Merced River in Yosemite

Yosemite National Park

Der Yosemite National Park liegt in der Sierra Nevada und somit recht zentral in Kalifornien, etwa 300 km östlich von San Francisco und 500 km nördlich von Los Angeles. Auch zum tollen Sequoia National Park ist es nicht allzu weit, hier fährt man etwa 250 km auf kurviger, aber im Normalfall gut machbarer Strecke.

Besonders sehenswert sind im Yosemite all die Berge und Felsen mit ihren häufig großartigen Ausblicken, die vielen grandiosen Wasserfälle, plätschernden Flüsse und klaren Seen sowie die riesigen Wiesen, aber auch den ein oder anderen Mammutbaum kann man entdecken.

Inhalt: SehenswürdigkeitenOrientierungTippsHotels & Camping

Sehenswürdigkeiten: Viewpoints & Wanderwege

Die Auswahl an Wanderwegen in Yosemite ist riesig und von ganz einfachen Spaziergängen bis hin zu kraftraubenden Tagesmärschen ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Zu beachten ist das Wetter: Wenn man die Berge und Wälder auf Fotos sieht, denkt man an die meistens doch recht kühlen Alpen, tatsächlich wird es im Sommer jedoch oft unerträglich heiß, sodass man auf lange Wanderungen gut vorbereitet sein sollte.

Die wichtigsten Wanderwege und Aussichtspunkte sind:

Vernal Fall auf dem Mist Trail

*** Mist Trail: Ein – wie der Name schon erahnen lässt – oft feuchter Weg, der zu zwei vor allem im Frühling und Frühsommer großartigen Wasserfällen führt, Vernal und Nevada Fall. Die gesamte Strecke nimmt einen halben Tag in Anspruch, was bei gemäßigten Temperaturen durchaus machbar ist. Es gibt allerdings mehrere Umkehrmöglichkeiten; zum ersten Blick auf Vernal Fall etwa braucht man maximal 45 Minuten.

Yosemite Falls

*** Yosemite Falls Trail: Für viele der Königstrail im Valley, da er großartige Ausblicke aufs Tal und danach auf die höchsten Wasserfälle im Park mit sich bringt. Hinauf geht es auf einer vor allem anfangs sehr anstrengenden Strecke über enge, steile Serpentinen – ein lohnenswerter Tagesmarsch, wenn es nicht zu heiß ist.

Merced River im Yosemite National Park

*** Panorama Trail: Der beste Wanderweg überhaupt im Parkgebiet ist der Panorama Trail, der vom Glacier Point hinab ins Tal führt, wobei man unter anderem an den schon zuvor genannten Vernal und Nevada Falls vorbeikommt. Hinauf geht es in der Regel mit dem Bus, denn rauf und runter ist an einem Tag kaum zu schaffen.

Glacier Point mit Blick aufs Yosemite Valley

*** Glacier Point: Der Aussichtspunkt schlechthin, kann man von ihm doch das gesamte Tal überblicken – inklusive des markanten Half Domes und zahlreicher Wasserfälle. Ein Muss für jeden Besucher!

Weitere Wanderwege und Aussichtspunkte finden Sie in unseren In-Depth-Artikeln über das Yosemite Valley, den Glacier Point und die Tioga Road.

Dichter Verkehr auf den Straßen

Orientierung & Anfahrt

Man erreicht den Park von Westen aus meist über drei verschiedene Zufahrten: Highway 120 über Groveland im Norden von San Francisco aus, die Route 140 von San Jose oder die Straße 141 von Fresno / Los Angeles über Wawona im Süden.

Nur in den Sommermonaten ist zudem die tolle Zufahrt im Osten in Richtung Death Valley geöffnet, die Tioga Road. Deren Verfügbarkeit ist allerdings stark vom Wetter abhängig; nur von Anfang Juli bis Mitte September kann man sich absolut sicher sein, dass der Pass befahrbar ist – auch wenn die Öffnung inzwischen üblicherweise bereits im Mai erfolgt.

Im Park selbst ist man aufgrund der doch recht großen Entfernungen in der Regel mit dem Auto unterwegs, im Sommer ist es wegen des hohen Besucheraufkommens jedoch mitunter empfehlenswert oder gar notwendig, auf einen der Shuttle-Busse zurückzugreifen.

Blick auf den Half Dome vom Glacier Point

Zentrale Anlaufstelle ist das Yosemite Valley, das mit beeindruckenden Felsformationen, Wasserfällen und tollen Ausblicken aufwartet. Hier kann man wunderbar wandern und die Natur erkunden – zumindest, soweit der Besucheransturm das erlaubt.

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Ebenfalls sehr sehenswert sind das historische Wawona und der Mariposa Grove mit seinen tollen Mammutbäumen im Süden, der Glacier Point mit seinem atemberaubenden Ausblick im Yosemite Valley sowie Hetch Hetchy im Norden, das dem Valley ähnelt, aufgrund seiner Lage aber etwas weniger Urlauber anlockt. (Hinweis: Der Mariposa Grove ist noch bis Herbst 2017 geschlossen.)

Bridalveil Fall

Werfen Sie vor Ihrem Besuch unbedingt einen Blick auf die aktuellen Wetterbedingungen sowie Straßenlagen und lesen Sie zudem die offiziellen Hinweise bezüglich der Bären, die man im Park durchaus häufig trifft: Nahrung, auch wenn es sich nur um Reste handelt, muss zum Beispiel immer in überall bereitstehende Boxen eingeschlossen oder entsorgt werden.

Beachten Sie zudem, dass die Wasserfälle im August und September oft nur noch sehr dünn oder gar nicht mehr fließen – am schönsten ist der Park von Mai bis Juni.

Vernal Fall Footbridge

Was tun in welcher Zeit?

An einem Tag: Yosemite stellt eine Ausnahme unter den National Parks im Südwesten der USA dar, denn während man anderswo an einem Tag fast überall zumindest einen sehr guten Eindruck von der Landschaft und ihrer Besonderheit gewinnen kann, kann man hier in 24 Stunden nur einen Teil sehen, was an der Größe des Parks sowie seiner Vielfalt liegt.

Dennoch: Auch wenn die Zeit so knapp ist, kann sich der Besuch lohnen, man muss sich nur eben auf einen kleinen Teil beschränken – und dieser Teil sollte das Yosemite Valley sein. Neben dem Pflichtbesuch von Glacier Point sind auch zwei, drei kurze Trails gut machbar, im Frühling und Frühsommer lohnen sich die Yosemite Falls, während im Sommer und Herbst die Seen und Berge die bessere Wahl darstellen.

An zwei Tagen: Stehen einem zwei Tage zur Verfügung, ist vieles von der Planung abhängig, genauer gesagt der Frage: Geht es über die Tioga Road gen Osten weiter? Dann ist es mit einem Tag im Tal getan und es steht die Weiterfahrt an. Oder fährt man im Westen wieder hinaus? Dann verbringt man die Zeit (da der Mariposa Grove derzeit gesperrt ist) wiederum im Tal und nimmt sich dort ein, zwei weitere Trails vor, etwa vom Glacier Point hinab.

Geht es über die Tioga Road weiter, darf man den Olmstead Point und Tuolumne Meadows nicht verpassen, auch die Auffahrt zum Tioga Peak mit dem anschließenden Ausblick in Richtung Mono Lake ist überaus beeindruckend.

An drei Tagen: Ab drei Tagen kann man davon sprechen, sich wirklich “ausreichend” Zeit für den Besuch von Yosemite genommen zu haben, denn dann sind zwei umfangreiche Tage im Valley plus die Weiterfahrt über die Tioga Road gen Osten möglich – oder, ab 2017 wieder, der Besuch des Mariposa Groves mit seinen Mammutbäumen.

Zelte im Half Dome Village

Hotels, Motels & Camping

Im Yosemite National Park selbst gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten wie etwa das alte Majestic Yosemite Hotel (ehemals The Ahwahnee Hotel) im Yosemite Valley, die Tenaya Lodge an Highway 41 sowie diverse Lodges in der Nähe der Wasserfälle oder auch in Wawona.

Die Preise können sich sehen lassen, der Komfort ist eher gemischt, ausgebucht von mindestens Mai bis September aber natürlich trotzdem weit im Voraus. Außerhalb des Parks zu übernachten, stellt aufgrund der großen Entfernungen allerdings nur bedingt eine Alternative dar.

Vor allen Parkeingängen gibt es ein, zwei Dörfer, die ebenfalls eine Option für Übernachtungen darstellen können – zum Beispiel Oakhurst, Mariposa, Groveland, Lee Vining und auf der Weiterfahrt nach Sequoia auch Fresno.

Camper haben es wie so oft in National Parks auch in Yosemite etwas einfacher und finden insgesamt dreizehn gute, preiswerte Plätze direkt im Park, die im Sommer jedoch auch mehrere Monate im Voraus reserviert werden müssen – und deren Stellplätze nach der Freischaltung der Reservierung meistens in Minuten vergeben sind.

Blick aufs Yosemite Valley von Columbia Rock

Yosemite: Und dann?

Nach einem Besuch des Parks gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten: Entweder geht es weiter ins etwa drei Stunden westlich gelegene San Francisco oder aber über die Tioga Road auf die andere Seite der Sierra Nevada, wo sich die Weiterfahrt ins Death Valley und dann nach Las Vegas anbietet.

Kommen Sie von San Francisco und ist die Tioga Road geschlossen oder für Sie keine Option, dann ist die Weiterfahrt nach Süden naheliegend, wo man einen Zwischenstop beim Sequoia National Park einlegen könnte, was ein bis zwei Tage in Anspruch nähme.

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