Death Valley National Park

Der Death Valley National Park liegt ganz im Osten Kaliforniens nahe der Grenze zu Nevada, etwa 400 Kilometer von Los Angeles und 200 Kilometer von Las Vegas entfernt. Im Sommer ist auch die Zufahrt vom Yosemite National Park aus möglich, sobald der Schnee auf dem Tioga Pass getaut ist – in der Regel ist das gegen Ende Mai der Fall.

Besonders sehenswert ist das „Tal des Todes“ aufgrund seiner von der wirklich enormen Hitze geprägten Landschaft, die mitunter über 80 Meter unter dem Meeresspiegel liegt und daher einige einmalige Ausblicke bereithält.

Death Valley National Park

Anfahrt, Trails & Viewpoints

Die wichtigste Frage, die man sich vor einem Besuch des Death Valley stellen sollte, ist natürlich die nach dem Wetter: Im Sommer werden in der Wüste mitunter 50 Grad Celsius Lufttemperatur oder sogar mehr erreicht, weshalb ein Besuch vor allem im Juli und August nicht nur wenig Spaß machen kann, sondern sogar mit Vorsicht zu genießen ist.

Im Frühling und Herbst sind die Temperaturen in der Regel jedoch erträglich, gerade in den frühen Morgenstunden kann es mitunter sogar richtig kühl sein. Auch Mai, Juni und September lassen sich an vielen Tagen einigermaßen ertragen.

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Sie erreichen das Death Valley aus allen vier Himmelsrichtungen und steuern üblicherweise Stovepipe Wells und Furnace Creek in der Mitte des Parks als Zentrum an, wo sich auch das Visitor Center befindet. In Furnace Creek lohnt sich ein Besuch des Golden Canyon, in dem sich die Gelegenheit zum Wandern (3 km) bietet und auch die Natural Bridge (5 km) kann einen Abstecher wert sein, obwohl es interessantere „Bögen“ im Südwesten der USA gibt.

Death Valley Foto Zabriskie Point Foto

Ein absolutes Muss sind das Badwater Basin, der tiefste Punkt des Tals, mit seiner fast etwas mondartig wirkenden Salzlandschaft, der an der gleichen Straße gelegen Artists Drive (nur in Nordrichtung zu befahren) an „bunten“ Felsen vorbei sowie – in gewisser Weise das Gegenstück dazu – Zabriskie Point, ein großartiger Aussichtspunkt über den Park.

Auch Dante’s View ist zu empfehlen, wie Zabriskie Point am besten bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang – sofern die Zeit vorhanden ist, die recht lange Stichstraße zu befahren. Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 25 Fuß, also große Wohnmobile, sind hier genauso wie auf dem Artists Drive allerdings verboten.

In Stovepipe Wells, ein Stück westlich von Furnace Creek, sollten Sie unbedingt den schönen Mosaic Canyon (2-5 km) besuchen, auch ein Blick auf Salt Creek kann sich lohnen.

Haben Sie ganz viel Zeit, machen Sie noch einen Abstecher zu Scotty’s Castle im Norden, das ein bisschen an das Hauptquartier eines James-Bond-Bösewichts erinnert – stilecht mit Krater und dem mysteriösen „Racetrack“, über den sich Steine von alleine bewegen, nebenan.

Straße im Death Valley

Aufgrund der extremen Wetterbedingungen ist das Wandern im Death Valley nicht einfach, zumal sich an vielen Punkten aufgrund der flachen Landschaft nur recht wenig Gelegenheit dazu bietet. Gewandert wird hier vor allem in den Canyons, die allerdings nicht vor der Hitze schützen, im Gegenteil: Die Felsen heizen häufig die Luft noch zusätzlich und bremsen zugleich etwaige kühlende Winde.

Ausreichend Wasser (1 Liter pro Person und Stunde) und eine gute Kopfbedeckung sind daher von mindestens Mai bis September Pflicht, auch Sonnencreme ist bei längeren Wanderungen unverzichtbar.

Was tun in welcher Zeit?

An einem halben Tag: Weil sich das Parkgebiet mehr oder weniger im Nirgendwo befindet – es ist eben die Wüste -, lässt sich unter einem halben Tag kaum was machen. Bei einem Abstecher von Las Vegas etwa (die einzige recht brauchbare Option für einen Halbtagesausflug) nimmt allein die Anfahrt gut zwei Stunden in Anspruch. Hat man nur wenig Zeit, sollte man sich daher auf einen Teil des Parks beschränken.

Von Osten kommend, bietet sich zunächst die Auffahrt zu Dantes View an, bevor es weiter zum Zabriskie Point geht – wie die Namen schon nahelegen, ist es hier mit den Ausblicken im Grunde getan. Danach fährt man zum Badwater Basin, dem tiefsten Punkt Nordamerikas. Auf dem Rückweg könnte man, wenn die Zeit reicht, den Artists Drive abfahren oder dem Devils Golf Course einen Besuch abstatten.

An einem ganzen Tag: Steht ein kompletter Tag zur Verfügung, kann man alles Wesentliche im Tal des Todes sehen. Zu der zuvor genannten Strecke kommt dann die Gegend um Stovepipe Wells herum hinzu, in der sich vor allem die Mesquite Flat Sand Dunes und der Mosaic Canyon anbieten, durch den man auch wandern kann.

Hat man danach noch nicht genug, wäre auch ein Ausflug nach Norden zu Scotty’s Castle denkbar, oder man absolviert noch ein, zwei weitere, kurze Trails, etwa den im Golden Canyon.

Foto vom Badwater Basin Death Valley National Park

Motels, Hotels & Camping

Wie in so vielen National Parks befinden sich auch im Death Valley einige Campingplätze, die jedoch nicht alle das gesamte Jahr über geöffnet sind. Manche schließen im Winter aufgrund von Schneefällen (!), andere im Sommer aufgrund der großen Hitze – solche Unterschiede sieht man auch nicht oft.

Darüber hinaus gilt es, vor der Anfahrt einen Blick in den Mietvertrag des Wohnmobils zu werfen: Manche Anbieter verbieten einen Besuch des Parks im Hochsommer gänzlich und schieben auch in den Nebenmonaten dem Mieter die Schuld und Kosten zu, wenn es im Tal zu einer Panne kommt.

Der einzige große Campingplatz, der im Sommer hier geöffnet hat, ist daher auch der Furnace Creek Campground, der knapp 140 Stellplätze mit fließend Wasser und Toiletten anbietet, auch Hookup gibt es zum Teil. 12$ pro Nacht plus 12$ Fee für Hookup, es gilt „First Come, First Serve“. Eine kleinere, nicht minder schöne Alternative ist der Mesquite Spring Campground bei Scotty’s Castle.

Mietwagenfahrer kommen in Furnace Creek und Stovepipe Wells in ein, zwei Hotels unter, so wirklich empfehlenswert sind die Übernachtungsgelegenheiten hier jedoch nicht: Die Qualität ist eher mäßig und Standard Rooms kosten 150$ aufwärts.

Death Valley – und dann?

Aufgrund seiner Lage und den dann doch eher mittelmäßigen Übernachtungsmöglichkeiten ist es üblicherweise die beste Wahl, das Tal an einem vollen Tag zu durchqueren und dann außerhalb zu übernachten.

Im Grunde gibt es in Hinblick auf Weiterfahrt nur drei sinnvolle Optionen: Kommen Sie aus Westrichtung, steuern Sie das nicht mehr weit entfernte Las Vegas an, während sich von Ost nach West der Yosemite National Park anbietet, wenn die Tioga Road geöffnet ist.

Sollte das nicht der Fall sein, ist Los Angeles der am häufigsten gewählte nächste Stop.

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