Bryce Canyon National Park

Der Bryce Canyon National Park liegt im Südwesten Utahs, nur etwa 400 Kilometer nordöstlich von Las Vegas und knapp 150 Kilometer vom Zion National Park entfernt, der ebenfalls auf keiner Rundreise durch den Südwesten übersehen werden sollte.

Besonders sehenswert ist der ungewöhnliche Park aufgrund all seiner orange-goldenen Felspyramiden und seiner gewaltigen Ausblicke auf einer Höhe von über 2000 Metern. Aber auch zum Wandern ist er ein Highlight, mit tollen Wegen und wirklich wunderbaren Aussichtspunkten wie es sie kein zweites Mal gibt.

Bryce Canyon National Park

Anfahrt & Ablauf

Auf das Parkgebiet geht es von der (ebenfalls sehr schönen) Utah State Route 12 aus, von der die Straße 63 nach Süden abzweigt. Bald hinter der Abzweigung trifft man auf die ersten Unterkünfte, bevor es in den Park selbst hineingeht.

Erste Anlaufstelle ist in der Regel das Visitor Center, das sich hier nicht weit hinter dem Parkeingang befindet und um das herum sich zahlreiche Parkplätze befinden, von denen aus sich einige der Hauptwanderwege und wichtigsten Aussichtspunkte besuchen lassen: Sunset und Sunrise Point, sowie Bryce Point und Inspiration Point sind ein Muss.

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Nach einer ausgedehnten Wanderung ins Tal hinab – allein in diesem Abschnitt lässt sich ein voller Tag verbringen – kann man anschließend noch eine ganze Ecke weiter gen Süden fahren und an diversen weiteren Aussichtspunkten mit dem Auto anhalten. Sehr zu empfehlen sind dabei die Natural Bridge sowie Yovimpa und Rainbow Point ganz am südlichen Endes des Parks, an den es etwas weniger Besucher verschlägt als an den Eingang.

Bryce Canyon National Park Reiseführer Bild Bryce Canyon National Park Reiseführer Bild

Wie der Name einiger Aussichtspunkte schon verrät, sollte man unbedingt auch entweder am Abend oder Morgen bei Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang mal im Park vorbeischauen, wenn die einmaligen Gesteinsformationen schräg von der Sonne angestrahlt werden.

Eine kleine Warnung: Spätestens ab Mai wird es hier vor allem an den Wochenenden oft enorm voll. Noch ist es nicht ganz so „schlimm“ wie im Arches National Park oder am Grand Canyon, aber man sollte sich darauf einstellen, nicht viele ruhige Ecken zu sehen und eventuell auf Parkplatzmangel zu stoßen: Wer vor zehn Uhr im Park ist, hat bessere Chancen! Stehen dennoch keine Parkplätze mehr zur Verfügung, kann bzw. muss man zum kostenlosen Shuttlebus greifen.

Bryce Canyon National Park Reiseführer Bild

Trails & Viewpoints

Bryce Canyon (der, genau genommen, keiner ist, weil seine Struktur dem Wind und den Niederschlägen zu verdanken ist, jedoch keinem Fluss) bietet zahlreiche großartige Trails verschiedenster Länge und mit einem überwiegend leichten bis mittlerem Schwierigkeitsgrad.

Anstrengend sind aber natürlich die vielen Auf- und Abstiege, zumal es im Sommer im „Canyon“ enorm heiß werden kann – unbedingt sollte man eine Kopfbedeckung und einen Liter Wasser pro Stunde und Person mitnehmen. Auch die Höhenlage kann manch einem Besucher auf den Kreislauf schlagen. Die Wege an sich sind inzwischen aber überwiegend gut befestigt; das war vor zehn, fünfzehn Jahren noch anders und weitaus abenteuerlicher.

Auf jeden Fall sollte man einen Teil des Rim Trails abwandern, der insgesamt über 17 Kilometer lang ist, doch ein Stück – beispielsweise vom Visitor Center bis zum Sunset Point – reicht aus. Von Sunset Point aus könnte man auf den recht einfachen Queen’s Garden Trail (3 km) umsteigen, der in das großartige Bryce Amphitheater hineinführt.

Geübte Wanderer entscheiden sich für den etwas anstrengenderen Navajo Trail (2 km), der einen durch die enge wie beeindruckende Wall Street hinabbringt und sich auch mit dem tollen Queen’s Garden Trail kombinieren lässt.

Für äußerst erfahrene Wanderer ist zudem der sehr spannende Peek-A-Boo Loop zu empfehlen, der mit 9 Kilometern Länge und vielen Aufs und Abs aber eine sehr gute Kondition und etwa einen halben Tag Zeit erfordert.

Was tun in welcher Zeit?

In drei Stunden: Selbst mit nur wenig Zeit lässt sich bereits ein recht guter Eindruck von der Schönheit von Bryce Canyon gewinnen. Erste und einzige Anlaufstelle ist dann die Gegend um die Bryce Canyon Lodge herum, in der man mehrere Parkplätze findet, die einen schnell zum Rim mit seinen Ausblicken führen. Am besten startet man am Sunrise Point im Norden und geht dann auf dem Rim Trail gen Süden, so lange die Zeit es zulässt. Sunset Point und Inspiration Point sollten machbar sein.

An einem halben Tag: Steht etwa die doppelte Zeit zur Verfügung, kann man Bryce Canyon nicht nur von oben bestaunen, sondern tatsächlich in ihn hinabsteigen. Empfehlenswert ist auch hier der Start am Sunrise Point, von dem aus es dann über den Queens Garden Trail nach unten zwischen die Hoodoos geht, bevor man über den Navajo Loop und die Wall Street zum Sunset Point hinaufwandert. Zurück geht es über den Rim Trail. Das Ganze ist, leichte Kondition vorausgesetzt, in gut drei Stunden zu schaffen, weshalb man im Anschluss sogar noch etwas weiter gen Süden fahren und Farview Point und vielleicht sogar Rainbow Point besuchen könnte.

An einem ganzen Tag: Möchte man sich einen ganzen Tag in Bryce Canyon aufhalten, stellt sich vor allem die Frage, wie gut es wirklich um die eigene Kondition bestellt ist. In die zuvor angesprochene Runde Queens Garden – Navaja Loop ließe sich beispielsweise auch noch der nicht minder sehenswerte Peekaboo Loop einbringen, der einen dann allerdings vor allem im Sommer schon fordert. Auf keinen Fall verpassen sollte man einen Sonnenaufgang oder einen Sonnenuntergang am Rim – der Untergang lohnt sich vor allem für Fotos einen Tick mehr.

Bryce Canyon National Park Bryce Canyon National Park

Hotels, Motels & Camping

Im Park selbst befindet sich nur ein Hotel, die Bryce Canyon Lodge, die im Wesentlichen dem in National Parks üblichen Standard entspricht: Einfach, recht altmodisch, in bester Lage, aber teuer. Zimmer kosten um die 200$ die Nacht, Reservierungen sind Pflicht, da viele Termine ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht sind.

Etwas bessere Chancen zu vergleichbaren Preisen, hat man im Best Western Plus Ruby’s Inn vor dem Parkeingang. Billiger geht es in der Kleinstadt Tropic, etwa 25 km östlich gelegen, wo es ein paar weitere Motels und Hotels gibt. Die Übernachtung im oder am Park selbst ist aber in der Regel zu bevorzugen.

Camper finden in Bryce Canyon zwei Campgrounds: North und Sunset. Die Ausstattung ist auch hier gewohnt einfach, zudem bedarf es Glück, um einen Stellplatz zu bekommen. Reservierungen sind zum Teil online möglich. Besser stehen wiederum die Chancen vor dem Parkeingang im RV Park and Campground at Ruby’s Inn, der 240 Stellplätze bietet, sogar mit Full Hookup.

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