Coral Pink Sand Dunes State Park

Wer in der US-amerikanischen Wüste auf hohe und weite Sanddünen hofft, wie man sie zum Beispiel von der Sahara kennt, zeigt sich nach einer ersten Rundfahrt durch den Südwesten oft enttäuscht. Denn tatsächlich bedeutet hier Wüste zunächst einmal Trockenheit und Ödnis, so weit das Auge blickt.

Und doch gibt es sie, die Sanddünen, wenn man weiß, wo man nach ihnen suchen muss: Im Death Valley National Park beispielsweise, im Great Sand Dunes National Park in Colorado oder aber auch im Coral Pink Sand Dunes State Park in Utah, der mit noch einer zweiten Besonderheit aufwartet…

Coral Pink Sand Dunes State Park

Lage & Anfahrt

Der Coral Pink Sand Dunes State Park befindet sich im Südwesten Utahs, nur etwa 30 km von der Kleinstadt Kanab entfernt, die oft als Ausgangspunkt für die Weiterfahrt zum Grand Canyon North Rim und Page im Osten oder zum Bryce Canyon National Park im Norden genutzt wird. Auch die Weiterfahrt in den Zion National Park ist möglich.

Das vergleichsweise kleine Naturschutzgebiet lässt sich von Highway 89 aus über Straße 43 erreichen. Sie kann theoretisch auch als eine „Durchgangsstraße“ zur 389 genutzt werden, üblicherweise fährt man allerdings nur bis zum Park und nach dem Besuch auf Highway 89 zurück.

USA Südwesten: Städte & National Parks von Kalifornien bis Utah

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Coral Pink Sand Dunes State Park

Trails & Viewpoints

Wie der Name schon vermuten lässt, wirken die Dünen in Coral Pink Sand Dunes mitunter leicht rosa, da sie vor allem aus dem in der Umgebung häufig zu findenden roten Sandstein entstanden sind: Wind und Niederschläge haben den Sand über die Jahrtausende hinweg zu den beeindruckenden Dünen angehäuft, ihr Alter wird auf zehn- bis fünfzehntausend Jahre geschätzt.

Tiefer Sand, wie man ihn in Dünen findet, bedeutet allerdings natürlich auch immer, dass es sich recht schwer läuft und so zählt das „Hiking“ dann auch zu den selteneren Aktivitäten im Parkgebiet. Schon auf der Anfahrt zum Visitor Center, das sich – wie üblich – nahe des Parkeingangs befindet – kann man die Dünen bestaunen.

Am Visitor Center selbst findet man den kurzen Nature Trail, der zumindest eine kleine Wanderung zulässt. Und natürlich können die Dünen auch auf eigene Faust fast überall erklommen werden, was sich lohnt, aber schnell in die Beine geht.

Wie so oft in den USA gibt es jedoch ein kleines Ärgernis, das den Besuch ein wenig trüben kann: „Quads“ brettern regelmäßig die Dünen rauf und runter, was die Bedeutung dieses Naturschutzgebiets ein wenig fragwürdig erscheinen lässt. Auch die ansonsten eigentlich sehr schönen Picknickplätze am Visitor Center leiden darunter.

Coral Pink Sand Dunes State Park

Hotels, Motels & Camping

Dafür kann der Coral Pink Sand Dunes neben Quad-Fahrern auch Camper für sich gewinnen, befindet sich doch ein kleiner, aber im Grunde ganz netter Campground auf dem Parkgebiet, der sogar Duschen mit warmem Wasser bietet – eine Seltenheit in abgelegenen State Parks. Reservierungen online möglich, 20$ die Nacht.

Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, kommt hingegen in besten in Kanab unter, aber auch die oben angesprochene Weiterfahrt ist sinnvoll. Dann schläft man nahe Zion oder Bryce, am North Rim oder in Page.

  • Eintritt: 8$ pro Fahrzeug
  • Öffnungszeiten: täglich, von morgens bis abends
  • National Park Pass: nicht gültig
  • Wandern: nur sehr eingeschränkt möglich
  • Zugänglichkeit: für PKW und RVs problemlos
  • Zeitaufwand: zwei, drei Stunden
Hotels in der Umgebung

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Bildnachweise (von oben nach unten): mark byzewski (CC BY 2.0), Frank Kovalchek (CC BY 2.0), Quinn Dombrowski (CC BY-SA 2.0)