Lake Tahoe

Auch vielen Europäern zumindest vom Namen her ein Begriff ist der Lake Tahoe, wenn auch nicht unbedingt im Zusammenhang mit einer typischen USA-Reise – denn der See und seine unmittelbare Umgebung sind ein äußerst beliebtes Wintersportgebiet. Nicht umsonst wurden 1960 hier in Squaw Valley, nahe des Sees gelegen, die Olympischen Winterspiele ausgetragen.

Doch auch im Sommer kann sich der Besuch für Reisende aus Europa unter Umständen lohnen oder zumindest eine Überlegung wert sein, denn der riesige, meistens sehr klar wirkende See gibt inmitten der Wald- und Berglandschaft ein tolles Bild ab.

Foto von Lake Tahoe

Lage & Anfahrt

Lake Tahoe liegt im Nordosten von Kalifornien, direkt an der Grenze zu Nevada, die den See genau genommen sogar teilt. Das touristische Zentrum, South Lake Tahoe, befindet sich jedoch gerade noch so auf der Westseite der Stateline. Auf der Nevada-Seite ist in erster Linie das allerdings ein Stück im Inland gelegene Carson City eine Erwähnung wert, die Hauptstadt des Bundesstaats.

Reisende können den See üblicherweise auf zwei verschiedenen Routen einfach ansteuern: Entweder fährt man, üblicherweise von San Francisco, über Sacramento aus Westrichtung auf Highway 50 die Region an. Oder aber, unter das ist die häufiger gewählte Variante, man verbindet den Besuch mit einer Tour entlang der Ostseite der Sierra Nevada, die von der Tioga Road im Yosemite National Park über Mono Lake und die Geisterstadt Bodie bis zu eben jenem Lake Tahoe führen kann.

Die größte Schwierigkeit besteht üblicherweise darin, den See sinnvoll in einer Rundreise unterzubringen. Eine wirkliche Patentlösung gibt es dafür leider nicht.

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Ausblick auf Emerald Bay

Trails & Sehenswürdigkeiten

Jetzt aber zu den schönen Seiten! Highlight von Lake Tahoe ist der Ausblick auf Emerald Bay im gleichnamigen State Park, der ganz am südwestlichen Ende des Sees auf seine Besucher wartet. Hier könnte man zum Beispiel den Weg hinauf zu Maggies Peaks in Erwägung ziehen – trotz gut 300 zu überwindender Höhenmeter ein relativ einfacher Trail, der mit einer Länge von ca. 5 km in etwa drei Stunden zu bewältigen ist. Zur Belohnung erwarten einen oben großartige Ausblicke auf den See.

Wichtig: Nicht zu unterschätzen ist, dass man sich hier auf mehr als 2,5 km Höhe befindet, die Luft also doch eine ganze Ecke dünner und das Wandern somit anstrengender ist. Darüber hinaus sind Zusammenstöße mit Bären in der Umgebung nicht selten, unter Umständen kann sich der Kauf eines Bären-Sprays lohnen. Diese kleinen Warnungen gelten für alle Trails und Viewpoints hier.

Ebenfalls sehr schön ist der nur rund 3 km lange Eagle Falls Trail, der zu einem Wasserfall führt, aber auch in Taylor Creek kann man gut und einigermaßen einfach wandern. Informationen am besten vor Ort im Visitor Center einholen, da die Wege in Folge der starken Schneefälle im Winter sich nicht immer in einem optimalen Zustand befinden.

Auf der Nordseite könnte darüber hinaus Crystal Bay einen Besuch wert sein, ehrlicherweise sind die Aus- und Anblicke hier allerdings kaum anders als im Süden. Andererseits ist die Umrundung des Sees mit 120 km in etwa drei Stunden zu schaffen und somit nicht allzu aufwendig.

Nahe Lake Tahoe im Winter

Motels, Hotels & Camping

Aufgrund des gewaltigen Andrangs im Winter ist die Angebot an Motels und Hotels am See absurd hoch. Erstaunlicherweise bedeutet das jedoch im Sommer nur manchmal, aber nicht immer niedrige Preise, da auch in der „normalen“ Hauptsaison das Besucheraufkommen recht hoch sein kann.

In der Regel eine sehr gute Wahl sind in South Lake Tahoe das 7 Seas Inn und das The Alder Inn, die sympathische, gehobene Motel-Qualität für etwa 100$ die Nacht bieten. Etwas höhere Standards werden zum Beispiel im Vacation Resort gut erfüllt.

Auch die Auswahl an Campgrounds ist relativ groß, die meisten befinden sich wiederum am Süd- und Westufer. Toll ist, dass auch kommerzielle Campgrounds mit sehr guter Austattung wie der hiesige KOA ganz natürlich mitten im Wald liegen. Eine komplette Liste aller Plätze am See finden Sie hier.

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