Page Hotels & Sehenswürdigkeiten

Sehenswerte Natur rund um eine erstaunlich teure, touristische Stadt

Bei Page fällt es nicht ganz leicht noch von echten „Sehenswürdigkeiten“ zu sprechen, denn die kleine Stadt in Arizona existiert im Grunde fast nur für den Tourismus und bietet kulturell nur wenig.

Zumindest, wenn man von der einen langen Straße absieht, die über mehrere hundert Meter hinweg exklusiv von Kirchen gesäumt wird – und gleich nebenan befindet sich die örtliche High School, deren Football-Team auf den Namen „Sand Devils“ hört…

Dennoch ist Page bei einer Rundreise durch den Südwesten der USA je nach Route einen Zwischenstopp unbedingt wert und bietet in seiner unmittelbaren Umgebung einige tolle Naturattraktionen, die man nicht verpassen sollte!

Sehenswertes in der Natur

Horseshoe Bend
Besonders für Foto-Stopps bestens geeignet ist der Horseshoe Bend, eine Schleife des Colorado Rivers, die an ein Hufeisen erinnert.

Direkt an Highway 89, gut 5 km südwestlich der Stadt, befindet sich ein ausreichend großer Parkplatz, auf dem man sein Auto abstellen kann. Von dort aus führt ein einfacher, etwa 20-minütiger Trail zu dem grandiosen Ausblick.

Für das perfekte Foto muss man sich allerdings ein klein wenig anstrengen – nicht zuletzt, weil seit 2018 eine weniger schöne Betonmauer die Besucher davon abhalten soll, sich zu weit über den Abgrund zu beugen.

Der Besuch empfiehlt sich im Grunde zu jeder Tageszeit und bei beinahe jedem Wetter. Allein bei starkem Wind sollte man damit rechnen, dass einem hier der Sand ins Gesicht peitscht.

Ausblick auf Lake Powell
Ausblick auf Lake Powell
Lake Powell
Beim Lake Powell handelt es sich um einen künstlich angelegten See, der durch die Flutung der Canyons entstanden ist. Besonders in den Sommermonaten ist der See ein beliebtes Ziel für US-Amerikaner aus Arizona und Umfeld, die hier tatsächlich an dem doch arg harten Strand liegen oder mit Motorbooten und Jetskis lautstark übers Wasser brettern.

Natürlich können auch europäische Touristen die verschiedenen Boote mieten und mit ihnen die durchaus interessanten, verschlungenen Canyons erforschen.

Bedenken Sie im Sommer jedoch Hitze sowie Sonneneinstrahlung und treffen Sie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen. Wollen Sie am Strand liegen, sind zudem Schuhe wie Flip-Flops zwingend erforderlich – barfuß riskiert man ob der mitunter scharfkantigen Steine schnell unangenehme Verletzungen.

Glen Canyon Dam
Farbenfrohe Landschaft am Glen Canyon Dam.
Glen-Canyon-Damm
Falls man nicht zufällig am Hoover Dam vorbeikommt, ist ein kurzer Abstecher zum Glen Canyon Dam – über dessen Brücke man bei einem Aufenthalt in Page meistens fährt – einen kurzen Besuch wert.

Fotos werden dem Bauwerk leider nicht gerecht, doch in der Realität ist es dank seiner Größe überaus beeindruckend. Innen erwartet einen zudem ein kleines, kostenloses Museum mit Infos über Geschichte und Technik.

Unbeschreibliche Anblicke im Lower Antelope Canyon.
Unbeschreibliche Anblicke im Lower Antelope Canyon.
Antelope Canyons
Das wirkliche Highlight von Page sind für viele jedoch der Lower und Upper Antelope Canyon – zwei nicht nur um die Mittagszeit herum bei gutem Wetter sehr schöne Slot Canyons.

Der Antelope Canyon kann nur im Rahmen einer Tour der Navajos besucht werden, zwischen 15 Minuten und einer Stunde verbringt man im Slot Canyon. Preislich beginnt eine Tour bei etwa 50$ für Erwachsene, Kinder zahlen in der Regel knapp 10$ weniger.

Beachten Sie das Wetter: Hat es in der letzten Zeit viel geregnet oder droht auch nur Regen, sind die Canyons aufgrund der sehr realen Gefahr der Überflutung oft geschlossen. Infos darüber kann man schon im Vorfeld beispielsweise bei seinem Hotel einholen.

Die Touren sind online häufig schon mehrere Monate im Voraus nahezu ausgebucht, vor Ort bekommt man spontan oft noch einen Platz – aber nicht immer.

Toadstool Hoodoos: Pilzähnliche Gesteinsformationen.
Toadstool Hoodoos: Pilzähnliche Gesteinsformationen.
Hoodoos
Im Umkreis der Stadt gibt es einige weitere sehenswerte Gesteinsformationen, die teilweise allerdings nur mit großem Aufwand und langen Wanderungen durch die Wüste zu erreichen sind. Dazu zählen beispielsweise die weißen Wahweap Hoodoos, auf dem Weg zu denen man gut zwei Stunden lang durch ein ausgetrocknetes Flussbett ohne jeglichen Schatten stapft.

Nicht weniger schön, jedoch deutlich einfacher zu erreichen, sind die Toadstool Hoodos, etwa 50 km nordwestlich von Page an Highway 89 gelegen. Vom kleinen Parkplatz aus führt ein kurzer, erneut recht einfacher Trail in wiederum gut zwanzig Minuten zu den pilzähnlichen Felsen, die tolle Fotomotive abgeben.

Red Rock Motel
Red Rock Motel – einfache Unterkunft, aber sehr günstig.

Hotels in Page

Weil es in der Umgebung weit und breit keine anderen Städte gibt (und Lake Powell eben ein unglaublich beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel ist), steigen die Übernachtungspreise von April bis September leider oft ins Unermessliche. Gut und meistens einigermaßen bezahlbar sind:

  • Red Rock Motel: Freundlicher Empfang, befindet sich in einer kleinen Seitenstraße zusammen mit anderen alten Motels, dadurch erstaunlich ruhig gelegen. Sauber ist es, viel mehr sollte man allerdings nicht erwarten. Mit kleinem Budget eine sehr gute Wahl.
  • Best Western Plus at Lake Powell: Keine Übertreibung ist hier das „at Lake Powell“, denn tatsächlich genießt man von der Hotelterrasse aus, mitunter sogar vom Frühstück tolle Ausblicke. Ansonsten eben der typische Best-Western-Standard auf gutem Niveau.
  • La Quinta Inn: Die Kette wirbt oft damit, auch Haustiere in seinen Zimmern zuzulassen, was man der ein oder anderen Filiale leider anmerkt. Hier jedoch ist davon nichts zu spüren, eine der besten bezahlbaren Unterkünfte der Stadt.
  • Hampton Inn & Suites: Vermutlich das beste Kettenhotel der Stadt, das im Vergleich zur Konkurrenz vor allem mit seinen tollen Zimmern sowie viel Komfort punktet. Klare Empfehlung!

Supermärkte

Obwohl Page recht klein ist, gibt es zwei riesige Supermärkte – kein Wunder, schließlich ist die nächstgrößere Stadt unter Umständen doch mehrere hundert Kilometer weit entfernt.

Beste Wahl für billige Großeinkäufe ist das Walmart Supercenter am Highway im Westen, das sowohl für Mietwagen- als auch Wohnmobilreisende wirklich alles bietet, das man sich nur wünschen kann.

Soll der Schwerpunkt allein auf Lebensmitteln liegen, ist man bei dem etwas teureren Safeway im Stadtzentrum noch einen Tick besser beraten.

Imbisse

Die Hotels mögen teuer sein, für die Imbisse und Restaurants gilt das hingegen nicht. Günstiges, akzeptables Fast Food findet man bei Jack in the Box in der Nähe des Walmart Supercenters oder bei Pizza Hut, nicht weit von Safeway entfernt.

Hat man keine Lust auf Ketten, gibt’s die besten Burger bei Slackers. Noch größere (und teurere) Portionen bieten Into the Grand und Big John’s Texas BBQ. Alle drei Diner / Restaurants befinden sich im Stadtzentrum.

Die nächsten Ziele

Ein Besuch der Stadt bietet sich nicht nur dann an, wenn man unsere große Runde durch den Südwesten über die Canyonlands und Arches fahren will, sondern auch wenn man vom Grand Canyon National Park (South Rim) zum Bryce Canyon National Park abkürzt – oder aber, wenn man entweder The Wave oder den North Rim des Grand Canyons sehen möchte.

Mögliche nächste Ziele sind darüber hinaus auch das im Westen gelegene Kanab, das im Osten gelegene Monument Valley sowie der im Südwesten befindliche Grand Canyon South Rim.

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