Death Valley: Ausblick am Zabriskie Point

Death Valley National Park

Der Death Valley National Park liegt ganz im Osten von Kalifornien nahe der Grenze zu Nevada, etwa 400 Kilometer von Los Angeles und 200 Kilometer von Las Vegas entfernt. Im Sommer ist auch die Zufahrt vom Yosemite National Park aus möglich, sobald der Schnee auf der Tioga Road geräumt ist – in der Regel ist das im Juni der Fall.

Besonders sehenswert ist das “Tal des Todes” aufgrund seiner von der wirklich enormen Hitze geprägten Wüstenlandschaft, die bis zu 86 Meter unterhalb des Meeresspiegels liegt und einige einmalige Ausblicke bereithält.

Inhalt: SehenswürdigkeitenOrientierungWetterTippsHotels & Camping

Sehenswürdigkeiten: Viewpoints & Wanderwege

Mehr als die meisten National Parks lebt das Death Valley von seinen An- und Ausblicken. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Inmitten der doch recht kargen Wüste findet man nur wenige Wanderwege – und die, die es gibt, sind aufgrund der häufig enorm hohen Temperaturen nur unter großer körperlicher Anstrengung zu bewältigen.

Weg auf dem Badwater Basin

*** Badwater Basin: Die wichtigste Sehenswürdigkeit im Park ist das Badwater Basin, in dem man sich am tiefsten Punkt Nordamerikas befindet, 86 Meter unterhalb des Meeresspiegels.

Unter normalen Umständen kann man auf die Salztonebene der Senke hinausgehen, jedoch steht sie nach starken Regenfällen vereinzelt unter Wasser – ein nicht minder beeindruckender Anblick, auch weil sich die “Wanderung” auf der Ebene nur bedingt lohnt, ein paar Schritte reichen.

Nicht versäumen sollte man hingegen, Fotos von den beiden Schildern zu schießen, die zum einen den niedrigsten Punkt und zum anderen die Höhe des Meeresspiegels an der Felswand markieren. Im Osten des Parks an der Badwater Road.

Ausblick auf den Zabriskie Point

** Zabriskie Point: Von Fotos wahrscheinlich noch etwas bekannter ist der Zabriskie Point, ein Aussichtspunkt auf im besten Fall gold schimmernde, wellenförmig erodierte Felsen. Hier ist es mit einem Foto dann tatsächlich auch getan.

Am besten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag kommen, denn die steile Sonne nimmt den Felsen mittags ein wenig von ihrem Glanz. An Highway 190 zwischen Osteinfahrt und Furnace Creek.

Ausblick von Dantes View

** Dante’s View: Den weitesten Ausblick im Parkgebiet findet man mit Dante’s View ebenfalls im Osten. Auf einer Höhe von knapp 1700 Metern sieht man von hier aus das Badwater Basin unter sich, aber auch die weite, felsige Umgebung – einen besseren Eindruck vom Tal kann man nirgendwo anders gewinnen.

Der Haken ist die aufwendige Anfahrt über eine Stichstraße, zumal das letzte, kurvige Stück mit Fahrzeugen über 25 Fuß – also manchen Wohnmobilen – nicht befahren werden darf. Wer eine gute Stunde Zeit entbehren kann, sollte die Anfahrt aber in Erwägung ziehen.

Oben Vorsicht vor Bienenschwärmen, die über Besucher und Fahrzeuge herfallen!

Blick auf die Mesquite Flat Sand Dunes

** Mesquite Flat Sand Dunes: Weniger gefährlich geht es bei den Mesquite Flat Sand Dunes zu, einem der wenigen Dünengebiete, die man in der weiten Wüste des Südwestens findet, was es zu einer echten Sehenswürdigkeit macht.

Den meisten Reisenden genügt ein Foto vom Viewpoint an der Straße aus, theoretisch ist es aber auch möglich, auf die Dünen hinauf zu laufen. Die Anstrengungen des etwa 5 km langen Wanderwegs sind auf dem weichen Wüstensand allerdings nicht zu unterschätzen.

Im Auto auf dem Artists Drive

* Artist’s Drive: Eine etwa 15 km lange Scenic Road, die durch eine recht bunte Felslandschaft führt – teilweise an den Zabriskie Point erinnernd, teilweise deutlich roter. Am besten steht das Licht am späten Nachmittag.

Die Straße darf nur in eine Richtung – und wiederum nur von Fahrzeugen bis 25 Fuß Länge – befahren werden, am besten auf dem Rückweg vom Badwater Basin.

Wasser im Badwater Basin

* Devil’s Golf Course: Ein etwas anderer Teil der Salztonebene, nicht glatt, sondern so uneben, dass “nur der Teufel hier Golf spielen könnte”. Ein Stück nördlich des Badwater Basins, könnte man bei großem Interesse ebenfalls auf dem Rückweg mitnehmen.

Eindrücke vom Golden Canyon Trail

* Golden Canyon Trail: Einer der wenigen Wanderwege im Park, über die man nachdenken kann. Führt durch in den Morgenstunden gold schimmernde Badlands; der oft sehr unebene Weg ist mit knapp 5 km nicht allzu lang. Trailhead knapp hinter Furnace Creek an der Badwater Road.

Orientierung im Park

Das Death Valley wird von Highway 190 und 178 durchzogen: Im Westen geht es meistens von Lone Pine oder Ridgecrest aus in den Park hinein, während man aus Osten in der Regel in Las Vegas startet und dann Death Valley Junction als Einfahrt wählt. Alternativ wäre die Zufahrt über Shoshone im Südosten oder Beatty im Norden möglich, beides ist aber sehr unüblich.

Im Park selbst gibt es keine wirklichen Eingangsstationen oder Kontrollen, man kann sich auf den öffentlichen Straßen ohne Einschränkungen bewegen.

Das Parkzentrum befindet sich bei Furnace Creek im Osten an der Abzweigung von Highway 190 zur Badwater Road. Auch ein Stück weiter westlich gibt es in Stovepipe Wells ein wenig Infrastruktur.

Straße im Death Valley

Anfahrt und Routen

Üblicherweise baut man das “Tal des Todes” entweder zwischen Yosemite und Las Vegas oder zwischen Los Angeles bzw. Sequoia und Las Vegas in seine Route ein. Kommt man von Yosemite (genauer gesagt: der Tioga Road), fährt man zunächst entlang der Sierra Nevada nach Süden bis Lone Pine, übernachtet dort einmal und fährt dann in einem Rutsch (also an einem Tag) durch das Tal hindurch.

Kommt man aus Richtung Los Angeles oder Sequoia, ist eine Übernachtung in Ridgecrest in Erwägung zu ziehen, um am nächsten Tag von dort aus den National Park zu durchqueren. Übernachtungen in selbigem sind unüblich – dazu mehr unten bei Hotels.

Salzsee im Death Valley

Wetter & Sicherheit

Viele Urlauber stellen vor ihrer ersten Fahrt des Death Valley die Frage nach dem Wetter: Kann man den Besuch ohne Bedenken, womöglich auch mit Kindern, ohne Weiteres wagen?

Man kann. Natürlich wird es hier im Sommer extrem heiß, natürlich sind Temperaturen von 45° C oder mehr möglich – aber das gilt nicht nur für diese Gegend, sondern für weite Teile von Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah, von Mai bis September.

Zwei Sicherheitsvorkehrungen sollte man treffen: Zum einen sein Auto vorher unbedingt einmal volltanken, zum anderen genügend Wasser mitnehmen – eine Gallone pro Tag und Person ist das Minimum.

Solange man sich auf den Hauptstraßen bewegt – und das tun fast alle Touristen – ist selbst das aber nicht als “Lebensversicherung” zu verstehen, denn tagsüber begegnet man ständig anderen Autos, Hilfe ist also nie weit entfernt.

Lediglich, wer lange, untypische Wanderungen unternehmen will, sollte im Voraus jemanden über seine Pläne informieren und natürlich an viel Wasser, eine gute Kopfbedeckung und eine Menge Sonnenspray denken.

Wohnmobil im Death Valley

Mit dem Wohnmobil durchs Death Valley

Eine kleine Einschränkung gilt für Wohnmobile, denen im Mietvertrag häufig die Fahrt durchs Tal von mindestens Juni bis August verboten wird. Nicht umsonst schließen hier einige der Campingplätze in den sonst so beliebten Sommermonaten, weil die Hitze dann unerträglich wird und der Besucherandrang merklich nachlässt.

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte daher einen genauen Blick in seinen Mietvertrag werfen. Wer seinem Motorhome vertraut, kann die Durchquerung von September bis Mai – wenn erlaubt – aber durchaus wagen. Schließlich schaffen auch zahlreiche Tourbusse täglich die Anfahrt von Las Vegas und zurück.

Foto vom Golden Canyon

Was tun in welcher Zeit?

An einem halben Tag: Weil sich das Parkgebiet mehr oder weniger im Nirgendwo befindet – es ist eben die Wüste -, lässt sich unter einem halben Tag kaum was machen.

Bei einem Abstecher von Las Vegas etwa (die einzige recht brauchbare Option für einen Halbtagesausflug) nimmt allein die Anfahrt gut zwei Stunden in Anspruch. Hat man nur wenig Zeit, sollte man sich daher auf einen Teil des Parks beschränken.

Von Osten kommend, bietet sich zunächst die Auffahrt zu Dantes View an, bevor es weiter zum Zabriskie Point geht – wie die Namen schon nahelegen, ist es hier mit den Ausblicken getan. Danach fährt man zum Badwater Basin, dem tiefsten Punkt Nordamerikas. Auf dem Rückweg könnte man, wenn die Zeit reicht, den Artists Drive abfahren oder dem Devils Golf Course einen Besuch abstatten.

An einem ganzen Tag: Steht ein kompletter Tag zur Verfügung, kann man alles Wesentliche im Tal des Todes sehen. Zu der zuvor genannten Strecke kommt dann auch die Gegend um Stovepipe Wells herum hinzu, in der sich vor allem die Mesquite Flat Sand Dunes und der Mosaic Canyon anbieten, durch den man auch wandern kann.

Hat man danach noch nicht genug, wäre auch ein Ausflug nach Norden zu Scotty’s Castle denkbar, oder man absolviert noch ein, zwei weitere, kurze Trails, etwa im Golden Canyon.

Eintritt, Öffnungszeiten & Visitor Center

Öffnungszeiten: Das ganze Jahr rund um die Uhr. Lediglich einige Campingplätze schließen in den Sommermonaten.
Eintritt: 25$ pro Fahrzeug für 7 Tage oder mit dem America the Beautiful Pass ohne zusätzliche Kosten.
Visitor Center: Das einzige Visitor Center befindet sich in Furnace Creek im Osten des Parkgebiets. Es öffnet täglich von 8 bis 17 Uhr, enthält ein Museum und bietet die üblichen Informationen und Rangerprogramme.

Death Valley: Unter dem Meeresspiegel

Hotels, Motels & Camping

Die Übernachtung im Death Valley ist möglich, aber unüblich – zum einen, weil Natur und Klima schlichtweg nicht besonders attraktiv sind, zum anderen, weil man an einem Tag im Grunde alles “Wichtige” sehen kann. Wer dennoch möchte, kommt das ganze Jahr über am besten in Stovepipe Wells unter.

Normalerweise jedoch übernachtet man, wie oben bereits angesprochen, einmal in Lone Pine oder Ridgecrest und fährt dann bis Las Vegas durch.

Unterkünfte im Lone Pine
$$ Dow Villa Motel: Nettes, familiäres Motel mit großen, recht ruhigen, sauberen Zimmern. Nicht mit dem schlechteren Dow Villa Hotel gleich nebendran verwechseln!

$$ Comfort Inn: Typisches Hotel dieser Kette. Nicht besonders neu, aber mit ordentlichen Zimmern, brauchbarem Frühstück und sogar einem akzeptablen Pool.

$$ Best Western: Nahezu mit dem Comfort Inn identisch, eine weitere gute Wahl im Ort.

Unterkünfte im Ridgecrest
$ Best Western: Ein weiteres typisches Best Western, für eine Nacht mehr als ausreichend.

$ Quality Inn: Und schon wieder ein Quality Inn, für das das Gleiche gilt wie in Lone Pine: Eine gute Wahl!

$$ SpringHill Suites: Wer mehr Platz braucht, wird in den SpringHill Suites am besten fündig, sehr große Zimmer, auch mit Kochnische.

$$ Hampton Inn: Am komfortabelsten (und am schönsten) in Ridgecrest ist das Hampton Inn, wie so oft im Südwesten. Etwas teurer, aber den Aufpreis durchaus wert.

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Campingplätze im Park
Wie in so vielen National Parks befinden sich auch im Death Valley einige Campingplätze, die jedoch nicht alle das gesamte Jahr über geöffnet sind. Manche schließen im Winter aufgrund von Schneefällen (!), andere im Sommer aufgrund der großen Hitze – solche Unterschiede sieht man auch nicht oft.

Der einzige große Campingplatz, der im Sommer hier geöffnet hat, ist daher auch der Furnace Creek Campground, der knapp 140 Stellplätze mit fließend Wasser und Toiletten anbietet, auch Hookup gibt es zum Teil. 12$ pro Nacht plus 12$ Fee für Hookup, es gilt “First Come, First Serve”.

Eine kleinere, nicht minder schöne Alternative ist der Mesquite Spring Campground bei Scotty’s Castle. (Bis mindestens 2019 geschlossen.)

Ziele in der Umgebung