Universal Studios Hollywood

Alle Informationen zu Attraktionen, Tickets, Eintrittspreisen und Hotels

Die Universal Studios Hollywood zählen mittlerweile zu Recht zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Los Angeles. Mit fast 9 Millionen Besuchern im Jahr 2023 wird der Vergnügungspark nur vom populären Disneyland Resort in Anaheim noch deutlich geschlagen.

Wer sich selbst ins Gedränge stürzen möchte, sollte daher einen guten Überblick haben, was einen erwartet – denn die Eintrittspreise sind nicht ohne. Auch wenn man beim Online-Kauf ein wenig sparen kann …

Globe vor den Universal Studios Hollywood.

Studios & CityWalk

Die 1964 eröffneten Universal Studios befinden sich zwischen Hollywood und Burbank am Highway 101 im Norden von Los Angeles. Auch zum schönen Griffith Park mit seinem Observatory ist es von hier aus nicht weit.

Die Studios sind aber nur Teil des gesamten Geländes, das schon mit dem kostenlosen Universal CityWalk vor dem Parkeingang all seine Besucher in die richtige Stimmung versetzen und natürlich auch zum Geldausgeben verleiten will – etwa 70 Souvenir-Shops, Imbisse und kleine Restaurants befinden sich in ihm, die zumindest teilweise leichtes Hollywood-Flair versprühen.

Gleichwohl sollte im Voraus klar sein, dass es sich bei den Studios tatsächlich „nur“ um einen Vergnügungspark handelt, man also keinen echten Blick hinter die Kulissen erwarten darf: Auch wenn sich hier noch ein paar Hallen mit aktiven Sets befinden, so wird die Mehrheit der Produktionen doch längst andernorts gedreht.

Der City Walk vor dem Parkeingang.
Der City Walk vor dem Parkeingang: Imbisse, Restaurants und Shops.

Tickets & Eintrittspreise in 2024

So familienfreundlich die Vergnügungsparks in den USA auch sein mögen: Für die Eintrittspreise gilt das nicht. Ein Ticket für Besucher ab 10 Jahren kostet derzeit 109 bis 154 $. Mit Express Pass, um Warteschlangen zu entgehen, werden sogar 209 bis 309 $ fällig. Die genauen Preise variieren abhängig von Wochentag und Saison.

Kaum zu vermeidende Snacks und Getränke schlagen mit weiteren 20 bis 30 $ pro Person zu Buche, auch Parken kostet mittlerweile pauschal 32 $ pro Fahrzeug.

Tickets können natürlich vorab online erworben werden, was mehrere Vorteile mit sich bringt: Man umgeht etwaige Warteschlangen beim Ticketkauf vor Ort, kann einen günstigen Tag aussuchen – und gekaufte Tickets üblicherweise auch kurzfristig noch stornieren, falls sich die Pläne ändern.

Öffnungszeiten

Wie auch bei der Konkurrenz gibt es keine festen Öffnungszeiten für den Park; sie variieren von Woche zu Woche und von Tag zu Tag – am besten schlägt man sie kurz vor dem Besuch auf der offiziellen Website nach.

Üblicherweise öffnen die Universal Studios zwischen 8 und 10 Uhr und schließen zwischen 18 und 22 Uhr. Für den CityWalk vor dem Eingang gelten leicht abweichende Öffnungszeiten, dort öffnen die Geschäfte und Imbisse selten vor 11 Uhr vormittags.

Im Bus über den Universal Backlot

Wie viel Zeit ist notwendig?

Einheimische, die das Disneyland in Anaheim besuchen, verbringen dort mitunter bis zu einer Woche. Im Grunde also einen kompletten Urlaub. Für die Universal Studios – und Urlauber aus Europa mit einer entsprechend langen Anreise – ist das jedoch weder sinnvoll noch notwendig.

Um die interessantesten Attraktionen zu sehen und an der Studio Tour teilzunehmen, reichen rund vier Stunden grundsätzlich aus. Für jeden Ride sollte man darüber hinaus zwischen 30 und 60 Minuten einplanen, abhängig von Tageszeit und Wochentag. Beliebte Rides wie „Mario Kart: Bowser’s Challenge“ oder „Harry Potter and the Forbidden Journey“ steuert man natürlich am besten möglichst früh an, während Waterworld oder The Simpsons auch später am Tag besucht werden können.

Möchte man sich wirklich Zeit nehmen und in Ruhe möglichst viel von dem Park sehen, ist ein kompletter Tag – also etwa acht Stunden – durchaus sinnvoll.

Die neue Super Nintendo World in Hollywood.
Die bunte und noch ganz neue Super Nintendo World. (Jeremey Thompson, CC-BY-2.0)

Attraktionen & Rides

Die jüngste Attraktion des Parks ist derzeit auch seine beliebteste: Die 2023 eröffnete Super Nintendo World, die sich ganz um das aus so vielen Videospielen bekannte Pilz-Königreich dreht. In ihr begegnet man bekannten Figuren wie Mario, Luigi, Peach, Toad und Yoshi, shoppt Nintendo-typische Souvenirs oder dreht eine Runde in Mario Kart: Bowser’s Challenge. Ungewöhnlich, aber spannend designt!

Das zweite und vielleicht sogar noch etwas größere Highlight ist die seit 2016 im Upper Lot bestehende Wizarding World of Harry Potter. In ihr kann man das Schloss Hogwarts bestaunen, den The Three Broomsticks Pub besuchen oder sich einmal in Ollivanders Zauberstabladen umschauen – ausnahmslos mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Hogwarts in der Wizarding World in Los Angeles.
Hogwarts in der Wizarding World in Los Angeles. (HarshLight, CC-BY-2.0)

Wer es actionreicher mag, besucht die noch immer lautstarke „Waterworld Stunt Show“ oder setzt sich in einen der verschiedenen Rides. Nett sind die „Flight of the Hippogriff“-Achterbahn und „The Forbidden Journey“ von Harry Potter, aber auch der „The Simpsons Ride“ und „Despicable Me Minion Mayhem“, zwei 3D-Bewegungssimulatoren, können sich sehen lassen.

Schon einen Tick mehr in die Jahre gekommen sind die Attraktionen im Lower Lot: „Jurassic World: The Ride“ ist feucht, aber harmlos, während der Dark Ride zu „Transformers“ sowie die „Revenge of the Mummy“-Achterbahn doch recht stark in die Kategorie Geschmacksache fallen.

Alles in allem ist die Auswahl seit der Eröffnung der Super-Nintendo- und Harry-Potter-Welt jedoch wirklich stark und äußerst abwechslungsreich. Ein enormer Fortschritt gegenüber früheren Tagen!

Universal Studios Studio Tour

Die Studio Tour

Keine allzu hohen Ansprüche sollte man hingegen an die sogenannte Studio Tour stellen: Hier fährt man etwa 45 Minuten lang in einem offenen Bus über den Universal Backlot, auf dem sich etliche Kulissen befinden, die bis heute vereinzelt verwendet werden.

Dazu zählen (nachgebaute) Schauplätze wie das Motel aus „Psycho“ oder der Flugzeugabsturz aus „Krieg der Welten“, aber auch eher nichtssagende Locations wie „eine Straße in Mexiko“ oder „ein Häuserblock in New York“, die der ein oder andere Serien wie „Desperate Housewives“ oder „Curb your Enthusiasm“ zuordnen können mag.

Weiterer Teil des Programms ist, schon seit mehr als zwei Jahrzehnten, eine unter Umständen etwas makabere Erdbebensimulation in einer U-Bahn-Station – wie alles überaus enthusiastisch untermalt von einem Sprecher an Bord des Busses.

Die Fahrt über den Backlot ist beileibe keine Zeitverschwendung, allerdings bekommt man auf einer reinen Studio-Tour, wie sie von Warner Bros., Paramount und Sony zum etwa halben Preis angeboten wird, deutlich mehr geboten. Die hiesige Tour ist als Ergänzung zu all den anderen Rides und Attraktionen zu verstehen, nicht als das Highlight.

Der weiße Hai
Der weiße Hai: einer der bekanntesten Filme.

Parken

Die Ausfahrt zu den Universal Studios auf Highway 101 ist nicht zu verfehlen, allerdings sollte man ein bisschen Zeit mitbringen beziehungsweise rechtzeitig losfahren: Morgens staut es sich auf der Straße gerne und lang.

Nach der Abfahrt wird man automatisch und ohne große Umschweife zu den Parkplätzen geleitet; ausreichend Platz steht stets zur Verfügung. Wer sein Auto direkt vor dem Eingang abstellen möchte, zahlt pauschal 50 $. Kann man mit einem kleinen Spaziergang bis zum Eingangstor leben, werden 32 $ fällig.

Für Wohnmobile gelten die gleichen Gebühren, sie werden allerdings auf einem anderen Parkplatz (für „oversized parking“) untergebracht.

Universal Stages: Noch ein paar aktive Sets.

Unsere Einschätzung

Universal hat sich in den vergangenen Jahren Mühe gegeben, das bis dahin etwas dürftige Angebot aufzupeppen – und vor allem mit der Harry-Potter-Welt und der Super Nintendo World ist das auch gelungen. Denn gegenüber dem Disneyland stellen die Studios im Jahr 2024 für uns nun klar die bessere Wahl dar!

Geht man mit der richtigen Erwartungshaltung – ein Vergnügungspark, kein Blick hinter die Kulissen! – an die Sache heran, dürfte man in den Studios einen sehr schönen Tag verbringen. Den könnte man anschließend noch um eine Studio-Tour bei der Konkurrenz ergänzen, um sich tatsächlich ein kleines Bild von Hollywood zu machen.

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