Zion National Park

Der Zion National Park liegt im Südwesten Utahs, gut 250 Kilometer nordöstlich von Las Vegas und knapp 150 Kilometer vom Bryce Canyon National Park entfernt.

Besonders sehenswert ist der Park aufgrund seiner riesigen und zum Teil fast ein wenig beklemmend wirkenden Felsformationen, die dank unterschiedlicher Gesteinsschichten in vielen verschiedenen Farben erstrahlen und interessante Canyons formieren. Darüber hinaus begeistert beim Wandern und beim Camping die enorme Natürlichkeit der Umgebung.

Zion National Park Foto der Berge

Anfahrt & Ablauf

Der Zion National Park besteht im Grunde aus zwei voneinander mehr oder weniger unabhängigen Teilen: Zum einen aus dem langen Scenic Drive im Nordwesten und zum anderen aus der Straße gen Osten, die unter anderem weiter zum beliebten Bryce Canyon National Park führt.

Der Scenic Drive darf aber anders als die Ostausfahrt von März bis Oktober nicht mit dem eigenen Auto befahren werden, stattdessen verkehrt hier regelmäßig ein kostenloser Shuttle-Bus, der natürlich an allen wichtigen Trailheads und Aussichtspunkten hält.

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Die genauen Fahrzeiten sind unter anderem von Wetter und Besucherandrang abhängig, doch in der Regel muss man selten länger als zehn, maximal fünfzehn Minuten warten, bis man einen Bus erwischt. Da dessen erste Stationen bereits in Springdale (siehe unten) vor den Toren des Parks beginnen, ist es auch ein Leichtes, das eigene Auto am Hotel oder Motel stehenzulassen und direkt mit dem Shuttle in den Park zu fahren.

Riverside Walk Foto Wasserfall Foto

Kurz vor dem obligatorischen Visitor Center hält das Springdale-Shuttle zum letzten Mal – dann können Sie entweder zu Fuß weitergehen oder aber in das Park-Shuttle umsteigen, welches Sie unter anderem zum beliebten Court of the Patriarchs mit einer Reihe beeindruckender Gesteinsformationen, zum Weeping Rock, einem „weinenden“ Berg, sowie ganz am Ende zu The Narrows bringt.

Von großer Bedeutung bei einem Besuch des Zion National Park ist das Wetter: Besonders im Frühling und in Herbst kommt es oft zu starken Regenfällen, welche die Canyons und Wege überschwemmen, wodurch beispielsweise der beliebte Trail durch die Narrows nicht zugänglich ist. Informieren Sie sich daher im Voraus über aktuelle Wetterbedingungen und eventuelle Parksperren!

Canyon Overlook Foto

An den Viewpoints und Trails entlang des Scenic Drive lässt sich mindestens ein halber Tag verbringen. So wäre es zum Beispiel denkbar, wenn Sie aus Las Vegas kommen, die Stadt am Morgen zu verlassen, dann eventuell einen kurzen Abstecher ins Valley of Fire zu unternehmen und sich ab etwa Mittag Zion vorzunehmen.

Geht es anschließend nach Bryce Canyon weiter, nutzen Sie in der Regel die Ostausfahrt und können dort noch den ein oder anderen Trail und Viewpoint ansteuern, womit sich ein weiterer halber Tag gut füllen lässt – mindestens!

Ein Trail im Park Ein dunkler Tunnel im Ostteil

Trails & Viewpoints

Zion bietet zahlreiche großartige Trails verschiedenster Länge und vor allem auch Schwierigkeitsgrade. Zu den einfachen, kurzen, aber dennoch interessanten Trails zählen der Lower Emerald Pool Trail (etwa 1 Stunde) sowie der Weeping Rock Trail (30 Minuten).

Schon anstrengender sind die weiteren Wege zum Middle und Upper Emerald Pool (1-2 Stunden) sowie der großartige Trail zum Canyon Overlook (1,5 Stunden) im Ostteil, für den man aber schon festes Schuhwerk und eine gewisse Schwindelfreiheit benötigt.

Die größte Herausforderung, aber auch die größte Belohnung stellt der Angels Landing Trail dar, für den man allerdings ein erfahrener Wanderer sein und mindestens einen halben Tag Zeit mitbringen muss. Wesentlich einfacher und entspannter sind da der Riverside Walk, der am Visitor Center beginnt, sowie der zuvor bereits erwähnte Trail durch die atemraubenden Canyons von The Narrows, der allerdings selbst bei gutem Wetter für nasse Füße sorgen kann.

Was tun in welcher Zeit?

An einem halben Tag: Ein halber Tag stellt das Minimum dar, das man für den Besuch von Zion investieren sollte – allein schon, weil man aufgrund der Shuttle-Nutzung im Parkzentrum den eigenen Zeitaufwand nicht gänzlich kontrollieren kann. Schön und sinnvoll ist unter diesen Voraussetzungen das Ansteuern von Weeping Rock sowie ein kleiner Spaziergang am Fluss entlang (Riverside Walk). Wer schnell ist, könnte auch den Trail zu den durchaus sehenswerten Emerald Pools in Erwägung ziehen.

An einem ganzen Tag: Wer einen ganzen Tag mitbringt, muss abwägen. Entweder widmet man die gesamte Zeit dem „Parkzentrum“ vom Visitor Center im Süden bis zum Temple of Sinawava im Norden, wobei zum Beispiel auch die Wanderung in The Narrows eine tolle Option darstellen würde – oder aber man konzentriert sich hier wiederum auf Weeping Rock und Emerald Pools, um anschließend noch den Ostteil des Parks anzusteuern (durch den man eventuell ohnehin weiterfährt), wo neben ein paar Ausblicken vor allem der Canyon Overlook Trail an seinem Ende einen prächtigen Ausblick auf die Umgebung verbirgt.

Mehr als ein Tag: Mehr als ein Tag ist dann sinnvoll, wenn eine Übernachtung im Park (Campground bzw. Zion Lodge) oder am Parkeingang in Springdale geplant ist. Dann verbringt man üblicherweise einen kompletten Tag im Zentrum, nimmt sich mindestens eine lange Wanderung wie The Narrows vor, und fährt dann am nächsten Tag durch den Ostteil weiter in Richtung Bryce Canyon, wobei man auf dem Weg noch den schon zuvor angesprochenen Canyon Overlook Trail und Ausblicke entlang der Straße mitnehmen könnte. In den meisten Fällen aufgrund der üblichen Planung die beste Option!

Kostenloser Shuttle Service The Narrow Trail gesperrt

Hotels, Motels, Campingplätze

Am Eingang des Zion National Park befinden sich zwei Campingplätze: Der das ganze Jahr über geöffnete Watchman Campground sowie der nur in der Hauptsaison als „Overflow“ genutzte South Campground.

Ersterer verfügt mittlerweile über Stellplätze mit Stromanschluss, die 18$ statt 16$ die Nacht kosten. Reservierungen für den Watchman Campground sind (zuzüglich einer Reservierungsgebühr) unter recreation.gov sechs Monate im Voraus möglich, während der etwas schöner liegende South Campground nach „First Come, First Serve“ verfährt.

Wenn Sie mit dem Mietwagen unterwegs sind, übernachten Sie in der Regel in Springdale unmittelbar vor dem Park – ein kleiner, einfacher Ort mit zahlreichen Motels und Lodges in leider sehr schwankender Qualität. Wir können das Hampton Inn & Suites empfehlen.

Auch die Lodge im Park mit etwa 80 Zimmern und 40 Cabins kann eine Option darstellen, ist in der Hauptsaison aber oft bereits über neun Monate im Voraus ausgebucht und die Preise für eine Cabin beginnen bei 200$.

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