Pinball Hall of Fame

Mehr als 350 spielbare Flippertische am Strip von Las Vegas ...

Es gibt in Las Vegas nicht mehr viele Attraktionen, die man zumindest entfernt noch als einen Geheimtipp bezeichnen kann: Entweder etwas hat sofort Erfolg mit den Besuchermassen, die sich tagtäglich über den Strip schieben, oder aber es wird ohne große Umschweife geschlossen.

Eine der wenigen Ausnahmen stellt die Pinball Hall of Fame dar. In einer äußerlich ganz unscheinbaren Halle findet man nahezu alle Klassiker der gut 80-jährigen Flipper-Historie in Reih und Glied, die allen Fans von Pinball-Tischen ein paar unterhaltsame und noch dazu preisgünstige Stunden bescheren können – wenn man den kleinen Abstecher in den Süden des Strips in Kauf nimmt …

Auf einen Blick: Die Pinball Hall of Fame ist auch an ihrem neuen Standort am Strip von Las Vegas ein Muss für Fans des Flippers: Mit knapp 370 spielbaren Tischen kann man genau 80 Jahre der Pinball-Geschichte live erleben.

Aber auch ohne großes Interesse am Flippern mag sich ein kurzer Besuch lohnen, sind die Maschinen und die von ihnen gewählten Themen zu einem gewissen Grade doch Zeugen ihrer Zeit. Und preislich ist so ein Flipperspiel, insbesondere im ansonsten so teuren Las Vegas, natürlich unschlagbar.

Zeitaufwand: ein bis zwei Stunden
Öffnungszeiten: täglich, von etwa 10 bis 21 Uhr
Eintritt: kostenlos, ein Spiel zumeist 0,50 bis 1 $

Unsere Einschätzung: für Flipper-Interessierte ein Traum!

Wo befindet sich die Pinball Hall of Fame?

Zu ihrer Eröffnung im Jahr 2006 befand sich die Pinball Hall of Fame etwas abseits des Strips in der Tropicana Avenue im Osten der Stadt. Die kleine, unscheinbare Lagerhalle platzte allerdings bereits Mitte der 2010er bei „nur“ rund 200 Flippertischen aus allen Nähten, weshalb ein Umzug lange überfällig war. Dieser erfolgte dann im Frühling 2021.

Seitdem residiert die Pinball Hall of Fame direkt am Strip von Las Vegas, etwa auf Höhe des großen Harry Reid International Airports im Süden – zwischen Mandalay Bay und dem bekannten „Welcome to Fabulous Las Vegas“-Schild. Sie ist somit fußläufig erreichbar, auch wenn es vom Zentrum des Strips rund um das Bellagio knapp 4 km sind.

Möchte man sich den Fußweg (nicht zuletzt bei Temperaturen jenseits der 40 °C im Sommer) ersparen, ist die Anfahrt auch mit dem öffentlichen Nahverkehr oder einem Mietwagen möglich. Um die hundert kostenlose Parkplätze befinden sich unmittelbar vor der Halle.

Ist der Andrang nicht allzu groß, lässt sich unter Umständen auch ein Wohnmobil auf quer über mehrere Parkplätze hinweg abstellen.

Ein Flipperautomat in der Pinball Hall of Fame.

Welche Flipper kann man spielen?

Mehr als 350 Flippertische befinden sich seit dem Umzug an die neue Location in der Pinball Hall of Fame; sie stehen ein wenig schmucklos, dafür aber praktisch, nebeneinander in Reih und Glied. Viele Tische sind grob nach ihrem Alter sortiert – möchte man ein bestimmtes Modell finden, lässt sich dessen Standort über eine Liste ausmachen.

Faszinierend ist, dass die Halle in gewisser Hinsicht beinahe einem Museum gleicht, entstammen die Flipper doch dem Zeitraum von 1945 bis 2024. Das älteste Gerät hört auf den Namen „Goalie“ und erinnert mehr an eine Mischung aus Pong und Tipp-Kick, der erste „echte“ Flipper ist dann „Lady Robin Hood“ aus dem Jahr 1948 – bereits mit fast allen Elementen, die man auch heute mit den Maschinen verbindet.

Interessant ist es dann, die Entwicklung der Tische, ihrer Mechanik, dem zunehmenden Einsatz der Elektronik und natürlich auch der dargestellten Themen zu verfolgen. Während sich die meisten Maschinen bis in die 70er-Jahr an klassischen Arcades und Jahrmärkten orientieren, dienen ab den 80ern zunehmend bekannte Marken als Vorlage: von Spiderman und den Turtles über die Simpsons, Star Wars, James Bond und Super Mario bis zu John Wick und Stranger Things in den jüngsten Modellen.

Zu den absoluten Klassikern zählen die Williams-Flipper aus den 90ern zu Indiana Jones und Star Trek: The Next Generation, aber auch Medieval Madness, genauso wie Twilight Zone und The Addams Family von Bally oder Godzilla von Stern.

In der Lagerhalle der Pinball Hall of Fame in Las Vegas.

Was kostet ein Spiel?

Neben Technik und Themen haben sich natürlich auch die Preise für eine Flipperpartie über die Jahrzehnte hinweg verändert. Während bei den ältesten Geräten ein Spiel ab 25 Cent zu bekommen ist, werden bei neueren Maschinen in der Regel 0,50 bis 1 $ fällig. Für den Betrieb muss man überwiegend Quarters einwerfen, die man an der Kasse oder Automaten im Tausch gegen Scheine (oder auch per Kreditkarte) erhält.

Wie lange eine Runde dauert, ist maßgeblich von den eigenen Fähigkeiten abhängig. Im Schnitt darf man mit etwa fünf bis zehn Minuten rechnen, was den Besuch der Pinball Hall of Fame auch für Familien zu einem preiswerten Erlebnis macht. Die meisten Attraktionen in Las Vegas sind doch deutlich teurer.

Bei der Halle selbst handelt es sich übrigens um ein reines Non-Profit-Unternehmen, das Spenden natürlich gerne entgegennimmt.

Wann ist die Pinball Hall of Fame geöffnet?

Das Flippermuseum öffnet im Jahr 2025 unter normalen Umständen täglich von mindestens 10 bis 21 Uhr, Freitag und Samstag bis 22 Uhr.

Wie viel Zeit man für den Besuch der Halle benötigt, hängt naturgemäß primär davon ab, wie eingehend man sich mit den einzelnen Maschinen beschäftigen möchte. Für einen kurzen Gang durch die Reihe und zwei, drei Spiele könnte man eine knappe Stunde einplanen – nach oben offen!

Empfehlenswerte Hotels in Las Vegas

  • ($) Luxor, am Rande gelegen, dafür spannend und günstig
  • ($) The Linq, bestes Budget-Hotel im Zentrum des Strips
  • ($) Paris, gehobenes Niveau, dennoch oft günstig und sehr zentral
  • ($) Bellagio, ein Hauch von Luxus zu häufig relativ fairen Preisen
  • ($) The Venetian, beste Wahl mit ausschließlich tollen Suiten

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