Redwood National and State Parks

Es muss ja nicht immer Sequoia sein: Der Redwood National Park und seine zugehörigen State Parks können eine äußerst interessante Alternative darstellen, warten sie doch mit zum Teil noch höheren Bäumen auf, zudem locken der Verzicht auf übliche Eintrittsgelder sowie die unter Umständen bessere Erreichbarkeit.

Ungefähr 500 Kilometer nördlich von San Francisco nahe der Grenze zu Oregon gelegen, erstreckt sich das Parkgebiet über eine Länge von fast 100 Kilometern entlang des Highway 101, der hier üblichen Küstenroute, in Nord-Süd-Richtung.

Redwood National Park Foto

Anfahrt & Ablauf

Aufgrund seiner ein wenig abseitigen Lage ganz im Norden von Kalifornien kommt ein Besuch des Parkgebiets in erster Linie in Verbindung mit einer Fahrt an der gesamten Westküste entlang oder aber mit einem „Abstecher“ Richtung Lassen Volcanic Park in Betracht.

Man erreicht den Redwood National Park ganz einfach, indem man den Highway 101 entlang fährt, was zunächst ein wenig irritierend sein mag, denn im Grunde gibt es keinen echten Parkeingang und es werden – Übernachtungen ausgenommen – keine Gebühren fällig. Auch die State Parks entlang der Route kann man kostenlos besuchen.

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Der größte Vorteil gegenüber Sequoia ist jedoch die Erreichbarkeit: Während man dort stundenlang über kurvige Straßen fahren muss, um sein Ziel zu erreichen, liegen hier die Wanderwege nur ein paar Kilometer von der Hauptstraße entfernt, sind also deutlich leichter zugänglich.

Erste Anlaufstelle für Besucher ist üblicherweise die Howland Hill Road im Jedediah Smith State Park bei Crescent City, ein Scenic Drive, der im Wesentlichen aus einer einspurigen Dirt Road besteht, die aber gut befahrbar ist und mitten zwischen den Riesenbäumen hindurch führt. Die Ausschilderung lässt ein wenig zu wünschen übrig, zugleich ist das Gebiet dadurch aber sehr natürlich.

Zahlreiche weitere Anlaufpunkte befinden sich entlang der 101, etwa der Del Norte Coast sowie der Prairie Creek Redwoods State Park, allerdings gibt es hier nur wenige echte „Must Sees“; es ist mehr das Gefühl, zwischen den riesigen Bäumen zu stehen und durch die Wälder zu laufen, das das Flair dieses Gebiets ausmacht. Am besten pickt man sich, je nach Interesse und Zeit, einfach zwei, drei Ziele raus.

Stellen Sie sich zudem darauf ein, dass Sie nicht unbedingt die besten Fotos von hier mit nach Hause nehmen werden! Zum einen sind die Lichtverhältnisse in den dichten Wäldern oft schwierig, zum anderen ist es nahezu unmöglich, die unglaubliche Höhe der Bäume auf Bildern wiederzugeben, selbst wenn ein menschliches Vergleichsobjekt daneben steht.

Mariposa Grove Foto Gefällter Baum Foto

Trails & Viewpoints

Das Abfahren der schon angesprochenen Howland Hill Road ist Pflicht, an deren Ende sich auch einige sehr schöne Wanderwege (Stout Grove) zwischen den höchsten Bäumen befinden. Parkplätze sind hier allerdings Mangelware, selbst im Spätsommer muss man unter Umständen Glück haben, um noch einen freien Platz zu erwischen.

Sehr schön, wenn auch ein Stück weiter abseits von der Hauptstraße, sind Fern Canyon sowie Teile der Küste, etwa Enderts Beach und Crescent Beach, die es hier zwar nicht ganz mit dem Highway 1 im Süden oder Oregon im Norden aufnehmen kann, aber den ein oder anderen spannenden Ausblick bieten, viele Tiere sind hier zu sehen. Auch der Newton B. Drury Scenic Parkway lohnt sich.

Zu beachten ist im Voraus vor allem die Länge der Trails (einige sind bis zu 20 km lang und lassen sich kaum abkürzen), aber auch die Anfahrt kann hier und da je nach Wetter aufgrund kleiner, enger Dirt Roads vor allem für Wohnmobile ein Problem darstellen. Je weniger es in den Tagen zuvor geregnet hat, desto besser.

Tiere an Straße Foto

Hotels, Motels, Campingplätze

Wie üblich sind Wohnmobile und andere Camper bestens versorgt, denn in den State Parks gibt es mehrere Campingplätze, für die eine recht geringe Gebühr fällig wird: Jedediah Smith Campground, Mill Creek Campground und Elk Prairie Campground sind ausnahmslos zu empfehlen. Reservierungen sind online möglich, die Preise mit 35$ pro Nacht aber vergleichsweise hoch. Aufgrund ihrer Lage verfügen die Plätze aber überwiegend über eine sehr gute Ausstattung mit fließend Wasser, warmen Duschen und Dump Station.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, kommt sowohl in Crescent City am Nordrand der Redwoods als auch in Arcata oder Eureka am Südrand ganz gut unter – alles keine schönen Städte, die in erster Linie von der Holzindustrie leben bzw. lebten, aber viele bezahlbare und ganz brauchbare Optionen bieten.

Im Zweifel ist Crescent City die einen Tick bessere Option, hier bietet sich zum Beispiel das Anchor Beach Inn mit Zimmern ab etwa 100$ die Nacht an, ebenso brauchbar ist das Americas Best Value Inn. In Arcata stellen Days Inn & Suites sowie Howard Johnson Express in der gleichen Preislage eine gute Wahl dar.

Redwood: Trails, Viewpoints, Karte

  • Eintritt: überwiegend kostenlos
  • Öffnungszeiten: überwiegend täglich, rund um die Uhr
  • National Park Pass: teilweise gültig
  • Wandern: einige schöne Wege durch Wälder und an der Küste
  • Zugänglichkeit: gemischt, aber überwiegend gut
  • Zeitaufwand: ein bis zwei Tage
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