Parken in San Francisco

So schön die Stadt auch ist, das Parken in San Francisco ist ein Thema für sich, was vor allem an dem immer viel zu geringen Platz und den enorm hohen Preisen liegt: In Deutschland mag man sich schon über 2,50 Euro die Stunde aufregen, in den Großstädten im Südwesten der USA sind Preise von über 12$ pro Stunde im Stadtzentrum keine Seltenheit – und Hotels verlangen insbesondere an Fisherman’s Wharf oder am Union Square schon mal 50$ pro Tag, wenn man das Auto in einem nahegelegenen Parkhaus unterstellen möchte. Doch es gibt ein paar Tricks & Kniffe, wie man günstigere Parkplätze finden oder auf das Parken gänzlich verzichten kann…

Parken in San Francisco

Die Parkplatzsuche

Der wichtigste Tipp lautet: Nutzen Sie Apps und das Internet! Heutzutage ist es problemlos möglich, sich auf einer Seite wie Best Parking alle öffentlichen Parkplätze in der Umgebung einer Sehenswürdigkeit oder in einem kompletten Stadtviertel anzeigen zu lassen.

Auch eine App gibt es, die man sich aufs Handy laden und dann in den USA nutzen kann – entweder mit einer passenden SIM-Karte oder an einem der vielen kostenlosen WLAN-Hotspots, die man an fast jeder Ecke findet, beispielsweise in jedem Starbucks und in vielen anderen Fast-Food-Restaurants.

So erhält man nicht nur einen guten Überblick, welche Parkplätze sich in einem Gebiet befinden, sondern kann auch gleich die größten Wucherer ausschließen. Sogar ein Fotos des Parkplatzes oder Parkhauses gibt es häufig und es ist nicht verkehrt, einen Blick darauf zu werfen: Die ein oder andere Anlage sieht leider schon zum Weglaufen aus.

Der einzige Haken von Website und App: Wie viele freie Parkplätze noch zur Verfügung stehen, verrät sie leider nicht. Nutzt man sie, sollte man sich also immer mindestens vier, fünf Optionen offen halten. Und, wie eigentlich überall, gilt: Der größte Andrang herrscht in der Regel zwischen 11 und 16 Uhr. Wer vor 11 Uhr kommt, hat bessere Chancen, einen Parkplatz zu erwischen.

Übrigens: Prinzipiell ist es hier und da auch möglich, am Straßenrand zu parken, eine Markierung am Bürgersteig sowie diverse Schilder verraten, wo man es wann und unter welchen Umständen darf. Allerdings ist es überraschend schwierig, im Schilderwald den Durchblick zu behalten (teilweise findet man drei, vier Schilder an einer Stange, die sich untereinander zu widersprechen scheinen), und die Suche kann dauern. In der Praxis ist man als Tourist anderswo fast immer besser aufgehoben.

Parkplätze & Parkhäuser

Im Folgenden eine paar Tipps für die gängisten Ecken:

Am Union Square: SFpark Ellis O’Farrell Garage (2.50$-3.50$/Std., etliche Plätze), SFpark Fifth & Mission Garage (3$-3.50$/Std., sehr viele Plätze) oder SFpark Union Square Garage (3$-6$/Std.).

In Chinatown: SFpark Sutter Stockton Garage (3$-4,50$/Std., viele Plätze), SFpark St. Mary’s Square Garage (3.50$-4.50$/Std., wenige Plätze) oder SFpark Portsmouth Garage (3$/Std.).

An Fisherman’s Wharf: CITY Park – Ghirardelli Square (5$/Std.), ABM Cost Plus Garage (5$/Std.), ABM Pier 39 Garage (9$/Std.) oder ACE Parking Anchorage Square Garage (8$/Std.). Viel Auswahl, aber auch häufig großer Andrang.

Am Embarcadero: SFpark Golden Gateway Garage (7$/Std., viele Plätze), ACE Parking – Embarcadero & Washington Lot (7$/Std.) oder IMPARK Four Embarcadero Center (12$/Std.).

Am Golden Gate Park: ABC The Kezar Parking Lot (3$/Std., outdoor, klein) oder City Park – Music Concourse Garage (4.75$/Std.). Alternativ im Park am Straßenrand.

Am Coit Tower: Kostenlos direkt davor oder ABM Levi’s Plaza Garage (9$/Std.).

An der Straße parken in den USA

Aufs Auto verzichten

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass es in San Francisco nicht zwangsläufig nötig ist, das Auto zu nutzen. Das gesamte Stadtzentrum von Fisherman’s Wharf bis Union Square kann man, wenn man einigermaßen fit ist, gänzlich zu Fuß erkunden, auch wenn es aufgrund der vielen Hügel einer gewissen Ausdauer bedarf – doch man kann jederzeit auf den öffentlichen Nahverkehr, also Busse und Cable Cars, umsteigen. Die Preise dafür halten sich beim Kauf eines Kombi- oder Mehrtagestickets in Grenzen, Tempo und Sauberkeit der Busse und Bahnen gehen in Ordnung. Sogar die Sehenswürdigkeiten außerhalb des Stadtzentrums lassen sich so ansteuern.

Unser Tipp: Wenn man körperlich dazu in der Lage ist, sollte man in der Innenstadt auf das Auto verzichten. Auch den Golden Gate Park kann man mit dem Bus prima erreichen, was vor allem am Wochenende durchaus sinnvoll ist. Lediglich für die Viewpoints auf die Golden Gate Bridge und für die Fahrt auf Twin Peaks hinauf lässt sich auf das Auto kaum verzichten.

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