Saguaro National Park

Wenn man an die Wüste im Wilden Westen denkt, dann hat man fast immer ein ganz bestimmtes Bild vor Augen: Unendliche Weiten, Sand in den verschiedensten Farben – und natürlich Säulenkakteen, die ihre zahlreichen Arme gen Himmel recken. Doch ausgerechnet diese beeindruckenden Kakteen findet man an der Westküste der USA nur noch sehr selten.

Genau genommen, muss man sogar bis ins südliche Arizona fahren, wo man fast schon an der Grenze zu Mexiko den Saguaro National Park entdeckt, der die elendig lange Anfahrt mit regelrechten Kakteenfeldern belohnt…

Saguaro National Park

Orientierung

Der Saguaro National Park befindet sich in unmittelbarer Nähe der vielen höchstens aus Songs bekannten Großstadt Tucson im Südosten Arizonas. Von den üblichen Zielen im Südwesten ist das Naturschutzgebiet somit recht weit entfernt, sogar bis nach Phoenix, der Hauptstadt des Bundesstaates, sind es knapp 200 Kilometer.

Um einen Besuch des National Parks sinnvoll in eine Rundreise einzuplanen, bedarf es also ein wenig Überlegung, doch der notwendige Aufwand beschert einem tolle Ausblicke auf die vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden wahrlich großartige Kakteenwüste.

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Das Parkgebiet besteht aus zwei verschiedenen Abschnitten, dem Saguaro West-Tucson Mountain District sowie dem Saguaro East-Rincon Mountain District. Die Anfahrt vom Stadtzentrum Tucsons aus nimmt jeweils etwa eine halbe Stunde Zeit in Anspruch und auch sonst unterscheiden sich die beiden Regionen nur geringfügig voneinander.

Blühende Kakteen Saguaro National Park

Beide verfügen über einen Scenic Drive, der mit dem Auto befahren werden kann und an dem sich gleich mehrere Viewpoints und Trailheads befinden. Auch die sich bietenden Anblicke sind im Wesentlichen sehr ähnlich, weshalb es durchaus ausreichen kann, nur eines der beiden Gebiete zu besuchen. Der Westteil ist einen Tick leichter zugänglich, während der Ostteil eine etwas breitere Auswahl an Wanderwegen bietet.

Trails & Viewpoints

Bei einem ersten Besuch des Parks sollte man – egal in welchem District – zunächst das jeweilige Visitor Center ansteuern und sich über die aktuellen Parkbedingungen informieren. Auch Tipps bezüglich des Wetters, für geeignete Trails und nützliche Karten erhält man hier gerne auf Anfrage.

Anschließend steht üblicherweise zunächst das Abfahren des Scenic Drives auf dem Programm, der im Osten “Cactus Forest Drive” und im Westen “Bajada Loop Drive” heißt. Beide kreisförmig verlaufende Straßen können zumindest in Teilen nur in eine Richtung befahren werden, weshalb sich im Normalfall eine komplette Umrundung anbietet.

Kakteen im Saguaro National Park

Unterwegs laden zahlreiche gut erkennbare Parkplätze und Haltebuchten zum Stoppen ein, an denen sich neben vielen Ausblicken und Fotostopps auch Infos über die Geschichte des Parks und die Entstehung der hiesigen Natur befinden. Im Osten ist beispielsweise Mica View unbedingt einen Blick wert, während man in Westen Valley View nicht verpassen darf, aber im Grunde auch nicht verpassen kann.

Eine klare Empfehlung für einzelne Trails auszusprechen, fällt hingegen schwerer, weil Saguaro vorrangig von seinen Ausblicken lebt, die man schon von den Scenic Drives erhält, und zudem das Wetter sowie die körperlicher Verfassung der Reisenden von enormer Bedeutung sind: Von Frühling bis Herbst werden fast täglich Temperaturen von 30 bis 40° C erreicht und die gefühlte Hitze ist – mangels Schatten im Park – noch deutlich höher.

Wirklich aushalten lassen sich Wanderungen daher eigentlich nur in den frühen Morgenstunden, etwa auf dem gut 5 km langen Loma Verde Loop oder auf dem knappen Kilometer zum Signal Hill mit schönen Petroglyphs hinauf. Angst vor Insekten sollte man dabei übrigens keine haben, auch Schlangen sind hier und da anzutreffen.

Saguaro National Park

Hotels, Motels & Camping

Lodging oder Campgrounds gibt es im Saguaro National Park leider nicht, was allerdings kein großes Problem darstellt, denn die Nähe zu Tucson legt eine Übernachtung dort nahe. Die Auswahl an Hotels und Motels ist angesichts der Ausmaße der Stadt enorm, auch nahezu alle bekannten Ketten sind vor Ort vertreten und entsprechen ihren üblichen Standards.

Gut, günstig und schön geht’s im Adobe Rose Inn – wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, ist im Embassy Suites Tucson – Paloma Village bestens aufgehoben.

Camper finden natürlich auch in Tucson selbst mehrere Campgrounds. Ordentlich ist zum Beispiel der Tuscon / Lazydays KOA im Süden der Stadt, ein typischer KOA mit Full Hook-Up und den üblichen Einrichtungen, Stellplatz ab etwa 30$ die Nacht. Wer es natürlicher mag, kommt großartig im Catalina State Park nördlich des Stadtzentrums unter, der über viel Fläche und ebenfalls gute Ausstattung inklusive Full Hook-Up verfügt.

  • Eintritt: 10$ pro Fahrzeug (bis zu vier Personen)
  • Öffnungszeiten: Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
  • National Park Pass: gültig
  • Wandern: etliche Wege, aber überwiegend anstrengend
  • Zugänglichkeit: für PKW und RVs problemlos
  • Zeitaufwand: ein halber Tag pro District
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