Westküste USA: Beste Reisezeit

Die Frage nach der besten Reisezeit für die Westküste der USA ist keine ganz unwichtige, denn je nach Reisemonat erwarten einen gänzlich andere Bedingungen in Hinblick auf Wetter, Zustand von Straßen und Trails in den National Parks, jedoch auch auf das Besucheraufkommen und die Preise.

Wir erklären, was erfahrungsgemäß die beste Reisezeit für den Südwesten und die Westküste der USA ist, welche Reisemonate man in der Regel lieber meiden sollte und was es bei der Reiseplanung unter Berücksichtigung des Zeitraums alles zu bedenken gilt!

In diesem Artikel: So ist das WetterKostenZusammenfassungRangliste

Golden Gate Bridge im Nebel

Wetter an der Westküste und im Südwesten

Grundsätzlich gelten für Westküste und Südwesten der Mai und der September eigentlich als die beste Reisezeit und die Gründe dafür sind naheliegend.

Außerhalb der absoluten Hauptsaison, die von Juni bis August läuft, sind die Temperaturen überwiegend erträglich, die Niederschlagsmengen gering, vor allem aber ist das Besucheraufkommen nicht ganz so hoch – obwohl es falsch wäre, Mai und September als echte Nebensaison zu bezeichnen.

USA Südwesten: Städte & National Parks von Kalifornien bis Utah

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Dennoch können auch diese zwei Monate gewisse Probleme mit sich bringen: Wenn Sie einen Aufenthalt in den höher gelegenen National Parks planen, müssen Sie im Mai noch damit rechnen, dass einzelne Straßen nicht befahrbar sind beziehungsweise noch geschlossen.

Das betrifft vor allem die Tioga Road, die Ostausfahrt das Yosemite zum Death Valley, aber auch Sequoia, den North Rim des Grand Canyons und andere Ecken in Utah. Auf der anderen Seite zeigen sich gerade Yosemite und Sequoia von April bis Juni von ihrer besten Seite: Die Natur blüht und die Wasserfälle sind aufgrund der Schneeschmelze besonders reichhaltig.

Im September hingegen sind häufig die Wasserfälle versiegt und die Wiesen aufgrund des Besucheransturms in der Hauptsaison plattgetreten, so dass die Parks ein wenig von ihrem Charme verlieren. Spätestens ab August stehen in Kalifornien zudem Waldbrände auf der Tagesordnung, und das nicht nur in der Sierra Nevada.

Yosemite Falls

Die beste Reisezeit ist für diese Ecke daher der Zeitraum von etwa Mitte Mai bis Ende Juni, was aber auch für andere Parks gilt: Im Death Valley, in Joshua Tree, in Arizona, Nevada und Utah erreichen die Temperaturen vor allem in Juli und August, zum Teil aber auch noch im September, oft so hohe Werte, dass zumindest in der Mittagszeit kaum an längere Aufenthalte in der Sonne zu denken ist.

Es handelt sich zwar häufig um eine eher trockene Hitze, anders als in den Tropen, aber Wanderungen unter diesen Bedingungen machen bei Temperaturen um die 40° C schnell keinen Spaß mehr. Und gerade interessante Wüstenregionen wie etwa den Joshua Tree National Park sollte man unbedingt zu Fuß auf einigen der zahlreichen Trails erkunden.

Etwas anders sieht es direkt an der Küste aus: Hier lässt es sich auch im Hochsommer meistens ganz gut aushalten, vor allem in San Francisco und am Highway 1, wo sogar in Juli und August die 20-25° C nur selten deutlich überschritten werden. In Los Angeles und San Diego wird es wärmer, in der Regel bleibt es aber etwas kühler als im Landesinneren.

Reisezeit USA: Schnee im Mai

Besucheraufkommen & Kosten

Auch aufgrund des meistens enorm hohen Besucheraufkommens ist eine USA-Reise im Juli und August nicht optimal: Zu diesem Zeitpunkt sind sowohl in nahezu ganz Europa als auch in den USA Ferien und die meisten National Parks und Sehenswürdigkeiten werden von all den Touristen und Tagesausflüglern überschwemmt. Naturnähe und die Faszination der Einsamkeit sind dann nur noch in wenigen Ecken zu finden.

Gerade sehr beliebte Attraktionen wie Yosemite, der Grand Canyon, Bryce Canyon und Arches büßen dadurch doch etwas von ihrem Reiz ein. Außerdem sind Motels und Campingplätze in diesen Monaten besonders schnell ausgebucht – dann also unbedingt im Voraus buchen.

Letzteres wirkt sich natürlich auch auf die Preise aus: Finanzielle Hauptsaison ist ebenfalls von Juni bis August. Im Mai und September kommen Sie in Hotels und Motels zum Teil etwas preiswerter unter, im Frühling und Winter wirkt sich das allerdings noch stärker aus.

Andere Reisekosten für die USA erhöhen sich aber in der Regel nicht; Flüge und Mietwagen sowie Eintritt und Verpflegung kosten das ganze Jahr über mehr oder weniger gleich viel.

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Fazit zur Reisezeit

Das Ergebnis ist vermutlich nur wenig überraschend: Die beste Reisezeit für Westküste und USA Südwesten sind der späte Frühling sowie der Frühsommer, vor allem also die Monate Mai und Juni.

Dann lassen sich die Temperaturen meistens gut ertragen, die Preise bewegen sich noch auf einem relativ akzeptablen Niveau und das Besucheraufkommen ist nicht ganz so hoch wie in Juli und August.

Allerdings muss man bei der Planung die eigenen Ziele im Auge behalten: Im Mai gibt es keine Garantie, dass alle Straßen befahrbar und alle Parks zugänglich sind – wer hoch ins Gebirge möchte, braucht hier und da ein klein wenig Glück.

Stehen auf der anderen Seite vor allem Stadtbesuche auf dem Programm, spricht nichts gegen April, Oktober oder sogar März.

Kann man im Mai & Juni aufgrund der Schulferien nicht fliegen, gilt es abzuwägen: Trotz der Hitze und des Besucheraufkommens würden wir den Juli gegenüber dem September derzeit leicht vorziehen, da die Natur in Letzterem doch oft arg in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Haben Sie hingegen nur die Wahl zwischen August und September, stellt der September meistens die etwas bessere Option dar.

Spanish Village im Balboa Park

Die Rangliste der besten Reisemonate sieht also so aus:

  1. Juni: In der Regel sind alle Parks zugänglich und die Natur befindet sich noch in einem guten Zustand. Besucheraufkommen und Preise sind nicht übermäßig hoch, allerdings kann es bereits sehr heiß sein.
  2. Mai: Angenehme Temperaturen, relativ wenige Touristen und niedrigere Preise. Eigentlich der beste Monat, in der Sierra Nevada und im Süden Utahs drohen allerdings mitunter starke Schneefälle, die Probleme bereiten können.
  3. Juli: Voll und heiß, allerdings nicht zwangsläufig deutlich heißer als im Juni. Eventuell darauf einstellen, dass lange Wanderungen in der Mittagshitze nur eingeschränkt möglich sind. Dafür definitiv kein nennenswerter Schnee mehr.
  4. September: Kann ein ähnlich guter Monat sein wie der Juni, allerdings braucht man ein wenig Glück, da schwere Waldbrände vor allem in Kalifornien nicht selten sind. Außerdem erhöhtes Gewitterrisiko.
  5. Oktober: Fast das Gleiche gilt für den Oktober. Guter Reisemonat, wenn Wetter und Waldbrände einem nicht die Pläne durchkreuzen.
  6. August: Mindestens so heiß und voll wie der Juli, wenn nicht noch mehr. Keine “schlechte”, da aufgrund der Schulferien häufig die einzige, Option, allerdings sollte man auf enorme Hitze vorbereitet sein.
  7. April: Großartig für Stadtbesuche, denn in Los Angeles, San Francisco, San Diego und Las Vegas lässt es sich bei den für April typischen Temperaturen bestens aushalten. In der Natur hingegen muss man viel Glück haben, wenn man auf 2000 Meter oder höher fährt.
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