Moab

Alles Infos zu Hotels, Supermärkten, Imbissen und Tankstellen

Das kleine Moab in Utah darf auf keiner großen Rundreise durch den Südwesten fehlen, stellt es doch den idealen Ausgangspunkt für Besuche des Arches und Canyonlands National Parks dar. Beide befinden sich quasi direkt vor der Tür, weshalb man immer mindestens eine, meistens aber sogar zwei Nächte in Moab verbringt.

Die Stadt hat sich ihren Standort zunutze gemacht und ist deshalb die einzige mit guter Infrastruktur im Umkreis von einigen hundert Kilometern. Auch Downtown hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt und wirkt weit nicht so touristisch wie etwa Page.

Sogar eine Runde durch den Ortskern, in dem sich etliche kleine Geschäfte, Kunstgalerien und sogar Microbreweries befinden, kann sich lohnen – verblasst aber selbstredend im Vergleich zu den Sehenswürdigkeiten der Natur.

Double O Arch
Double-O-Arch: Einer der bekanntesten Steinbögen.

Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeit schlechthin in Moab ist natürlich der Arches National Park: Mit seinen großartigen Bögen und seiner wilden Felslandschaft begeistert er jährlich hunderttausende Besucher.

„Pflicht“ ist eine Runde auf dem Devils Garden Trail, der die meisten und abwechslungsreichsten Bögen auf seiner drei- bis fünfstündigen Runde bietet. Aber auch den Delicate Arch Trail darf man nicht verpassen, weshalb allein für diesen Park ein ganzer Tag einzuplanen ist.

Die Entrance Station befindet sich 10 km nördlich der Stadt an Highway 191.

Viewpoint im Island in the Sky District
Ein Ausblick in den Canyonlands.

Nicht minder sehenswert jedoch ist der Canyonlands National Park, dessen Island in the Sky District man nach gut 50 km Fahrt im Westen findet. Er begeistert mit seinen Ausblicken auf atemraubende Schluchten, die stark an den Grand Canyon erinnern, hat jedoch auch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten – etwa den Mesa Arch, der bei Sonnenuntergang eine Wucht ist.

Dead Horse Point State Park
Dead Horse Point: Kostet extra, lohnt sich aber!

Vor dem Eingang zum Island in the Sky District zweigt zudem eine Straße zum Dead Horse Point State Park ab, in den man eine 180-Grad-Kehre des Colorado Rivers bestaunen kann.

Auch für diese zwei Naturattraktionen ist zusammen mindestens ein halber Tag einzuplanen, wenn nicht sogar ein ganzer.

Zimmer im Adventure Inn in Moab
Motelzimmer im Adventure Inn: Einfach, aber ordentlich.

Hotels & Motels

Die Auswahl an Motels und Hotels in Moab ist inzwischen riesig – und Jahr für Jahr kommen neue Unterkünfte hinzu, denn die Nachfrage ist bei Weitem noch nicht gedeckt. Das hat seine Vorteile, bringt aber auch den großen Haken mit sich, dass günstige Hotels von Mai bis September die absolute Ausnahme darstellen.

Wer für unter 150$ die Nacht ein Zimmer sucht, wird in der Regel nur in zwei, drei Motels gut fündig. Da man allerdings kaum eine schönere Ecke im Südwesten findet, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, sondern – wenn nötig – für diese ein, zwei Nächte mal etwas tiefer in die Tasche greifen.

Gute Hotels in Moab:

$$ Inca Inn: Das beste „Schnäppchen“ in Moab ist das Inca Inn, ein recht einfaches, aber sauberes und freundliches Motel, das selbst im Sommer mit Preisen von mitunter „nur“ etwa 120 Euro die Nacht besticht.

Die Zimmer könnten zwar eine leichte Renovierung vertragen und ein echtes Frühstück darf man nicht erwarten, aber für den Preis bekommen Sie in der Lage nichts Besseres!

$$ Adventure Inn: Direkt neben dem Inca Inn findet man das Adventure Inn, das ebenfalls mit verhältnismäßig günstigen Preisen aufwartet und einen ähnlichen Standard bietet.

Die Räume sind zwar reichlich spärlich eingerichtet, im Gegenzug allerdings etwas moderner und wirken einen Tick besser isoliert. Außerdem gibt es im Adventure Inn ein Frühstück und für Frühaufsteher einen „Early Bird Coffee“.

$$ Aarchway Inn: Eine schöne Mischung zwischen „urig“ und Moderne findet man im Aarchway Inn, dessen große Zimmer mit untypische viel Holz und etwas mehr Auge fürs Detail eingerichtet sind.

Toll ist auch die gesamte Anlage in relativ grüner Umgebung, etwas nördlich des Ortskerns gelegen. Der kleine Nachteil: Zu Fuß wäre es bis dahin recht weit.

$$$ La Quinta Inn: Vor allem in Hinblick auf die Zimmerqualität deutlich besser ist das La Quinta Inn Moab, das mit vergleichsweise großen und recht neu eingerichteten Räumen besticht und davon abgesehen die übliche, aber in diesem Fall als gehoben zu bezeichnende La-Quinta-Qualität bietet.

Das hat mit oft 150-200 Euro die Nacht seinen Preis, gerade mit Kindern aber gegenüber Inca und Adventure Inn die bessere Wahl.

$$$ Best Western Plus: Nahezu das Gleiche gilt für das Best Western Plus, das mit seiner zentralen Lage und erstaunlich schön eingerichteten Zimmern punktet.

Noch besser ist allerdings der Ausblick, beim akzeptablen Frühstück können Sie bereits die Schluchten und Berge der Umgebung erahnen! Die Übernachtung kostet im Schnitt ebenfalls um die 150-200 Euro, mitunter allerdings auch mehr.

$$$ Hampton Inn: Wie überall im Südwesten zählt Hampton Inn auch hier zu den besten Hotels, die man nur finden kann. Komfortabel, guter Service, schön eingerichtete Zimmer – und sogar das Frühstück geht in Ordnung.

Wer etwas höhere Ansprüche hat, macht mit diesem Hotel nichts verkehrt, zumal die Preise sich häufig auf dem Niveau der Konkurrenz bewegen.

Campingplätze

Da vor allem der Arches National Park in puncto Camping ein wenig enttäuscht, kommen auch Wohnmobilreisende am besten in Moab unter. Etliche Campgrounds stehen zur Auswahl, die überwiegend mit vergleichbarer Ausstattung (Duschen, Laundry und Full Hook-Up) aufwarten, sich die Stellplätze aber auch mit bis zu 50$ pro Nacht gut bezahlen lassen. Vor allem die Nähe zum recht lauten Highway 191 kann zudem tagsüber ein wenig stören.

Schön und ordentlich sind zum Beispiel das Moab Valley RV Resort und das Canyonlands RV Resort, aber auch der hiesige, gut gelegene KOA kann sich durchaus sehen lassen. Wer auf Komfort und Stadtlage verzichten möchte, kommt aber auch sehr schön und billiger in der Umgebung unter, beispielsweise in der Sand Flats Recreation Area.

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Supermärkte

Wie bereits anfangs angesprochen, ist Moab im Grunde die einzige Stadt in einem Umkreis von mehreren hundert Kilometern, die über eine gute Infrastruktur verfügt – und dazu zählt auch ein großer Supermarkt, den man mit dem City Market im Süden des Zentrums findet.

Er bietet zu fairen Preisen alles, was man braucht, weshalb man sich hier unbedingt stets mit Lebensmitteln und Getränken eindecken sollte, denn anschließend trifft man unter Umständen tagelang auf keinen echten Supermarkt mehr.

Auch der etwas kleinere, jüngere The Village Market geht in Ordnung. Er befindet sich noch ein paar hundert Meter weiter südlich an Highway 191.

Tankstellen

Knapp ein Dutzend Tankstellen findet man im Stadtgebiet, allesamt direkt an der Hauptstraße, weshalb die Suche nicht schwerfällt. Maverik und Phillips 66 sind oft am billigsten, allerdings verlangt auch die sonst häufig teurere Shell aufgrund der Konkurrenz hier keine deutlich höheren Preise.

Wichtig: Nicht nur einkaufen, sondern auch auftanken sollte man vor Ort unbedingt noch einmal, denn insbesondere bei der Weiterfahrt über Highway 24 und Highway 12 durch das Capitol Reef nach Bryce Canyon sind Tankstellen spärlich gesät.

Restaurants & Fast Food

Fast-Food-Fans dürfen sich mal glücklich schätzen, ist Moab doch außer St. George die beinahe einzige Stadt im Süden Utahs, in der man zahlreiche Filialen der bekannten Ketten findet.

An Highway 191 sind unter anderem McDonald’s, Burger King, Pizza Hut und Wendy’s nicht zu übersehen – Letzteres stellt für Burger dann auch die mit Abstand beste Wahl dar.

Allerdings gibt es keinen guten Grund, zu schnellem Junk Food zu greifen, denn die Auswahl an guten bis sehr guten Diners und Restaurants ist bestens.

Urig und rundum typisch amerikanisch sind das Moab Diner sowie Milt’s Stop & Eat. Wer Süßes sucht, ist bestens in der Sweet Cravings Bakery oder dem Eklecticafe aufgehoben, doch auch exotischere Geschmäcker werden erstaunlich gut bedient – zum Beispiel bei Quesadilla Mobilla, einem Food Truck oder im El Charro Loco. Lassen Sie es sich schmecken!

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