleihe bieten an manchen Stationen auch so genannte Choice Lines an, bei denen man sofort die Wahl zwischen verschiedenen Modellen hat – zumindest, sofern welche verfügbar sind.

Besonders aufmerksam sollte man die Anbieter vergleichen, wenn man eine Einwegmiete wählt, also den Wagen zum Beispiel in San Francisco abholen und in Las Vegas abgeben möchte. Manche Anbieter verlangen zwischen einigen Bundesstaaten keine Gebühren, während bei anderen noch 300-500$ vor Ort extra zu zahlen sind, die im Online-Preis nicht sofort auftauchen.

Schließlich sei darauf hingewiesen, dass man das Auto am besten über einen Vermittler in Europa anmietet, der einem dann einen Voucher (Gutschein) für den tatsächlichen Verleih in den USA ausstellt. Das mag verwirrend klingend, ist in Hinblick auf den Kontakt bei Problemen sowie die Abwicklung von Versicherungsfällen jedoch praktisch. Zu diesen Vermittlern zählen beispielsweise DriveFTI, AutoEurope oder der ADAC.

Wer sich Zeit für die Buchung nimmt und die Angebote ein paar Wochen lang regelmäßig im Auge behält, anstatt sofort zuzuschlagen, erwischt häufig übrigens einen niedrigeren Preis.

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Ein Fahrzeug der Standard / Full Size Kategorie

Das richtige Paket
Viele Pakete, die einem von manchen Vergleichsportalen angeboten werden, wirken verdächtig günstig – und das aus gutem Grund: Die erste Tankfüllung muss oft zum anderthalbfachen Straßenpreis extra bezahlt werden und wichtige Versicherungen sowie Zusatzfahrer sind nicht immer enthalten.

Wir raten dazu, den Mietwagen hinblicklich der Versicherungen, wie zuvor dargestellt, über einen europäischen Vermittler zu buchen, da Sie hier in der Regel auf der sicheren Seite sind.

Wählen Sie zudem ein Paket, bei dem die erste Tankfüllung schon enthalten ist, so dass Sie das Auto vollgetankt wieder abgeben können, und auch eine Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung mit einer Deckungssumme, die bei mindestens 1 Million US-Dollar liegt, ist ein Muss.

Ebenso wichtig: Die Möglichkeit, die Buchung bis 24 Stunden vor der Fahrzeugübernahme zu stornieren – falls doch mal etwas dazwischenkommt.

Ein Mietwagen der Mid-Size-Kategorie

Tipps für unterwegs

Die Übernahme
Sind Sie in den USA gelandet, folgen Sie nach Immigration und Zoll den Schildern, die an jedem Flughafen recht klar auf den Standort der Mietwagenschalter hinweisen. In San Francisco gelangt man mit einer kostenlosen Bahn zu ihnen, in Los Angeles sind es Busse.

Am Schalter angekommen, zeigt man seine Reservierung oder seinen Voucher sowie seinen heimischen Führerschein vor.

Auch eine Kreditkarte ist Pflicht, mit der sich der Verleih eine Kaution zu sichert. Das passiert auch dann, wenn Sie eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung gewählt haben.

Hat man sich zu Hause um alle wichtigen Versicherungen gekümmert, sollte man hier dem häufigen Drängen der Angestellten, doch noch diese oder jene wichtige Versicherung abzuschließen, nicht nachgeben. Auch das Versprechen, mit einer anderen Tankregelung bestimmt viel billiger unterwegs zu sein, ist in der Regel reine Trickserei.

Mietwagen in der Wüste Utahs

Auf die Straße!
Nach einigem Hin und Her hält man dann schließlich seinen Mietvertrag und meistens auch den Fahrzeugschlüssel in seinen Händen – manchmal steckt er aber bereits im Auto. Das muss man nun auf einem großen Parkplatz suchen.

Ist es gefunden, sollte man es, unabhängig von der Versicherung, auf Herz und Nieren prüfen: Sehen die Reifen okay aus? Funktioniert das Licht? Riecht es nach Rauch? Gibt es einen Ersatzreifen? Und wie geht eigentlich der Tankdeckel auf?

Ist man davon überzeugt davon, dass das Auto die nächsten Tage oder Wochen überstehen wird, kann es losgehen: An der Ausfahrt werden der Mietvertrag sowie Führerschein oder Ausweis verlangt und dann geht es auf die Straße!

Tipp: Fahren Sie nicht gleich nach der Übernahme in die “Wildnis”, sondern testen Sie den Mietwagen in Stadtnähe ein wenig aus, um ihn bei Bedarf noch umtauschen zu können.

Ausblick aufs Monument Valley vom Highway aus

Während der Rundreise
Abschließend noch ein paar Hinweise für die Reise an sich: Informieren Sie sich in Hotels und Motels per Wi-Fi über aktuelle Straßenbedingungen, vor allem in den Bergen von Kalifornien und Utah, wo auch im Juni noch Schnee fallen kann und Unwetter nicht selten sind.

Nutzen Sie zudem die moderne Technik! Mit einer Smartphone-App wie Google Maps kann man auf Papierkarten verzichten; sie funktioniert wie ein Navi, ohne dafür eine Internetverbindung zu benötigen. Enorm praktisch ist ihre Gelbe-Seiten-Funktion, mit der man sich unter anderem Supermärkte, Tankstellen und Fast-Food-Imbisse in der Nähe anzeigen lassen kann.

Und, schließlich, passen Sie auf Ihr Gepäck auf! Autoaufbrüche sind selten, kommen nicht zuletzt in touristischen Regionen aber natürlich vor. Alle Taschen, Koffer und Rucksäcke, die beim Aussteigen nicht mitgenommen werden, gehören logischerweise in den Kofferraum. Darüber hinaus sollte man schon im Voraus überlegen, was man an seinem nächsten Stopp alles braucht, um dort den Kofferraum gar nicht erst öffnen zu müssen.

Zusammenfassung

Wichtig ist bei der Auswahl eines Mietwagens für die USA vor allem die Größe des Autos und des Kofferraums. Bei den Angeboten sollte man auf eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung sowie die Tankregelung Voll-Voll bestehen. Wer die Preise über ein paar Wochen hinweg vergleicht, findet häufig günstigere Preise. Die Buchung über einen europäischen Vermittler lohnt sich, in den USA sind dann nur noch die Tricksereien der Angestellten abzuwehren.

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