Cable Cars & Cable Car Museum

Wenn man an San Francisco denkt, dann hat man unweigerlich auch die Cable Cars vor Augen, die sich so eindrucksvoll über die unzähligen steilen Hügel der Stadt „quälen“.

Die auf Kabeln gezogene Straßenbahn war einst (kurz) das Hauptverkehrsmittel der Stadt, wurde aber schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach dem großen Erdbeben weitgehend durch elektrische Straßenbahnen sowie Busse ersetzt und dient heute in erster Linie dem Tourismus.

Dennoch, oder gerade deshalb, lohnt sich eine Fahrt jedoch, die einem die oftmals äußerst beschwerlichen Fußmärsche durch die große Innenstadt abnimmt. Den ein oder anderen Tipp sollte man dabei jedoch beherzigen…


In diesem Artikel: Heutige LinienTickets, Fahrzeiten & PreiseMuseumTipps

Heutiges Streckennetz

Derzeit existieren nur noch drei Linien, auf denen die Cable Cars verkehren:

Powell / Hyde Line: Ihr Startpunkt befindet sich an der Market Street, fast direkt vor dem bekannten und durchaus sehenswerten Westfield Shopping Center. Von dort aus geht es bergauf gen Norden, vorbei am Union Square bis zur Jackson Street nahe Chinatown.

Hier zweigt die Linie nach Westen ab und fährt vorbei am Cable Car Museum bis zur Hyde Street, auf der es nun fast bis zur Waterfront vorbei an der Lombard Street nach Norden geht. Der Wendepunkt befindet sich am westlichen Ende von Fisherman’s Wharf. Ideal, wenn man (einigermaßen) schnell und vor allem ohne Anstrengungen einmal die „komplette“ Innenstadt durchqueren will.

Voller Wagen nahe der Market Street

Powell / Mason Line: Ihr Verlauf ist teilweise mit dem der Powell / Hyde Line identisch – von der Market Street bis zur Jackson Street. Danach geht es jedoch, ein Stück weiter östlich, über Mason und Taylor Street weiter.

Der Wendepunkt befindet sich hier an der Bay Street, am südlichen Ende von Fisherman’s Wharf. Der Unterschied ist also gering, lediglich an der Lombard Street kommt man hier nicht vorbei.

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California Line: Ganz anders gestaltet sich hingegen die California Line, die ausschließlich entlang eben jener California Street von der Van Ness Avenue im Westen bis zum Ferry Building im Osten führt – immer geradeaus.

Diese Linie ist etwas unspektakulärer und für Touristen weniger „nützlich“, dafür aber auch leerer.

Zwei Cable Cars in San Francisco

Tickets, Fahrzeiten & Preise

Eine Fahrt mit einem Cable Car kostet derzeit pauschal 7$, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Tickets werden bar an Bord beim Schaffner / Fahrer bezahlt, kleine Scheine sollte man also bereithalten. Das kostenlose Umsteigen auf eine andere Linie ist nicht möglich.

Zwei Alternativen zu Einzeltickets gibt es: Zum einen Tageskarten (1 Tag für 22$, 3 Tage für 33$, 7 Tage für 43$ pro Person), zum anderen den so genannten San Francisco CityPass, der für 89$ für Erwachsene neben mehreren Sehenswürdigkeiten auch ein 3-Tages-Ticket für Cable Cars und Muni-Busse enthält.

Zu den Fahrzeiten: Die ersten Fahrten finden üblicherweise um 6 Uhr morgens statt, die letzten kurz nach Mitternacht. Jede Linie verkehrt etwa im 10-Minuten-Takt.

Cable Car von innen

Blick ins Museum

Wer tiefer in die Materie einsteigen und hinter die Technik der Straßenbahn blicken will, hat in dem kleinen, aber feinen Cable Car Museum in der Mason Street die Gelegenheit dazu.

Hier findet man nicht nur allerlei Erklärungen und Hintergründe, sondern bekommt auch alte Fahrzeuge zu Gesicht und erhält sogar Einblick in die aktuellen Betriebsabläufe. Das Museum befindet sich nämlich in dem gleichen Gebäude wie das „Kraftwerk“, das die unter den Straßen verlegten Kabel in Bewegung hält.

Das Museum öffnet in der Hauptsaison täglich von 10 bis 18 Uhr, von Oktober bis März nur von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, so dass sich ein kurzer Abstecher (etwa eine halbe Stunde reicht aus) bei einem Rundgang durch San Francisco zum Beispiel mit einem Besuch von Chinatown prima verbinden lässt.

Lange Schlange am Wendepunkt der Market Street

Tipps

Das größte Hindernis bei einer Fahrt mit den Cable Cars ist das enorme Touristenaufkommen. Am schlimmsten sind die Schlangen am Wendepunkt in der Hyde und in der Market Street, hier sind in der Hauptsaison tagsüber Wartezeiten von über einer Stunde möglich.

Es gibt zwei Möglichkeiten, dem größten Andrang zu entgehen: Entweder man kommt sehr früh (vor 10 Uhr, besser vor 9 Uhr) oder aber man nutzt die California Line, auf der es doch deutlich ruhiger zugeht.

Kommt beides nicht in Frage, gibt es jedoch noch einen weiteren, sehr nützlichen Tipp: Steigen Sie nicht am Wendepunkt zu, sondern an der Station danach! Die Schaffner halten stets um die zehn Plätze frei, damit auch unterwegs noch Passagiere an Bord kommen können.

Einen Sitzplatz bekommt man dann zwar in der Regel nicht mehr, im Gegenzug muss man jedoch selten länger als zehn Minuten warten. Vor allem, wenn die Fahrt nicht nur dem Event, sondern auch der schnellen Durchquerung von Downtown dienen soll, eindeutig die bessere Wahl.

Gute Hotels in San Francisco

  • $ Chelsea Inn, günstiges, gutes Hotel in der Lombard Street
  • $ Cow Hollow Inn, nicht weit davon entfernt, noch einen Tick besser
  • $$ Castle Inn, beste günstige und recht zentrale Unterkunft
  • $$ Club Donatello, kleiner Geheimtipp am Union Square
  • $$ Hotel Zephyr, hippes Designer-Hotel in bester Lage
  • $$ Pier 2620, modernes Hotel mit sehr schöne Einrichtung

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