3 Tage in Los Angeles

Wie man sich die riesige Stadt am besten einteilt

Neben San Francisco die bekannteste Stadt an der Westküste ist Los Angeles, das von Santa Monica über Hollywood bis hin zum Disneyland zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Bei einem ersten Besuch sollte man daher stets mindestens zwei bis drei Tage in Los Angeles einkalkulieren.

Eine sinnvolle Planung ist dabei das A und O, denn die unglaublichen Ausmaße des Stadtgebiets in Verbindung mit dem unglaublich dichten Verkehr können ansonsten dafür sorgen, dass man viel zu viel Zeit unnötig im Auto verschwendet…

Garten der Getty Villa
Getty Villa bei Santa Monica: Eine sehenswerte Anlage.
Wo anfangen?
Üblicherweise macht man den Beginn seines Stadtbesuchs von der eigenen Route abhängig. Startet man in LA oder kommt man von Norden – San Francisco, Highway 1 oder Yosemite / Sequoia – steht zunächst Santa Monica auf dem Programm, um sich nach und nach weiter vorzuarbeiten.

Kommt man aus Süden (San Diego), beginnt man mit Anaheim und Long Beach, während aus Osten (Joshua Tree, Death Valley, Las Vegas) Hollywood und Downtown einen guten Einstieg darstellen.

In diesem Beispiel entscheiden wir uns für die erste Variante, da sie am häufigsten zum Einsatz kommt. Das Programm für den ersten Tag könnte dann folgendermaßen aussehen:

Tag #1: Santa Monica & Umgebung

Getty Villa: Ein ungewöhnlicher Einstieg, doch die schöne Anlage mit ihren Gärten machen dieses Museum der Antike sehr sehenswert. Und je früher man kommt, desto leerer ist es noch auf dem Gelände der Getty Villa. Anderthalb bis zwei Stunden reichen für einen Eindruck vollkommen aus.

Geschäfte in der Third Street Promenade
Santa Monica ist für seinen Pier bekannt, doch auch das Zentrum kann sich sehen lassen.

Santa Monica: Gegen Mittag geht es dann weiter nach Santa Monica, eine Art „LA light“. Höhepunkt sind natürlich der weltbekannte Pier mit seinem Vergnügungspark, der langgezogene Strand, aber auch die Third Street Promenade, eine europäisch angehauchte Einkaufsstraße, kann sich sehen lassen.

Zwei bis drei Stunden könnte man hier verbringen und vielleicht einen kleinen Snack zu sich nehmen – gute Imbisse gibt es viele!

Spaziergang an den Venice Canals
Heimliches Highlight von Venice: Seine Kanäle.

Venice Beach: Im Anschluss an Santa Monica empfiehlt sich aufgrund der Nähe stets Venice mit seinem legendären Strand sowie den pittoresken Kanälen. Zu früh sollte man hier nicht vor Ort sein, doch gegen Nachmittag füllt sich die Kulisse zusehends. In ein bis anderthalb Stunden hat man das Wichtigste gesehen.

The Grove in Los Angeles
The Grove: Hübsches Shopping-Center am Farmers Market.

The Grove: Den Tag ausklingen lassen (nicht zu spät!) könnte man in The Grove, einem schön angelegten Shopping Center, sowie dem historischen Farmers Market nebenan.

Auf dem Weg dorthin wäre noch ein Stopp bei den La Brea Tar Pits – kein absolutes Muss, aber sie befinden sich direkt nebenan und erfordern nicht viel Zeit.

Möchte man die Getty Villa oder The Grove nicht sehen, könnte man an diesem Tag alternativ auch das Getty Center einbauen, das sich ebenfalls im Nordwesten der Region befindet.

Die Nacht verbringt man dann am besten in einem Hotel in Hollywood oder Downtown, da sämtliche Straßen von und nach Santa Monica zu den staureichsten zählen.

Tag #2: Hollywood, Hills & Downtown

Walk of Fame: Zu Beginn des zweiten Tags könnte dann das auf dem Programm stehen, was wohl die meisten Menschen am stärksten mit Los Angeles verbinden: Hollywood und seine Hills. Sinnvoll ist es, mit dem Walk of Fame zu beginnen, da hier das Gedränge spätestens gegen Mittag enorm wird.

Unter anderem zu sehen: Das berühmte Man’s Chinese Theater (Fuß- und Handabdrücke der Stars im Innenhof) und das Dolby Theater, der Ort der heutigen Oscar-Vergabe. Knapp zwei Stunden reichen für den Besuch aus.

City Hall in Los Angeles Downtown
Die markante City Hall in Downtown.

Downtown: Auch wenn sich Downtown Los Angeles in den letzten Jahren verbessert hat, so ist das „Stadtzentrum“ von Los Angeles weiterhin eher als optional zu betrachten. Möchte man Downtown besuchen, wäre jetzt jedoch der beste Zeitpunkt dafür – vor allem Union Station, City Hall und die Walt Disney Concert Hall sind durchaus sehenswert. Auch hierfür müsste man gut zwei Stunden einplanen.

Im Anschluss daran könnte man über einen Abstecher zum California Science Center nachdenken, in dem es unter anderem ein originales Space Shuttle zu bestaunen gibt.

Ausblick auf Los Angeles vom Getty Center
Nette Ausblicke vom Getty Center.

Getty Center: Die beste Alternative zu Downtown wäre das (ein gutes Stück weiter westlich gelegene) Getty Center. Das riesige Museum bietet eine interessante Architektur, schön angelegte Gärten und ganz nette Ausblicke auf die Stadt.

Der Zeitaufwand ist allerdings deutlich größer als für Downtown; inklusive An- und Abfahrt sollte man mit mindestens vier Stunden rechnen.

Griffith Observatory in Los Angeles
Griffith Observatory: Vielleicht das Highlight der Stadt.

Griffith Observatory: Egal, wofür man sich entscheidet, gegen Ende des Tages sollte man das auf einem kleinen Berg gelegene Griffith Observatory aufsuchen – wenn möglich, eine gute Stunde vor Anbruch der Dunkelheit.

Auf dem Weg dorthin könnte man noch ein Foto vom Hollywood Sign schießen, bevor man dann vom Observatorium aus dann den wohl besten Ausblick auf die Stadt genießt.

Für die Übernachtung bietet sich in der Regel das gleiche Hotel wie am Vortag an.

Kutsche in Disneyland Anaheim
Disneyland: (Teurer) Spaß für die ganze Familie.

Tag #3: Vergnügungsparks

Am dritten Tag in LA steht oft der Besuch eines Vergnügungsparks auf dem Programm. Die meisten Besucher wählen hierbei zwischen den Universal Studios Hollywood sowie dem Disneyland Resort in Anaheim, wobei das Disneyland aber eindeutig die bessere Wahl darstellt.

Möchte man ein mit dem Disneyland vergleichbares Erlebnis, allerdings deutlich weniger Geld dafür ausgeben, ist Knott’s Berry Farm direkt nebenan eine Überlegung wert: Ein ebenfalls sehr schöner und sogar noch älterer Vergnügungspark, der zudem die spannenderen Achterbahnen bietet.

Queen Mary in Long Beach
Die Queen Mary in Long Beach.

Alternative: Der Süden von LA

Wer mit Freizeitparks nichts anfangen kann, findet in LA etliche Alternativen zum Parkbesuch. Erste Wahl sollte dabei Long Beach darstellen, das sich etwa mittig zwischen Downtown und Anaheim befindet. Dort liegt die Queen Mary vor Anker, ein Schiff mit langer Geschichte, das heute Hotel, Veranstaltungsort und Museum darstellt.

Eine Runde über die Decks und durch den Maschinenraum lohnt sich vor allem dank des Art-Deco-Looks – leichte Erinnerungen an die Titanic werden hier wach. Auch das Aquarium of the Pacific nebenan ist bei Interesse eine Überlegung wert.

Alternativ könnte man auch die ersten zwei Tage in Los Angeles ein wenig entzerren und sich zum Beispiel mehr Zeit für die Hollywood-Region, für Getty Center und Getty Villa oder für Santa Monica und Umgebung nehmen.

Abzuraten ist im Grunde nur von einem längeren Strandbesuch (Redondo Beach oder auch Manhattan Beach lohnen sich kaum) sowie von allzu langen Fahrten durchs Landesinnere: Abseits der genannten Sehenswürdigkeiten gestaltet sich LA doch arg dürftig.

Ausblick vom Lake Canyon Drive.
Ausblick aufs Hollywood Sign vom Lake Canyon Drive.

Zusammenfassung

Die Highlights von LA sind ganz eindeutig Hollywood mit seinen Hills sowie das gleich nebenan gelegene und im touristischen Sinne dazugehörige Santa Monica, weshalb man für beide Ziele sowie ihre nähere Umgebung jeweils knapp einen Tag aufwenden sollte.

Die Gestaltung eines möglichen dritten Tages ist hingegen recht offen: Disneyland oder die Universal Studios sind gängige Optionen, aber auch das ein oder andere Museum bietet sich an.

Allein zum Shoppen ist die Stadt mangels eines klassischen Zentrums nicht erste Wahl; in San Francisco, Las Vegas und diversen Outlets wird man besser fündig.

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