Hidden Valley Trail

Die größte Schwierigkeit in den National Parks im Südwesten der USA besteht üblicherweise darin, „alles“ zu sehen oder zumindest einen Eindruck davon zu gewinnen, was die Natur alles zu bieten hat: In Yosemite etwa kann man noch so viele Wanderungen im Valley unternehmen – wenn man nicht zumindest zum Glacier Point hinaufgefahren ist, kennt man nicht einmal die Hälfte des Parks.

Umso schöner sind Trails, die einem einen mehr oder weniger kompletten Eindruck davon vermitteln, was ihren Park zu etwas Besonderem macht. Und um genau einen solchen handelt es sich beim Hidden Valley Trail, den man im Joshua Tree National Park erstaunlich schnell und bequem begehen kann…

Hidden Valley Trail

Infos & Eckdaten

Entfernung: 2 km und damit einer der kürzesten lohnenswerten Rundwege, die man in einem National Park nur findet.

Zeitaufwand: In einer Stunde problemlos zu schaffen. Möchte man einen wirklich guten Eindruck vom Tal gewinnen und ein paar Fotos von der Umgebung schießen, kann man sich jedoch auch locker bis zu zwei Stunden hier aufhalten.

Schwierigkeitsgrad: Grundsätzlich sehr einfach, denn Steigungen oder auch nur enge, unebene Passagen gibt es kaum. Der Weg ist weitgehend flach, zwar auf Sand, aber gut befestigt und gekennzeichnet.

Allein die Temperaturen können eine Herausforderung darstellen, denn hier – mitten in der Wüste – werden im Sommer häufig 40° C und mitunter noch (deutlich) mehr gemessen. Eine Stunde kann man das durchaus aushalten, sollte jedoch darauf vorbereitet sein.

Beste Besuchszeit: Optimal sind die Morgenstunden, nicht nur im Sommer, weil dann das Licht am besten steht und das Besucheraufkommen am geringsten ist. In der Nebensaison geht auch die Mittagszeit in Ordnung, im Sommer ist es dann jedoch ziemlich unerträglich – und bis zum nächsten Morgen wird es meistens nicht viel besser. Wenn möglich, also morgens kommen!

Hidden Valley Trail

Besucheraufkommen: Variiert enorm. Joshua Tree ist ein von europäischen und asiatischen Touristen nicht ganz so stark besuchter Park, dafür zieht es die Einheimischen aus Los Angeles und Umgebung an den Wochenenden erstaunlich zahlreich hierher. Auch Bustouren stoppen hin und wieder im Hidden Valley, sodass man keine Pauschalaussage treffen kann; manchmal ist es ziemlich leer, manchmal relativ voll.

Trailhead: Startpunkt für den Hidden Valley Trail ist der gleichnamige Parking Lot, der sich an der Hauptstraße befindet, die von Joshua Tree im Westen nach Twentynine Palms im Osten durch den Park führt. Nutzt man nur eine der beiden Einfahrten, ist Joshua Tree die direktere Variante. Immer stur dem Park Boulevard folgen!

WCs: Einfache Toiletten gibt es am Trailhead und an zahlreichen Parkplätzen in der Umgebung, für fließendes Wasser sollte man am Visitor Center stoppen.

Vorbereitungen: Viel trinken und etwas zu trinken mitnehmen! Obwohl der Weg nicht weit ist, darf zumindest eine kleine Wasserflasche im Rucksack nie fehlen. Auch Sonnencreme ist in der Wüste stets ein Muss.

Hidden Valley Trail Hidden Valley Trail

Hidden Valley Trail: Beschreibung

Vom Parkplatz aus führt der Wanderweg zu den markanten Felsen, die weite Teil des Parks auszeichnen. Zwischen ihnen hindurch geht es ins Hidden Valley hinein, auch wenn die zu überwindende Höhe nicht der Rede wert sind: Keine 30 Meter liegen zwischen Hügeln und Talsohle.

„Unten“ angekommen, erreichet man eine Kreuzung, handelt es sich bei dem Hauptweg durchs Valley doch um einen Loop, also um einen Rundweg. Ob man ihn mit oder gegen den Uhrzeigersinn geht, spielt aufgrund der geringen Distanz keine Rolle.

Der sandige Weg führt nun durch das Tal hindurch, vorbei an interessanten Felsformationen, einigen Joshua Trees sowie diversen anderen Pflanzen – auch kleine Tiere sieht man hin und wieder.

Hidden Valley Trail Hidden Valley Trail

Einige Schilder weisen auf die Besonderheiten der Umgebung hin. Vor allem den Teilen des Trails, die zwischen den beigen Felsen hindurchführen, sollte man ein wenig mehr Zeit einräumen.

Tipp:
Auch wenn man selten allein ist, kann man sich im Hidden Valley durchaus „verlaufen“, da die Wegmarkierungen an manchen Stellen schwer zu erkennen sind. Am besten folgt man den im Sand zu erkennenden Fußspuren der anderen Wanderer, wenn man mal nicht weiter weiß.

Nach der kurzen Wanderung kann man sich am Parkplatz übrigens auf eine der mitunter im Schatten gelegenen Bänke setzen und sich mit einem kleinen Picknick belohnen!

Hidden Valley Trail

Ziele in der Umgebung & Hotels

Wenn Zeit zur Verfügung steht, am besten noch ein, zwei weitere Trails oder Viewpoints im Joshua Tree National Park ansteuern, zum Beispiel Barker Dam und Keys View. Danach ein Hotel für die Nacht in Twentynine Palms und Umgebung suchen, gut sind unserer Erfahrung nach:

  • Harmony Motels: Günstige Unterkunft für alle, die mit kleinem Budget reisen. Die schön eingerichteten Räume und die freundlichen Betreiber lassen über kleine Mängel, die es selbst in den besten Motels gibt, hinwegblicken.
  • Holiday Inn Express: Recht typische Filiale der Kette, allerdings mit großen Räumen und gutem Frühstück. Ein weiterer Vorteil: Im Hotelgebäude tut man sich mit der Kühlung naturgemäß leichter als im Motel.
  • Fairfield Inn & Suites: Noch einen Tick besser, weil etwas heller und freundlicher eingerichtet – außerdem gibt es nur „Suiten“, jedoch zu fairen Preisen. Vor allem für Familien eine sehr gute Wahl.

Alternativ könnte man auch direkt weiterfahren – nach Los Angeles, Las Vegas oder San Diego üblicherweise.

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